Kampenwand

Deutschland - Bayern

Andy 2025

Andy

veröffentlicht am
22.02.2022

Allgemeine Infos zum Ausflug

Wanderung auf die Kampenwand

unser erster "Klettersteig"

Die Kampenwand (1.669 m) gehört zweifellos zu den bekanntesten Gipfeln der bayerischen Alpen. Berühmt für ihr gezacktes Profil, bietet sie einen der spektakulärsten Kontraste Bayerns: Während im Süden die Zentralalpen thronen, glitzert im Norden der Chiemsee – das „Bayerische Meer“ – weitläufig im Tal.

Das Besondere an der Kampenwand ist ihre Vielseitigkeit. Für uns startete die Tour am 15.06.2013 ganz entspannt: Wir haben uns den langen Aufstieg gespart und sind mit der historischen Kampenwandbahn von Aschau aus direkt zur Bergstation geschwebt. Das ist das Schöne hier – man kann die Kräfte für das eigentliche Highlight sparen: den Weg zum imposanten Gipfelkreuz.

Mit zwölf Metern Höhe ist es das größte Kreuz in den bayerischen Alpen und ein echtes Ziel für Sportbegeisterte. Der finale Aufstieg führt über felsiges Gelände, das ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert. Von der Bergstation aus machten wir uns also motiviert auf den Weg, um diesen markanten Felsgipfel aus nächster Nähe zu erleben.

Der Weg beginnt an der Bergstation der Kampenwandbahn und verläuft zunächst moderat über einen Panorama-Weg in Richtung Steinlingalm und der dazugehörigen Kapelle. Von dort aus nimmt die Steigung deutlich zu: Der Pfad wird schmaler und führt durch felsiges Terrain bergauf. Das letzte Teilstück zum Gipfelkreuz ist als kurzer, seilversicherter Steig angelegt, der Trittsicherheit und Konzentration erfordert, bevor man den höchsten Punkt erreicht.

Die Aussichtsplattform am Gipfel bietet ein beeindruckendes Panorama in zwei Richtungen: Nach Norden hin öffnet sich der Blick weit über das Alpenvorland und den Chiemsee. In entgegengesetzter Richtung zeigt sich die alpine Kulisse der Zentralalpen, wobei bei klarer Sicht markante Massive wie die Berchtesgadener Alpen, das Steinerne Meer sowie die Loferer Steinberge und die Hohen Tauern zu erkennen sind.

Der Rückweg verläuft üblicherweise auf der Aufstiegsroute. Da wir jedoch noch zeitlichen Spielraum hatten, erkundeten wir die Umgebung und stießen dabei auf den Kampenwandsteig. Da uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst war, dass es sich hierbei um einen Klettersteig handelt, waren wir über den Verlauf des vermeintlichen Wanderwegs überrascht: Leitern und Stahlseilversicherungen machen die Route deutlich interessanter, auch wenn der Steig technisch keine allzu hohen Schwierigkeiten aufweist.

Erst im Nachhinein, bei der Recherche zu Hause, wurde uns klar, dass wir dort tatsächlich Abschnitte eines Klettersteigs begangen hatten. Zu diesem Zeitpunkt war das Thema Neuland für uns, doch die Neugier war geweckt. Wir begannen, uns intensiver einzulesen und uns mit der nötigen Ausrüstung und Technik vertraut zu machen – bis wir schließlich am Tegelberg offiziell in unser neues Hobby starteten.

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