Hias & Siega

Österreich - Steiermark

Tanja

veröffentlicht am
24. Juni 2021

Allgemeine Infos zum Ausflug

Hias & Siega Klettersteige

(Silberkarklamm - Dachsteingebirge)

Schwierigkeit

D (Hias)
C/D (Siega)

Zustieg

0:10 h (Hias)
1:00 h (Siega)

Dauer

1:00 h (Hias)
0:45 h (Siega)

abstieg

0:30 h (Hias)
0:50 h (Siega)

Höhenmeter

130 m (Hias)
140 m (Siega)

AUSGANGSORT UND ZUSTIEG

Diese beiden spektakulären Klettersteige liegen in der wildromantischen Silberkarklamm in Ramsau am Dachstein und lassen sich hervorragend miteinander verbinden. Der Hias-Klettersteig startet direkt über dem tosenden Wildbach und führt über steile Felswände und zwei Seilbrücken hinauf. Wer danach noch Kraft hat, wandert ein kurzes Stück weiter zur Silberkarhütte und steigt dort in den noch sportlicheren Siega-Klettersteig ein.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Schwierigkeit:

    • Hias: Überwiegend C (eine knackige Schlüsselstelle C/D direkt nach der ersten Seilbrücke).

    • Siega: Hauptsächlich C/D (sehr steil, ausgesetzt und kraftraubend).

  • Dauer:
    Für den Hias benötigt man ca. 1 Stunde, für den Siega etwa 1 bis 1,5 Stunden reine Kletterzeit. Für die Klammbegehung ist eine kleine Eintrittsgebühr zu entrichten.

Ausgangspunkt & Zustieg

  • Ausgangspunkt:
    Der kostenfreie Wanderparkplatz am Eingang der Silberkarklamm (Ramsau-Rössing).

  • Zustieg zum Hias (ca. 15–20 Min.):
    Vom Parkplatz aus wandert man durch das Kassenhäuschen in die Silberkarklamm hinein. Man folgt dem hölzernen Steig über die Stufen flussaufwärts, bis auf der rechten Seite eine markante Seilbrücke direkt über den Bach zum Einstieg führt.

  • Zustieg zum Siega (ca. 45 Min. vom Parkplatz / 5 Min. von der Hütte):
    Entweder wandert man nach dem Ausstieg des Hias-Klettersteigs ca. 15 Minuten weiter bergauf zur Silberkarhütte, oder man geht direkt vom Parkplatz aus zu Fuß durch die gesamte Klamm bis zur Hütte (ca. 40 Min.). Nur wenige Meter hinter der Silberkarhütte zweigt der markierte Pfad links zum Einstieg des Siega-Klettersteigs ab.

Um zu den Klettersteigen zu gelangen, muss man ein kurzes Stück durch die Klamm gehen, weswegen der Eintrittspreis von 4,20 € für Erwachsene (Stand April 2021) fällig wird. Das ist aber weniger dramatisch, da auch die Silberkarklamm eine wirklich tolle Landschaft bietet.

Der Einstieg zum ersten Klettersteig (Hias) befindet sich ein wenig weiter innerhalb der Klamm. Gleich zu Beginn muss der Bach mit einer Seilbrücke überquert werden, bevor es überhaupt erst zum Anseilplatz geht.

DER KLETTERSTEIG AN SICH

Hias
Der Hias-Klettersteig zeichnet sich vor allem durch seinen extrem sportlichen, klammnahen Charakter und seine landschaftliche Kulisse aus.Hier sind die wesentlichen Merkmale des Steigs:

  • Wasser und Fels hautnah: Der Steig beginnt spektakulär mit einer Seilbrücke direkt über dem tosenden Bach der Silberkarklamm. Während des Aufstiegs hat man immer wieder einen fantastischen Tiefblick auf das Wildwasser und die Wanderer auf den Holzstegen tief unten.

  • Steil und athletisch: Der Charakter ist sehr direkt und vertikal. Es gibt kaum Gehgelände; stattdessen klettert man über fast senkrechte Wandstufen und Pfeiler im kompakten Urgestein.

  • Anspruchsvoll: Mit der durchgehenden Bewertung von C (Schlüsselstelle C/D) ist der Steig kein reiner Anfängerweg. Er verlangt durchgehend gutes Zupacken, Armkraft und eine saubere Tritttechnik, da einige Passagen recht ausgesetzt sind.

  • Kompakt, aber knackig: Mit einer reinen Kletterzeit von etwa einer Stunde ist er relativ kurz, bietet dafür aber von der ersten Minute an anhaltend anregende Kletterei ohne Längen.

Nach ca. 1 Stunde haben wir den Ausstieg erreicht und sind noch eine halbe Stunde bis zur Silberkarhütte gewandert. Anstatt einzukehren und uns bei ungefähr 30 Grad eine Pause und ein kühles Getränk zu gönnen, sind wir gleich weiter zum Einstieg des Siega Klettersteigs gegangen.

Siega
Der Siega-Klettersteig ist die sportlichere, athletischere Steigerung zum Hias und besticht vor allem durch seine enorme Luftigkeit. Hier sind die wesentlichen Merkmale des Steigs:

  • Extrem ausgesetzt: Im Vergleich zum Hias zieht der Siega über freie, steile Pfeiler hoch über der Silberkarhütte hinauf. Der Tiefblick auf die Hütte und das breiter werdende Tal ist spektakulär und verlangt absolute Schwindelfreiheit.

  • Kraftraubend und steil: Mit einer Bewertung von meist C/D ist der Charakter sehr sportlich. Der Steig bietet viele senkrechte Passagen und kraftraubende Querungen, bei denen man ordentlich zupacken muss. Technische Passagen wechseln sich mit kurzen, plattigen Abschnitten ab.

  • Wenig künstliche Tritte: Der Steig nutzt geschickt die natürlichen Felsstrukturen. Das bedeutet, dass man neben der Armkraft auch eine gute Tritttechnik auf Reibung braucht, da weniger Eisenstifte als im Hias verbaut sind.

  • Sonnig und aussichtsreich: Da der Steig die Klamm verlässt und an den sonnenexponierten Wänden oberhalb der Silberkarhütte verläuft, wird es hier schnell warm. Dafür wird man am Ausstieg mit einem grandiosen Panorama belohnt.

DER ABSTIEG UND WEG ZURÜCK

  • Vom Ausstieg des Hias:
    Wer nach dem Hias-Klettersteig nicht mehr weiterklettern möchte, folgt den roten Markierungen auf einem schmalen Pfad leicht querend hinab, bis man auf den Wanderweg Nr. 619 stößt. Von dort geht es links direkt hinunter in die Klamm und über die Holzstege zurück zum Ausgangspunkt.

  • Vom Ausstieg des Siega (nach der Kombination):
    Hat man auch den Siega-Klettersteig geschafft, folgt man den deutlichen Steigspuren durch das lichte Waldgelände abwärts, bis man ebenfalls den Normalweg (Wanderweg Nr. 619) erreicht. Dieser führt in wenigen Minuten hinunter zur Silberkarhütte, die sich ideal für eine gemütliche Einkehr anbietet.

  • Der Rückweg zum Parkplatz (ca. 45–50 Min.):
    Von der Silberkarhütte wandert man auf dem Wanderweg bequem bergab. Am oberen Ende der Silberkarklamm angekommen, steigt man entweder wieder direkt über die spektakulären Holzstege und Leitern durch die Klamm ab oder wählt alternativ den etwas ruhigeren Höhenweg, der in Serpentinen zurück zum Hauptparkplatz führt.

UNSER FAZIT

Für diejenigen, die nicht genug bekommen können, gibt es auch noch einen dritten Klettersteig (Rosina) in der Schwierigkeit D kurz nachdem man am Einstieg des Hias vorbeigegangen ist. Diesen haben wir jedoch aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft. Außerdem waren uns bei der Hitze an diesem Tag zwei relativ schwere Klettersteige wirklich genug.

Alle sin allem hat uns der Hias Klettersteig noch ein Stück besser gefallen, da er direkt entlang der Klamm führt. Der Rosina Klettersteig steht für das nächste Mal auf jeden Fall auf unserer To-Do-Liste.

Landschaft
Bewertet mit 5 von 5
Aussicht
Bewertet mit 4 von 5
Routenführung
Bewertet mit 4.5 von 5
Kondition
Bewertet mit 3.5 von 5
Kraft
Bewertet mit 4 von 5
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