Tegelberg

Deutschland - Bayern

Tanja

veröffentlicht am
06. Juli 2021

Allgemeine Infos zum Ausflug

Tegelberg Klettersteig

(Ammergauer Alpen)

Schwierigkeit

C

Zustieg

1:45 h

Dauer

2:30 h

abstieg

1:30 h

Höhenmeter

760 Meter

AUSGANGSORT UND ZUSTIEG

Der Tegelbergsteig in den Ammergauer Alpen ist eine anspruchsvolle, sehr beliebte Tour, die direkt durch die steilen Felswände des Tegelbergs führt. Der Steig ist bekannt für seine luftigen Passagen und bietet beim Klettern atemberaubende Ausblicke auf das Schloss Neuschwanstein und das Alpenvorland.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Schwierigkeit:
    Hauptsächlich C (viele Passagen B und B/C). Der Fels ist an manchen Stellen durch die häufige Begehung recht glatt, weshalb der Steig eine gute Portion Armkraft, Trittsicherheit und eine saubere Steigtechnik verlangt. Direkt am Einstieg wartet eine steile Leiter als erster Gradmesser.

  • Charakter:
    Sportlich, sehr solide versichert, aber vergleichsweise spärlich mit künstlichen Tritten (Eisenstiften) versehen, was für echtes Felsgefühl sorgt.

  • Dauer:
    Für den reinen Klettersteig benötigt man ca. 1,5 bis 2 Stunden (Gesamttour mit Zu- und Abstieg ca. 4,5 bis 5 Stunden).

  • Tipp:
    Ausdauernde Geher können die Tour mit dem extrem knackigen Fingersteig (Schwierigkeit D) kombinieren, der sich etwas weiter oben am Berg befindet.

Ausgangspunkt & Zustieg

  • Ausgangspunkt:
    Der große, gebührenpflichtige Parkplatz an der Talstation der Tegelbergbahn in Schwangau (ca. 820 m).

  • Zustieg (ca. 1 bis 1,5 Stunden):
    Vom Parkplatz aus folgt man der sehr steilen Forststraße bergauf in Richtung der Materialseilbahn. Man wandert zunächst bis zum Einstieg des Gelbe-Wand-Steigs (ein einfacher Klettersteig-Lehrpfad, Schwierigkeit A). Auf diesem Steig steigt man über Stufen und einfache Felsbänder weiter aufwärts, bis nach insgesamt gut einer Stunde Gehzeit auf der linken Seite die markante Einstiegsleiter des eigentlichen Tegelbergsteigs abzweigt.

Für den Zustieg haben wir fast zwei Stunden gebraucht, da es aufgrund der heftigen Steigung gleich am Anfang ohne große Vorwarnung richtig anstrengend ist. Umso mehr freut man sich, wenn man letztendlich doch den Einstieg zum Klettersteig erreicht hat (und eine kurze Pause machen kann, während man das Klettersteig-Set anlegt).

DER KLETTERSTEIG AN SICH

Am Tegelberg gibt es grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten sich einen Weg nach oben auszusuchen:

  • den Fingersteig (Schwierigkeit D)
  • den Tegelbergsteig (Schwierigkeit C)
  • den Gelbe-Wand-Steig (Schwierigkeit A „Übungsklettersteig“ und gleichzeitig der Abstiegsweg)

Wir haben uns für den Tegelbergsteig entschieden, weil uns der Fingersteig zu diesem Zeitpunkt doch noch zu schwierig gewesen ist.
Auch der Tegelbergsteig ist nicht zu unterschätzen und beginnt gleich am Einstieg mit einer senkrechten Leiter und einer relativen anstrengenden und ausgesetzten ersten Passage. Dieser Teil ist ein guter Gradmesser, ob man sich den Klettersteig zutrauen kann bzw. sollte. 

Denn nicht nur der Zustieg, auch der restliche Klettersteig ist stellenweise sehr anstrengend -trotz der angegebenen Schwierigkeit C. Man muss sich oft mit den Füßen an die Wand stemmen um weiter zu kommen. Bei vielen anderen Klettersteigen sind deutlich mehr Eisenstifte als Fußtritte verbaut. Der Tegelbergsteig ist hier deutlich „natürlicher“ gehalten. Den Ausstieg aus dem Klettersteig hat man schließlich auf ca. 1580 m erreicht. 

DER ABSTIEG UND WEG ZURÜCK

Eine Alternative für den Rückweg wäre zur Bergstation der Tegelbergbahn auf 1707 m aufsteigen und dort mit der Seilbahn nach unten zu fahren. Wir haben uns allerdings dazu entschieden über den Gelbe-Wand-Steig abzusteigen. Hier sollte man beachten, dass immer wieder Leute entgegenkommen, da dies auch ein sehr einfacher „Lern“-Klettersteig ist, und man entsprechend Rücksicht nehmen sollte.

Wir haben das Klettersteig-Set beim Abstieg nicht mehr benutzt, da der Weg aus unserer Sicht eher den Charakter einer mittelschweren Wanderung hatte.

UNSER FAZIT

Der Tegelbergsteig ist ein einzigartiger Klettersteig, der technisch durchaus anspruchsvolle Passagen mit landschaftlichem Reiz verbindet. Hat man den konditionell herausfordernden Zustieg erst einmal gemeistert, kann man den Tegelbergsteig in vollen Zügen genießen.

Landschaft
Bewertet mit 4 von 5
Aussicht
Bewertet mit 4 von 5
Routenführung
Bewertet mit 4 von 5
Kondition
Bewertet mit 5 von 5
Kraft
Bewertet mit 4 von 5

TIPP: Da der Tegelberg in unmittelbarer Nähe zum Schloss Neuschwanstein liegt, ist es ggf. eine Überlegung wert, einen kurzen Abstecher dorthin einzuplanen

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