Elferkofel

Österreich - Tirol

Tanja

veröffentlicht am
25. April 2021

Allgemeine Infos zum Ausflug

Elferkofel Klettersteig

(Stubaier Alpen)

Schwierigkeit

C

Zustieg

1:45 h

Dauer

2:00 h

abstieg

1:15 h

Höhenmeter

711 Meter

AUSGANGSORT UND ZUSTIEG

Der Elferkofel-Klettersteig führt über den zerklüfteten Zackengrat der Elferspitze (2.505 m) in den Stubaier Alpen. Der Steig bietet eine wunderbare, dolomitenartige Felsszenerie mit spektakulären Tiefblicken ins Stubaital und das Pinnistal. Da er oft nicht durchgehend per Drahtseil versichert ist (einige Passagen im ungesicherten I. Schwierigkeitsgrad müssen frei abgeklettert werden), verlangt er absolute Trittsicherheit und alpine Erfahrung.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Schwierigkeit:
    Überwiegend B, stellenweise C. Die Herausforderung liegt weniger in extremer Überhängen als vielmehr im alpinen Charakter, engen Felsspalten, Kaminen und den ungesicherten Passagen.

  • Charakter:
    Ein klassischer, abwechslungsreicher Gratsteig mit viel Auf und Ab, Durchschlüpfen und einer markanten Abstiegs-Schlüsselstelle (C-Kamin) kurz vor dem Ende.

  • Dauer:
    Für den reinen Klettersteig benötigt man ca. 1,5 Stunden (Gesamttour ab/bis Bergstation ca. 4,5 Stunden). Wer den sportlich schweren Nordwand-Klettersteig (D) vorschaltet, verlängert die Kletterzeit um gut 1,5 Stunden.

  • Ausgangspunkt:
    Die Bergstation der Elferbahn (1.800 m) in Neustift im Stubaital.

  • Zustieg (ca. 1,5 Stunden): Von der Bergstation wandert man in etwa 30 Minuten in Serpentinen hinauf zur Elferhütte (2.004 m). Hinter der Hütte folgt man dem markierten Wanderweg (dem „Gamssteig“) weiter aufwärts in Richtung Elfersattel. Kurz vor dem Elfersattel, bei einer kleinen, markanten Materialhütte, befinden sich die Hinweistafeln und der offizielle Einstieg in den Klettersteig.

Mit der Gondelbahn ging es vom Parkplatz der Elferbahnen hinauf zur Bergstation und von dort aus zur Elferhütte. Schon hier hatten wir eine schöne Aussicht ins Tal und die umliegenden Berge. Weiter ging es den Panoramaweg links am Kamm vorbei entlang. Dieser führt zuerst relativ flach am Bergkamm vorbei. Zum Ende hin wird der Weg steiler, da er auf den Kamm hinaufführt. Nach ca. 1:30 Stunden sind wir an einer Materialhütte vorbei am (Südwest-)Einstieg des Klettersteigs angekommen. Auf diesem Weg haben wir so gut wie keine anderen Menschen getroffen und waren die meiste Zeit komplett für uns allein. 

DER KLETTERSTEIG AN SICH

Am Einstieg des Klettersteigs haben wir Gurt, Klettersteigset, Helm und Handschuhe angezogen, bevor es dann um ca. 12:00 Uhr losging. Der Klettersteig ist insgesamt mit dem Schwierigkeitsgrad C ausgewiesen, wobei er meist leichter ist. Es geht über mehrere Zacken an einem Grat entlang immer wieder rauf und runter. Vor dem eigentlichen Gipfel, der Elferspitze oder auch Elferkofel genannt, kommt eine Gehpassage und danach das steilste Stück des Klettersteigs. Wir waren bis zum Gipfel ca. 1:30 Stunden unterwegs. Danach geht es noch ein kurzes Stück Klettersteig nach unten zum Fuße der Elferspitze. Eine Topo des Klettersteigs mit dem genauen Verlauf ist auf Bergsteigen.com zu finden.

Bis zur Elferspitze waren wir komplett alleine und haben weder andere Leute getroffen noch gesehen. Es war unglaublich schön einmal so ganz alleine für uns einen Klettersteig zu gehen, vor allem da man bei diesem nicht an einer Wand hängt, sondern eigentlich immer am höchsten Punkt des Kamms entlang läuft. Nach links und rechts ging es dabei meistens steil bergab und es bot sich eine entsprechend ungehinderte Aussicht auf die umliegenden Berge. So fühlte ich mich einfach frei und konnte den Steig ganz anders genießen.

DER ABSTIEG UND WEG ZURÜCK

Vom Fuße der Elferspitze aus ging es dann wieder zurück zur Bergstation. Auf diesem Weg betrachteten wir nochmal die Schilder mit den verschiedenen Wanderungen und deren Richtungsangaben. So ist uns aufgefallen, dass man den Klettersteig wohl im Normalfall andersherum, also zuerst auf die Elferspitze und danach über den Grat, geht. Auch auf der Topo ist der Start am Nordost-Einstieg angegeben. Normalerweise sollte man sich schon an die richtige Richtung halten. Da wir an diesem Tag aber wirklich die einzigen dort waren, hatten wir mit unserem Richtungswechsel noch Glück.

UNSER FAZIT

Abschließend können wir den Klettersteig auf jeden Fall empfehlen. Uns hat diese Tour super gut gefallen, gerade auch weil wir fast immer alleine waren und weil der Klettersteig auf dem Grat entlang verläuft. Es ist zwar keine große sportliche Herausforderung, da nur eine Stelle wirklich Schwierigkeit C ist, jedoch lohnt sich der Klettersteig trotzdem. Er ist gut zu begehen, gut gesichert und man hat immer eine wunderschöne Aussicht.

Landschaft
Bewertet mit 4 von 5
Aussicht
Bewertet mit 4 von 5
Routenführung
Bewertet mit 3.5 von 5
Kondition
Bewertet mit 3.5 von 5
Kraft
Bewertet mit 3.5 von 5
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