SANGELI ISLAND
Tanja & ANDY
veröffentlicht am
12. März 2021
Allgemeine Infos zur Reise
- 13.01.21 - 22.01.21
- 10 Tage
- Hochzeitsreise
Hochzeitsreise auf Sangeli Island
Schon lange hatten wir diese Bilder vor Augen: kleine, paradiesische Holzhäuschen, die auf Stelzen mitten im türkisblauen Wasser einer tropischen Insel stehen und über Holzstege miteinander verbunden sind. Früher dachten wir immer, so etwas sei unbezahlbar und für uns völlig unerreichbar. Doch wenn man anfängt zu recherchieren, merkt man schnell, dass sich diese ikonischen Wasserbungalows überwiegend auf den Malediven befinden. Und so reifte in uns der Traum, irgendwann einmal genau dorthin zu reisen.
Für unsere Hochzeitsreise wollten wir uns diesen Traum nun endlich erfüllen: türkisblaues Meer, puderweiße Sandstrände, sanft im Wind wiegende Palmen und im Idealfall ein eigener Bungalow über dem Wasser. Nach intensiver Suche fiel unsere Wahl schließlich auf das Resort OBLU SELECT Sangeli, das auf der Insel Sangeli im Nord-Malé-Atoll liegt.
Geografisch sind die Malediven faszinierend: Der Inselstaat besteht aus 19 Inselgruppen mit insgesamt 26 natürlichen Atollen, die sich über eine Länge von rund 871 Kilometern von Norden nach Süden durch den Indischen Ozean erstrecken. Das Nord-Malé-Atoll, zu dem auch unsere Urlaubsinsel gehörte, umfasst etwa 50 größere Inseln und ist das mit Abstand bevölkerungsreichste Atoll des Landes. Es erstreckt sich über eine Gesamtlänge von knapp 60 Kilometern und ist das fünftgrößte Atoll der Malediven. Die reine Landfläche aller Inseln im Atoll macht dabei gerade einmal knapp 10 Quadratkilometer aus – der Rest ist tiefblaue Lagune und lebendiges Korallenriff. Im äußersten Süden dieses Atolls liegen auch die dicht besiedelte Hauptstadt Malé sowie der internationale Flughafen.
Im Januar 2020 war es dann endlich so weit. Nach der Landung in Malé passierten wir die Einreisekontrolle und machten uns auf die Suche nach unserem Transfer. Wir wurden sofort von einem unglaublich freundlichen Mitarbeiter des Resorts empfangen, der uns herzlich begrüßte und sich direkt um unser Gepäck kümmerte. Als wir das Flughafengebäude verließen, schlug uns die tropische Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit entgegen – ein fantastischer Kontrast zum kalten deutschen Winter, den wir gerade hinter uns gelassen hatten!
Ein paar Schritte weiter bot sich uns ein Bild, das man so wohl an kaum einem anderen Flughafen der Welt sieht: Wir überquerten eine Straße und standen direkt am tiefblauen Meer. Wo an anderen Flughäfen endlose Schlangen von Bussen und Taxis warten, reihten sich hier Boote aneinander, um die ankommenden Urlauber in Empfang zu nehmen. Gemeinsam mit den anderen Gästen des Resorts stiegen wir in ein Speedboot, das uns und unser Gepäck in einer rund einstündigen, rasanten Fahrt über den Ozean direkt ins Paradies brachte.
Als wir Sangeli Island aus der Ferne erkannten, wuchs unsere Vorfreude ins Unermessliche. Das Boot legte schließlich an. Wir und die anderen Gäste wurden von den Mitarbeitern des Hotels auf eine sehr fröhliche und freudige Art und Weise empfangen. Die Rezeption lag direkt am Strand und wir bekamen zur Begrüßung einen kalten Saft. Der Check-In ging unglaublich schnell und professionell. Während uns noch die Anlage und alles im Detail erklärt wurde, war unser Gepäck in der Zwischenzeit schon aufs Zimmer gebracht worden. Im Handumdrehen saßen auch wir plötzlich in einem Golfkart und wurden zu unserem Zimmer gefahren– einem Bungalow auf dem Wasser!
Das Zimmer war unglaublich. Alles war in fast neuem Zustand und so schön eingerichtet, dass man sich zunächst gar nicht traute die Koffer auszupacken. Wir hatten ein Fenster im Boden unseres Zimmers, von dem aus man das darunterliegende Meer beobachten konnte. Ebenerdige Dusche, Badewanne mit Blick aufs Meer, all-inclusive Minibar… so ganz konnten wir das alles noch nicht realisieren.




Doch so richtig ungläubig wurden wir erst, als wir auf den Balkon gingen. Von dort aus war allein schon der Blick auf das Meer unbeschreiblich. Als wäre das nicht genug, führte aber auch noch eine Treppe nach unten und ermöglichte über eine Leiter einen direkten Zugang zum Meer. Mit ein paar Schritten aus unserem Zimmer heraus konnten wir zum Schnorcheln gehen! An der Treppe befand sich auch eine kleine Brause, um sich das Salzwasser abzuwaschen. Es war wirklich an alles gedacht worden.



Unsere Zeit verbrachten wir zum einen natürlich mit der Erkundung der Hotelanlage und der Insel. Das OBLU SELECT besteht aus zwei Inseln – der Hauptinsel und der Insel „One Banyan“, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für erwachsene Gäste ab 16 Jahren reserviert ist. Die Inseln sind über einen Holzsteg miteinander verbunden, auf dessen beiden Seiten sich die Wasservillen befinden.
Dank der All-inclusive-Verpflegung waren auch Frühstück, Mittag- und Abendessen eine unserer liebsten Beschäftigungen. Es gab jeden Tag ein thematisch unterschiedliches Büffet mit Vor-, Haupt- und Nachspeisen an verschiedenen Stationen, an denen zum Teil vor unseren Augen gekocht wurden. Mit insgesamt drei verschiedenen Bars war es auch nicht leicht zu entscheiden, von wo aus wir den Sonnenuntergang anschauen und uns einen Cocktail gönnen wollten.










Als wären die wunderschönen weißen Traumstrände und das Meer dort nicht genug, gab es zudem zwei verschiedene Pools. Alles machte einen so durchdachten und gepflegten Eindruck, dass wir uns oft nicht entscheiden konnten, wo wir als nächstes unsere Zeit verbringen sollten. Da die Anlage sich optimal in die atemberaubende Landschaft einfügte, konnte man überall ins Träumen kommen.






Als Naturmenschen war für uns persönlich aber das Schnorcheln im Meer das absolute Highlight. Tanja war bisher noch nie schnorcheln und auch ich war nur hin und wieder als Kind im Urlaub. Wir hatten also noch nie ein wirkliches Riff gesehen und waren entsprechend begeistert. Wobei begeistert gar kein Ausdruck ist. Das Wasser war auch angenehm warm, sodass wir teilweise stundenlang im Wasser waren. Die reine Anzahl und auch die Vielfalt der Fische und Meerestiere, die man dort beobachten konnte, war einfach unglaublich.




Da wir unzählige Stunden mit Schnorcheln verbrachten, brauchten wir den Fitnessraum der Insel nicht nutzen, um unsere tägliche Sporteinheit zu erledigen. Auf Dauer war es wirklich anstrengend, vor allem wenn die Strömung etwas stärker war. Doch das haben wir gern in Kauf genommen, denn jedes Mal wenn wir eine Runde Schnorcheln waren, haben wir wieder etwas neues entdeckt. Wir konnten uns nicht satt sehen. Wahrscheinlich auch weil wir mehr im Wasser als an Land waren, hatten wir das große Glück und haben direkt bei unserer Insel Riffhaie, Rochen und sogar Meeresschildkröten gesehen. Aber allein schon die vielen bunten Fische, von winzig bis nach unserer Ansicht ziemlich groß, teilweise in Schwärmen, waren beobachten zu können, war für uns ein einzigartiges Erlebnis.
Alles in allem waren unsere Tage auf den Malediven eine wunderbar entspannende Zeit. Die Natur und unsere Schnorchel-Gänge machten es aber zu einer genauso erlebnisreichen Zeit, die wir nie vergessen werden. Wir konnten eine atemberaubende Landschaft bestaunen und das Meer und seine Bewohner erleben. Dementsprechend schnell war unsere Hochzeitsreise leider auch wieder vorbei.













