Hanoi
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ANDY
veröffentlicht am
27.05.2024
Allgemeine Infos zur Reise
- 17.07.23 - 29.07.23
- 13 Tage
- Weltreise
HANOI
Die im Norden des Landes gelegene Stadt Hanoi ist die Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam und das politische, kulturelle sowie historische Zentrum der Nation. Als eine der ältesten Hauptstädte der Welt blickt Hanoi auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück, die sich in einem einzigartigen Stadtbild aus traditioneller vietnamesischer Architektur, chinesischen Einflüssen und französischen Kolonialbauten widerspiegelt. Im Folgenden werden die geografischen und klimatischen Bedingungen, die historische Genese, die moderne Wirtschaftsstruktur sowie das facettenreiche kulturelle Leben der Metropole detailliert dargestellt.
Hanoi erstreckt sich nach einer umfassenden Gebietsreform im Jahr 2008 über eine Gesamtfläche von rund 3.359 Quadratkilometern (km²) und hat eine Bevölkerung von rund 8,5 Millionen Einwohnern. Geografisch liegt die Stadt im Herzen des fruchtbaren Deltas des Roten Flusses (Sông Hồng), etwa 100 Kilometer landeinwärts von der Küste des Golfs von Tonkin entfernt. Das Stadtgebiet ist durch eine außergewöhnlich hohe Dichte an natürlichen und künstlichen Seen geprägt, von denen der Hoan-Kiem-See und der Westsee (Hồ Tây) die bekanntesten sind.
Das Klima in Hanoi ist subtropisch-monzonal und zeichnet sich im Gegensatz zum Süden Vietnams durch vier ausgeprägte Jahreszeiten aus:
Der Sommer (Mai bis August):
Diese Monate sind extrem heiß und feucht mit Durchschnittstemperaturen von 30 bis 38 Grad Celsius und häufigen, schweren Monsunregenfällen.Der Winter (Dezember bis Februar):
In dieser Periode wird es für tropische Verhältnisse überraschend kühl und trocken. Die Temperaturen können auf 10 bis 15 Grad Celsius sinken, oft begleitet von anhaltendem grauem Nebel oder Nieselregen.Frühling und Herbst:
Diese Übergangszeiten gelten als die angenehmsten Reisemonate mit milden Temperaturen und geringen Niederschlägen.
Geschichte und Entwicklung: Die Jahrtausendstadt
Die offizielle Stadtgeschichte begann im Jahr 1010, als Kaiser Lý Thái Tổ die Hauptstadt des Reiches Đại Việt hierher verlegte und sie Thăng Long („Aufsteigender Drache“) nannte. Über die Jahrhunderte wechselte die Stadt mehrfach ihren Namen und verlor zeitweise ihren Status als Hauptstadt an Huế, blieb jedoch stets das intellektuelle und wirtschaftliche Kernland Vietnams. Ihren heutigen Namen Hanoi (Hà Nội, übersetzt „Stadt innerhalb der Flüsse“) erhielt sie im Jahr 1831 unter der Nguyễn-Dynastie.
Während der französischen Kolonialherrschaft ab dem späten 19. Jahrhundert wurde Hanoi zur Hauptstadt von Französisch-Indochina ausgebaut, was zu einer tiefgreifenden architektonischen Umgestaltung führte. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit und den folgenden Jahrzehnten des Vietnamkriegs, in denen die Stadt schweren Bombardierungen ausgesetzt war, wurde Hanoi 1976 zur offiziellen Hauptstadt des wiedervereinigten Vietnams. Die historische Kaiserzitadelle Thăng Long wurde im Jahr 2010 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Wirtschaft: Politisches Zentrum und wirtschaftlicher Motor
Gemeinsam mit der südlichen Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt bildet Hanoi das wirtschaftliche Fundament des Landes. Die Wirtschaft der Hauptstadtregion wächst seit Jahren dynamisch und stützt sich auf drei Hauptpfeiler:
Dienstleistungen und Verwaltung:
Als Sitz aller Ministerien, ausländischen Botschaften und Staatskonzerne ist Hanoi das Verwaltungszentrum des Landes. Auch der Banken-, Bildungs- und IT-Sektor konzentrieren sich hier.Industrie und Hochtechnologie:
In den umliegenden Industrieparks haben sich zahlreiche internationale Technologiekonzerne angesiedelt. Die Schwerpunkte liegen in der Elektronikfertigung, dem Maschinenbau und der Textilindustrie.Tourismus:
Das reiche historische Erbe macht die Stadt zum wichtigsten Ausgangspunkt für den Tourismus in Nordvietnam (unter anderem zur Halong-Bucht und nach Sa Pa) und sichert zehntausenden Menschen im Gastgewerbe den Lebensunterhalt.
Kultur: Traditionelles Handwerk und koloniales Erbe
Kulturell ist Hanoi ein faszinierender Kontrast aus dynamischer Moderne und jahrhundertealten Traditionen. Das städtebauliche Herz der Stadt ist das Viertel der 36 Gassen (Altstadt), in dem die Straßen bis heute nach den traditionellen Handwerken benannt sind, die dort seit dem Mittelalter praktiziert und verkauft werden (z. B. Silber, Seide oder Bambus). Architektonisch direkt daneben liegt das französische Viertel mit breiten Boulevards, dem prächtigen Opernhaus und der St.-Joseph-Kathedrale.
Ein zentraler Ort der vietnamesischen Identität ist der Literaturtempel (Văn Miếu), der im Jahr 1070 gegründet wurde und als erste Universität des Landes gilt. Zudem zieht das Ho-Chi-Minh-Mausoleum am Ba-Dinh-Platz, wo die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen wurde, täglich tausende Besucher an. Eine weltweit einzigartige Kunstform, die ihren Ursprung in den Reisfeldern rund um Hanoi hat, ist das Wasserpuppentheater, das bis heute in der Stadt aufgeführt wird.
Die Küche von Hanoi gilt als die Wiege der klassischen vietnamesischen Gastronomie. Sie zeichnet sich im Vergleich zum Süden durch eine eher puristische, weniger süße Geschmacksnote aus. Das weltbekannte Nationalgericht Phở (eine kräftige Reisbandnudelsuppe mit Rindfleisch oder Huhn) hat hier ebenso seinen Ursprung wie Bún Chả (gegrilltes Schweinefleisch mit Nudeln und Kräutern) oder der traditionelle Cà phê trứng (Kaffee mit einer süßen Schaumkrone aus aufgeschlagenem Eigelb).
TRAIN STREET
Die Train Street befindet sich im Zentrum von Hanoi, in der Nähe der Altstadt, zwischen den Straßen Le Duan und Kham Thien. Es handelt sich um eine schmale Wohnstraße, auf der täglich Züge durchfahren, während die Häuser und Geschäfte der Anwohner buchstäblich nur wenige Zentimeter von den Gleisen entfernt sind. Viele dürften die Straße bestens von Instagram kennen.
Die Züge fahren zweimal täglich durch die Train Street, einmal am Morgen und einmal am Nachmittag. Die genauen Zeiten können variieren, daher ist es ratsam, sich im Voraus zu informieren. Es gibt mehrere Cafés und Restaurants entlang der Train Street, die Touristen anlocken und die Möglichkeit bieten, die Zugdurchfahrt anzuschauen – natürlich muss man sich dafür auch etwas zu Essen oder Trinken kaufen.
HOAN-KIEM-SEE
Der Hoan-Kiem-See, auch bekannt als „See des zurückgegebenen Schwertes“ liegt im Herzen von Hanoi. Der See hat eine Fläche von etwa 12 Hektar und ist von einem Park umgeben. Der Hoan-Kiem-See ist mit einer vietnamesischen Legende verbunden, die besagt, dass der König der Ly-Dynastie ein magisches Schwert erhielt, um das Land vor einer Bedrohung zu schützen. Nachdem er die Bedrohung besiegt hatte, erschien eine riesige Schildkröte, um das Schwert zurückzubringen und es wieder in den See zu legen. Ein Spaziergang entlang des Ufers des Hoan-Kiem-Sees ist eine beliebte Aktivität für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
St. JOSEPH CATHEDRAL
Die St. Joseph Kathedrale ist eine beeindruckende katholische Kirche und ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt. Die Kathedrale ist im neugotischen Stil erbaut und beeindruckt mit ihren hohen Türmen, spitz zulaufenden Bögen und filigranen Rosettenfenstern. Die St. Joseph Kathedrale wurde zwischen 1884 und 1886 während der französischen Kolonialzeit in Vietnam erbaut und ist eine der ältesten Kirchen des Landes.

TRAN QUOC PAGODE
Die Tran Quoc-Pagode ist eine der ältesten Pagoden in Hanoi und eine bedeutende religiöse Stätte in Vietnam. Sie ist im traditionellen vietnamesischen Baustil erbaut, mit mehreren Pagodentürmen, Pavillons und Statuen, die das Gelände schmücken. Die Tran Quoc-Pagode wurde im 6. Jahrhundert während der Herrschaft von König Ly Nam De erbaut.

PRESIDENTIAL PALACE
Der Präsidentenpalast, auch bekannt als der Palast der Einheit oder der Palast der Wiedervereinigung, ist ein historisches und politisches Wahrzeichen Hanois. Der Präsidentenpalast wurde 1901 während der französischen Kolonialherrschaft in Indochina errichtet und diente zunächst als Residenz für den französischen Generalgouverneur von Indochina. Nach dem Ende der französischen Herrschaft wurde der Palast Sitz des Präsidenten von Südvietnam.

Später, nach der Wiedervereinigung Vietnams im Jahr 1976, wurde der Palast zum offiziellen Sitz des Präsidenten der Sozialistischen Republik Vietnam. Der Präsidentenpalast ist der offizielle Sitz des Präsidenten von Vietnam und dient als wichtiger Ort für politische Treffen, Empfänge und Veranstaltungen. Der Palast repräsentiert die Unabhängigkeit und Einheit Vietnams und ist ein bedeutendes nationales Symbol für den Kampf des Landes gegen ausländische Unterdrückung und für die Wiedervereinigung.
HO CHI MINH MAUSOLEUM
Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum ist im sowjetischen Stil erbaut und von Monumentalität geprägt. Es besteht aus grauem Granit und ist von einer weitläufigen Umgebung mit Rasenflächen und Bäumen umgeben. Der Leichnam von Ho Chi Minh wird im Inneren des Mausoleums aufgebahrt und ist für Besucher in einem gläsernen Sarg sichtbar. Der Bau des Mausoleums begann 1973 und wurde 1975 abgeschlossen. Es wurde am 29. August 1975 eingeweiht, dem Geburtstag von Ho Chi Minh. Das Mausoleum wurde errichtet, um den Gründer der kommunistischen Partei Vietnams und den Führer der vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung, Ho Chi Minh, zu ehren und zu verewigen.

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