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Andy 2025

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aktualisiert am
11. Juni 2026

Allgemeine Infos zur Reise

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Arequipa ist nicht nur die Hauptstadt der gleichnamigen Region, sondern auch das pulsierende politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz Südperus. Auf einer stolzen Höhe von über 2.300 Metern gelegen, bietet die Stadt eine beeindruckende Kulisse, die maßgeblich von den majestätischen Anden-Riesen geprägt wird.

Die Skyline der Stadt wird von drei markanten Vulkanen beherrscht:

  • Misti (5.822m): Das Wahrzeichen der Stadt mit seiner nahezu perfekten Kegelform.
  • Chachani (6.057m): Der höchste der drei Giganten.
  • Picchu Picchu: Der kleinere, etwas entferntere Nachbar.

In der näheren Umgebung befinden sich zudem der Cotahuasi- und der Colca-Canyon. Mit einer Tiefe von bis zu 3.000 Metern gehören sie zu den tiefsten Schluchten der Erde – sie sind fast doppelt so tief wie der Grand Canyon in den USA.

Wissenswertes zu Arequipa:

  • Die „Weiße Stadt“ (La Ciudad Blanca): Diesen Beinamen verdankt Arequipa dem Sillar-Gestein. Dabei handelt es sich um weißes Lavagestein der umliegenden Vulkane, aus dem fast die gesamte historische Altstadt erbaut wurde. Seit dem Jahr 2000 gehört das Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Heimat des Kondors: Im nahegelegenen Colca-Tal kann man den majestätischen Andenkondor beobachten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern ist er einer der größten flugfähigen Vögel der Welt.
  • Kulinarische Hauptstadt: Viele Peruaner halten Arequipa für das wahre kulinarische Zentrum des Landes. Berühmt ist die Stadt für ihre Picanterías (traditionelle Gasthäuser) und Gerichte wie den Rocoto Relleno (gefüllte, scharfe Paprika).
  • Ewiger Frühling: Dank der geografischen Lage genießt Arequipa an rund 300 Tagen im Jahr Sonnenschein und ein mildes, trockenes Klima, das oft als „ewiger Frühling“ bezeichnet wird.
  • Die Eisprinzessin „Juanita“: In einem Museum der Stadt ruht die berühmte Eismumie Juanita. Das Inka-Mädchen wurde vor über 500 Jahren auf dem Gipfel des Vulkans Ampato geopfert und blieb durch das Eis perfekt erhalten.

AnFAHRT von AriCA ÜBER TACNA

Unsere Reise nach Arequipa begann mit einem beeindruckenden Abschied aus Chile. Bevor wir die Grenze überquerten, besuchten wir in der Küstenstadt Arica den berühmten Morro de Arica. Dieser gewaltige Steilfelsen ragt direkt am Pazifik empor und bietet einen fantastischen Rundblick über den Hafen und die Stadt – ein geschichtsträchtiger Ort, der den perfekten Schlusspunkt für unseren Aufenthalt in Chile setzte.

Von Arica aus ging es über den Landweg nach Peru. Der Grenzübertritt war unkompliziert und dauerte nicht allzu lange. Die erste Stadt auf peruanischer Seite ist Tacna, die oft als „Heldenstadt“ (Ciudad Heroica) bezeichnet wird. Wir blieben hier für eine Nacht, um am nächsten Tag fit für die Weiterreise zu sein – ansonsten hat Tacna auf den ersten Blick auch nicht den Eindruck gemacht, dass man groß etwas versäumt, wenn man nicht länger dort bleibt…

Nach unserem kurzen Zwischenstopp in Tacna machten wir uns auf den Weg in Richtung Nordwesten. Die etwa sechsstündige Fahrt nach Arequipa ist eine Reise der Kontraste. Die Route führt über die legendäre Panamericana Sur durch die Ausläufer der Atacama-Wüste. Man fährt stundenlang durch karge, aber faszinierende Sand- und Steinlandschaften. Während man die Küstenebene verlässt, beginnt die Straße stetig anzusteigen. Von Tacna (ca. 560 m) geht es hinauf auf über 2.300 Meter

Plaza de Armas

Der Plaza de Armas ist das Herzstück von Arequipa und gilt weithin als einer der prächtigsten Stadtplätze Südamerikas. Als historischer Gründungsort der Stadt bildet er das Zentrum des UNESCO-Weltkulturerbes und beeindruckt durch seine harmonische Architektur aus weißem Sillar-Gestein. An der Nordseite dominiert die Kathedrale von Arequipa das Bild, die mit ihren zwei Türmen und der gewaltigen Fassade die gesamte Breite des Platzes einnimmt. 

Die übrigen drei Seiten im Osten, Süden und Westen werden von den charakteristischen Portales gesäumt – eleganten, zweistöckigen Arkadengängen mit kunstvollen Steinbögen, unter denen sich heute zahlreiche Cafés und Restaurants befinden.

Basilica Cathedral de Arequipa

Die Basilica Catedral de Arequipa thront majestätisch an der Nordseite der Plaza de Armas und spiegelt die bewegte Geschichte und den unbeugsamen Geist der „Weißen Stadt“ wider. Das auffälligste Merkmal der Kathedrale ist ihr Baustoff: Sillar. Dabei handelt es sich um weißes Vulkangestein, das aus den umliegenden Vulkanen (vor allem dem Misti) gewonnen wurde.

  • Stil: Eine faszinierende Mischung aus Neoklassizismus und Renaissance.
  • Besonderheit: Sie ist eine der wenigen Kirchen weltweit, die sich über die gesamte Länge eines Stadtplatzes erstreckt.

Die Kathedrale ist ein Symbol für Beständigkeit. Seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 1540 wurde sie mehrfach durch schwere Erdbeben und einen verheerenden Brand (1844) fast vollständig zerstört. Das heutige Erscheinungsbild stammt weitgehend aus dem Wiederaufbau Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mirador de Yanahuara

Der Mirador de Yanahuara im gleichnamigen Kolonialviertel ist einer der meistbesuchten Aussichtspunkte Arequipas und berühmt für seine eleganten Bögen aus weißem Sillar. Diese im 19. Jahrhundert erbauten Steinbögen sind mit eingravierten Versen lokaler Dichter verziert und bilden einen malerischen Rahmen für den Blick auf die Stadt und den markanten Vulkan Misti. 

Church of San Juan Bautista de Yanahuara

Direkt neben dem Aussichtsplatz befindet sich die barocke Kirche San Juan Bautista, die das historische Ambiente des Viertels unterstreicht. Besonders zum Sonnenuntergang zieht der Ort Besucher an, die hier nicht nur das Panorama genießen, sondern in den umliegenden Gassen auch traditionelle Spezialitäten wie das Queso Helado probieren können.

Mercado San Camilo

Der Mercado San Camilo ist der älteste und bedeutendste Marktplatz von Arequipa und gilt als das lebendige, kulinarische Herz der Stadt. Das beeindruckende Gebäude wurde im Jahr 1938 nach einem Erdbeben an seiner heutigen Stelle wiedereröffnet. In den hohen, lichtdurchfluteten Hallen erwartet Besucher ein überwältigendes Angebot an regionalen Produkten, das von hunderten Kartoffelsorten und exotischen Früchten aus dem Amazonasbecken bis hin zu frischen Kräutern und traditionellen Heilmitteln reicht. Besonders bekannt ist der Markt für seine Saftstände und die Garküchen, in denen lokale Spezialitäten serviert werden.

Restaurants

Arequipa nimmt in der peruanischen Gastronomie eine Sonderstellung ein, da sich hier eine tief verwurzelte Tradition mit einer dynamischen Moderne verbindet. Das Herzstück der lokalen Esskultur bilden die traditionsreichen Picanterías, die oft über Generationen hinweg familiengeführt sind. Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren eine moderne Gastronomieszene entwickelt. In den historischen Gassen rund um das Stadtzentrum finden sich heute zahlreiche Restaurants, die ein breites Spektrum abdecken. Viele dieser Lokale nutzen die besondere Architektur der Kolonialbauten und bieten von ihren Dachterrassen aus weite Ausblicke auf die umliegenden Vulkane.

Vlog

Ihr wollt noch mehr von dieser Tour sehen? Auf unserem YouTube-Kanal findet ihr den dazugehörigen Vlog mit vielen weiteren Eindrücken und persönlichen Momenten unserer Reise. Wir freuen uns, wenn ihr uns auch dort begleitet!

Weltreise Vlog #008

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