Pisciadu

Italien - Trentino-Südtirol

Tanja

veröffentlicht am
13. Juli 2021

Allgemeine Infos zum Ausflug

Pisciadu Klettersteig

(Dolomiten)

Schwierigkeit

C

Zustieg

0:15 h

Dauer

4:15 h

abstieg

1:45 h

Höhenmeter

650 Meter

AUSGANGSORT UND ZUSTIEG

Der Pisciadù-Klettersteig (offiziell Via Ferrata Brigata Tridentina) gehört zu den absoluten Traumtouren und meistbegangenen Klettersteigen in den Dolomiten (Südtirol/Belluno). Er führt durch die imposanten Nordabstürze der Sella-Gruppe und bietet spektakuläre Tiefblicke. Das absolute Highlight ist die berühmte, frei schwebende Hängebrücke, die am Ausstieg eine tiefe Felsschlucht überspannt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Schwierigkeit: Hauptsächlich B/C (eine Schlüsselstelle C). Der Steig ist durchgehend hervorragend mit Drahtseilen und Eisenstufen versichert, erfordert aber Kraft in den Armen, Höhenerfahrung und absolute Trittsicherheit.

  • Dauer: Für den reinen Klettersteig benötigt man etwa 2 bis 2,5 Stunden (Gesamttour inklusive Zu- und Abstieg ca. 4,5 bis 5 Stunden).

Ausgangspunkt & Zustieg

  • Ausgangspunkt: Ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz an der Passstraße des Grödner Jochs (ca. 1.950 m), knapp zwei Kilometer unterhalb der Passhöhe auf der Gadertaler Seite (Richtung Corvara).

  • Zustieg: Vom Parkplatz aus folgt man dem gut markierten und beschilderten Pfad unter den steilen Felswänden entlang nach Osten. Nach einem kurzen, leichten Aufstieg über Schutt und erste versicherte Felsstufen erreicht man nach ca. 15 bis 20 Minuten den eigentlichen Einstieg am Fuß der Wand.

DER KLETTERSTEIG AN SICH

Der Pisciadu Klettersteig in der Sella Gruppe ist einer der meist begangenen Klettersteige der Dolomiten. Der Klettersteig beginnt mit der Überwindung einer Steilstufe. Anschließend folgt eine längere Gehpassage unterhalb der hohen Felswände. Durch den Wald folgt man dem Weg weiter bis zum Beginn des eigentlichen Klettersteiges.

Im oberen Abschnitt des Pisciadu Klettersteigs kommen dann die spannenden Passagen, wie Leitern, steile Aufschwünge und die berühmte Hängebrücke über einen tiefen Spalt beim Exnerturm. 

Der Steig zeichnet sich durch einer fordernde, aber niemals besonders schwierige Routenführung aus und bietet nach dem Ausstieg eine bewirtschaftete Hütte mit Bergsee und ein lohnendes Gipfelziel (Cima Pisciadù, 2985 m).

Link zur Topo auf Bergsteigen.com

DER ABSTIEG UND WEG ZURÜCK

Für den Abstieg zurück zum Parkplatz gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:

1) Der kürzeste und meistbegangene Abstieg führt durch das Val Setus direkt zum Parkplatz. Von der Pisciadu Hütte auf 2585 m geht es auf dem Weg 666 nach Westen, nach ca. 200 m rechts steil und versichert ins Val Setus hinab, welches direkt zum Parkplatz ausläuft (1¼ Stunden)

2) Der schönere, aber etwas längere Abstieg führt durch das Mittagstal (Val de Mesdi). Auf dem Weg 676 geht es anfangs nach Osten und anschließend ca. 20 Höhenmeter versichert hinab ins Mittagstal, wo man auf dem Talboden auf den Weg 651 trifft. Diesen Weg steigt man weiter ab, links unter den Nordwänden des Östlichen Masores. Vorbei am Einstieg des Hauptsteiges und auf dem Band über der Einstiegswand kreuzt sich der Weg mit dem Abstieg über das Val Setus. Ankunft am Parkplatz nach 1-2 Stunden

Wir sind über das Mittagstal abgestiegen und können diese Variante nur empfehlen. Eine der landschaftlich schönsten Touren, die wir bisher gegangen sind!

UNSER FAZIT

Die Klettersteige in den Dolomiten haben aufgrund der wahnsinnig schönen Landschaft immer einen besonderen Reiz. Das macht auch den Pisciadu Klettersteig zu einer unvergesslichen Tour, da nicht nur der Klettersteig an sich Spaß macht und tolle Aussichten bietet, sondern auch der Abstieg über das Mittagstal ein purer Genuss ist.

Landschaft
Bewertet mit 5 von 5
Aussicht
Bewertet mit 5 von 5
Routenführung
Bewertet mit 4.5 von 5
Kondition
Bewertet mit 4 von 5
Kraft
Bewertet mit 4 von 5
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