BIG ISLAND

BIG ISLAND

Hier ist eine überarbeitete Fassung deines Textes. Ich habe die Fakten geprüft, den Lesefluss optimiert und ein paar spannende Details ergänzt, die für einen Reiseblog besonders interessant sind.

Big Island ist nicht nur die östlichste, sondern mit einer Fläche von rund 10.433 km² auch die mit Abstand größte Insel des Hawaii-Archipels – sie ist sogar größer als alle anderen Hauptinseln zusammen. Im Jahr 2020 knackte die Einwohnerzahl die Marke von 200.000, wobei sich das Inselleben hauptsächlich auf die Zentren Hilo, Kailua-Kona und die wachsende Gemeinde Hawaiian Paradise Park verteilt.

Wirtschaft & Kulinarik
Obwohl der Tourismus das wirtschaftliche Herzstück bildet, bewahrt sich die Insel ihren ursprünglichen, landwirtschaftlichen Charme. Big Island ist weltberühmt für:

  • Kona-Kaffee: Einer der exklusivsten Kaffees der Welt, der an den fruchtbaren Hängen der Westküste gedeiht.

  • Macadamia-Nüsse: Die Insel gilt als Zentrum des weltweiten Anbaus.

  • Exotische Früchte: Papayas, Bananen und Ananas profitieren vom tropischen Klima und dem nährstoffreichen Lavaboden.

  • Paniolo-Kultur: Im Hochland (z. B. rund um Waimea) spielt die traditionelle hawaiianische Viehzucht eine zentrale Rolle.

Feuer und Eis: Die Geologie
Geologisch gesehen ist die Insel ein wahres Wunderwerk und wächst durch stetigen Vulkanismus noch immer weiter. Das Landschaftsbild wird von drei Giganten dominiert:

  1. Mauna Kea: Mit 4.205 m der höchste Berg Hawaiis. Misst man von der Basis am Meeresgrund, ist er mit über 10.000 m sogar der höchste Berg der Erde.

  2. Mauna Loa: Einer der massivsten aktiven Vulkane der Welt, dessen Eruptionen die Inselform maßgeblich prägen.

  3. Kīlauea: Er zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt und lockt im Hawaiʻi Volcanoes National Park Besucher mit spektakulären Einblicken in die Schöpfungsgeschichte unserer Erde.

NATIONALPARKS

Hawaii ist die Heimat von faszinierenden Schutzgebieten, die von rauen Lavalandschaften bis zu heiligen historischen Stätten reichen. Insgesamt gibt es im Bundesstaat drei große Nationalparks, die für Besucher eintrittspflichtig sind:

  • Auf Big Island: Der berühmte Hawaiʻi Volcanoes National Park (Heimat des Kīlauea) sowie der Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park, ein einstiger heiliger Zufluchtsort.

  • Auf Maui: Der beeindruckende Haleakalā National Park, bekannt für seinen schlafenden Vulkan und spektakuläre Sonnenaufgänge.

Pässe & Eintrittspreise (Stand 2026)
Wenn du planst, mehrere Parks zu besuchen, hast du zwei attraktive Optionen, um Eintrittsgebühren zu sparen. Beide Pässe sind ab Kauf 12 Monate gültig:

  1. Hawaiʻi Tri-Park Annual Pass ($55 USD): Dieser Pass ist die beste Wahl, wenn du dich nur auf die Inseln konzentrierst. Er deckt den Eintritt für alle drei oben genannten Parks auf Hawaii ab und lohnt sich oft schon ab dem zweiten Parkbesuch.

  2. America the Beautiful Pass: Dieser Pass gewährt Zugang zu über 2.000 Bundes-Erholungsgebieten in den USA.

    • Für internationale Touristen: Seit 2026 kostet der Pass für Besucher ohne US-Wohnsitz $250 USD.

    • Für US-Bürger/Residents: Der Preis liegt weiterhin bei $80 USD.

    • Hinweis: Der Pass befreit internationale Besucher in einigen Parks auf dem US-Festland zudem von der neuen „Non-Resident Fee“ ($100 USD), die in Hawaii-Parks aktuell jedoch nicht erhoben wird.

VOLCANOES NATIONALPARK

Der Hawaiʻi Volcanoes National Park im Südosten von Big Island ist weit mehr als nur ein Naturschutzgebiet – er ist ein lebendiges Labor der Erdgeschichte. Auf einer Fläche von rund 1.348 km² (etwa halb so groß wie das Saarland) erstreckt sich dieses UNESCO-Weltnaturerbe und Biosphärenreservat von der stürmischen Pazifikküste bis hinauf zum Gipfel des massiven Mauna Loa (4.169 m).

Eine Geschichte von Wachstum und Wandel
Gegründet wurde das Schutzgebiet bereits am 1. August 1916, damals noch gemeinsam mit dem Haleakalā auf Maui unter dem Namen „Hawaii National Park“. Seit der Abspaltung des Haleakalā im Jahr 1961 ist der Park auf Big Island stetig gewachsen und hat seine Fläche durch Landkäufe und Schenkungen mehr als verdoppelt. Die Landschaft ist geprägt von Lavafeldern unterschiedlichster Epochen: von jahrhundertealten, bewachsenen Formationen bis hin zu tiefschwarzen, frischen Lavaströmen, die erst vor kurzem erkaltet sind.

Das Herz des Parks: Der Kīlauea
Der Kīlauea gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Besonders der Halemaʻumaʻu-Krater in der Gipfel-Caldera steht im Fokus der Besucher:

  • Bis 2018: Ein spektakulärer Lavasee war das Highlight des Parks. 2015 trat die Lava sogar über den inneren Kraterrand.
  • Der Kollaps 2018: In einem dramatischen Ereignis leerte sich der Lavasee, und der Kraterboden sackte teilweise über 500 Meter tief ein, was das Gesicht des Parks dauerhaft veränderte.
  • Die Rückkehr des Feuers: Seit Ende 2020 kam es immer wieder zu neuen Eruptionen innerhalb des Kraters. In den Jahren 2021 bis 2024 füllte sich der Halemaʻumaʻu mehrfach mit frischer Lava und bildete zeitweise neue, faszinierende Lavaseen, die je nach Aktivitätslevel von den Aussichtspunkten aus sichtbar sind.

Die Eruptionen im Mai 2026
Dass der Park ein Ort ständiger Veränderung ist, bewies der Kīlauea erst vor wenigen Tagen. Nach einer Serie von kleineren Aktivitäten in den Jahren zuvor, kam es im Mai 2026 zu einer neuen, spektakulären Phase:

  • Episode 46: Am 5. Mai 2026 brach der Vulkan im Halemaʻumaʻu-Krater erneut aus. Über neun Stunden lang schossen gewaltige Lavafontänen aus dem Nord-Vent bis zu 200 Meter hoch in den Himmel.
  • Aschefall & Naturschauspiel: Die Eruption war so kraftvoll, dass vulkanische Asche und „Peles Haar“ (feine Glasfäden aus Lava) kilometerweit bis nach Mountain View getragen wurden. Sogar auf dem Highway 11 wurden Lavapartikel gesichtet.
  • Status heute: Obwohl die Fontänen derzeit wieder pausieren, zeigt die Episode 46, wie schnell sich die Lage vor Ort ändern kann. Der Kraterboden ist nun zu etwa 60 % mit frischer, glühender Lava bedeckt, was bei Einbruch der Dunkelheit für ein beeindruckendes Glühen über der Caldera sorgt.

Tipp für Reisende: Da der Vulkan 2026 wieder sehr aktiv ist, solltest du vor deinem Besuch unbedingt die täglichen Updates des Hawaiian Volcano Observatory (USGS) prüfen. Die Parkbereiche rund um den Kraterrand können bei hoher Aschekonzentration kurzfristig gesperrt werden.

Pu'uhonua O Honaunau National Historical Park

An der malerischen Hōnaunau Bay in South Kona liegt der Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park. Auf rund 180 Hektar (ca. 1,7 km²) bewahrt dieses Areal eines der faszinierendsten Kapitel der hawaiianischen Geschichte: die Tradition der Zufluchtsorte.

Das System der Kapu
In der alten hawaiianischen Kultur wurde das Zusammenleben durch das Kapu-System geregelt – ein strenges Geflecht aus heiligen Gesetzen und Verboten. Ein Verstoß gegen ein Kapu galt als Beleidigung der Götter und wurde oft unmittelbar mit dem Tod bestraft.

Die Chance auf Vergebung
Für Gesetzesbrecher gab es nur einen einzigen Weg, ihr Leben zu retten: Sie mussten ihre Verfolger abhängen und ein Puʻuhonua (einen heiligen Zufluchtsort) erreichen. Dies war oft eine lebensgefährliche Flucht, da der Zugang meist nur schwimmend durch die tückische Brandung der Bucht möglich war. Einmal innerhalb der Mauern, geschah das „Wunder“:

  • Ein Priester (Kahuna) führte eine Absolutionszeremonie durch.
  • Die Schuld galt damit als abgewaschen.
  • Der Flüchtige durfte ohne Angst vor weiterer Verfolgung in seine Gemeinschaft zurückkehren.

Heilige Stätten und stumme Wächter
Der Park ist hunderte Jahre alt und strahlt bis heute eine tiefe Spiritualität aus. Besonders beeindruckend ist der Hale o Keawe Heiau, ein rekonstruierter Tempel, der einst die Gebeine von 23 Häuptlingen (Aliʻi) beherbergte. Bewacht wird dieser heilige Tempel von furchteinflößenden Kiʻi – handgeschnitzten Holzstatuen der Götter, die mit grimmigen Gesichtern über die Bucht blicken.

INTERESSANTE ORTE

Abseits der Küsten offenbart Big Island eine faszinierende Wildnis. Entlang der grünen Hāmākua-Küste stürzen majestätische Wasserfälle, wie die berühmten Akaka Falls, in dschungelbewachsene Schluchten. Spektakuläre Aussichtspunkte an Orten wie dem Pololū Valley bieten dabei weite Panoramen über den tiefblauen Pazifik und die schroffen Klippen der Insel.

Das ultimative Highlight ist jedoch der Mauna Kea. Als höchster Berg der Erde (von der Basis gemessen) und heiligster Ort Hawaiis führt er Besucher weit über die Wolken. Auf über 4.000 Metern weicht das tropische Grün einer kargen Mondlandschaft, die Heimat für einige der weltweit bedeutendsten Observatorien ist. Besonders zum Sonnenuntergang wird hier die Verbindung zwischen Erde und Universum greifbar – ein Moment absoluter Stille und Klarheit, der den Geist der Insel perfekt einfängt.

HILO

Mit rund 44.000 Einwohnern ist Hilo das pulsierende Zentrum von Big Island. Die Stadt liegt spektakulär zu Füßen der beiden über 4.000 Meter hohen Giganten Mauna Loa und Mauna Kea. Diese geografische Lage sorgt für ein ganz besonderes Phänomen: Hilo gilt als eine der regenreichsten Städte der USA. Mit durchschnittlich rund 3.280 mm Niederschlag pro Jahr ist die Luft hier herrlich frisch und die Natur von einem fast unwirklichen Grün.

Die exponierte Lage an der Hilo Bay hat jedoch auch ihre Schattenseiten, da die Stadt historisch bedingt besonders anfällig für Tsunamis ist – ein Thema, das im lokalen Tsunami-Museum eindrucksvoll dokumentiert wird.

Während die meisten Touristen die trockene, sonnenverwöhnte Westküste bevorzugen, bietet die „Hilo-Seite“ (Ostküste) unschlagbare Vorteile für Individualreisende:

  • Authentizität: Hilo versprüht echten hawaiianischen Charme, fernab der großen Hotelbunker.
  • Preisleistung: Die Unterkünfte sind hier oft deutlich günstiger als in Kona.
  • Strategische Lage: Wer den Volcanoes Nationalpark erkunden will, spart sich von hier aus lange Anfahrtswege – der Park liegt quasi direkt vor der Haustür! 😉

RAINBOW FALLS

Nur einen Katzensprung von Hilo entfernt liegen die Rainbow Falls (Waiānuenue), die wohl am bequemsten erreichbaren Wasserfälle der Insel. Wer keine Lust auf lange Wanderungen hat, ist hier genau richtig: Ein Parkplatz befindet sich unmittelbar am Aussichtspunkt, sodass man kaum 200 Meter spazieren muss, um das tosende Wasser zu bewundern.

Ihren Namen verdanken die Fälle einem wunderschönen Naturphänomen: Besonders an sonnigen Vormittagen bricht sich das Licht so im Sprühnebel des aufschlagenden Wassers, dass leuchtende Regenbögen über dem Becken tanzen. In Verbindung mit einem Stadtbummel durch Hilo ist dieser kurze Abstecher ein absolutes Muss – ein kleiner Aufwand für ein wirklich beeindruckendes Fotomotiv!

AKAKA FALLS

Ebenfalls nur eine kurze Fahrt von Hilo entfernt erwartet dich der Akaka Falls State Park. Er ist die perfekte Steigerung zu den Rainbow Falls, da er dich auf einem etwa 800 Meter langen Rundweg (Loop Trail) mitten durch einen üppigen, tropischen Garten führt. Überall sprießen riesige Farne, wilde Orchideen und Bambushaine, bis du schließlich den spektakulären Ausblick auf die 135 Meter hohen Akaka Falls erreichst, die majestätisch in eine tiefe Schlucht stürzen.

Preise & Park-Tipps (Stand 2026)

  • Eintritt: Für Besucher ohne Wohnsitz in Hawaii beträgt der Eintritt 5 USD pro Person.

  • Parken: Der offizielle Parkplatz direkt hinter der Schranke kostet 10 USD.

  • Spar-Tipp: Wer die 10 USD sparen möchte, kann (wie viele andere auch) problemlos direkt vor den Schranken am Straßenrand parken. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang, und das Parken ist dort nach wie vor kostenlos.

WAIPI'O VALLEY LOOKOUT

Im Norden von Big Island erwartet dich einer der spektakulärsten Aussichtspunkte der Insel: der Waipi’o Valley Lookout. Von hier oben hast du einen atemberaubenden Blick auf das tiefgrüne Tal, die steilen, bewachsenen Klippen und den markanten schwarzen Sandstrand.

Wichtiger Hinweis zum Zugang (Stand 2026)
Früher war es ein Highlight für Abenteurer, über die extrem steile Straße zum Strand hinunterzuwandern oder mit einem Allradfahrzeug hinabzufahren. Bitte beachte: Der Zugang zum Tal ist derzeit für die Öffentlichkeit (sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto) gesperrt.

  • Hintergrund sind zum einen notwendige Reparaturarbeiten an der instabilen Straße, zum anderen der Schutz der Privatsphäre der lokalen Bewohner und die Wahrung der kulturellen Bedeutung des Tals.

  • Da weite Teile des Tals Privatbesitz sind, sollte man diese Sperrung unbedingt respektieren.

Warum sich der Stopp trotzdem lohnt
Auch wenn der Weg nach unten versperrt bleibt, ist der Ausblick vom offiziellen Lookout absolut lohnenswert. Ein Besuch lässt sich hervorragend in eine Rundreise über die Nordroute integrieren. Anstatt den direkten Weg durch das Inselinnere zu nehmen, fährst du über die malerische Heritage Coast, passierst charmante Orte wie Honokaʻa und wirst mit Panoramen belohnt, die zu den schönsten Fotomotiven Hawaiis zählen.

MAUNA KEA

Der Mauna Kea ist mit einer Gipfelhöhe von 4.205 Metern der unbestrittene König der hawaiianischen Inseln. Doch seine wahre Größe offenbart sich erst durch einen Blick unter die Wasseroberfläche: Misst man von seiner Basis am Meeresgrund, überragt er mit einer Gesamthöhe von 10.203 Metern sogar den Mount Everest und darf sich stolz als höchster Berg der Erde bezeichnen.

Ein heiliger Gipfel und das Tor zum Universum
Für die einheimischen Hawaiianer ist der Mauna Kea weit mehr als ein geologisches Wunder – er ist ein heiliger Ort, der als Verbindung zwischen Himmel und Erde gilt. In der Mythologie ist sein Gipfel der Wohnsitz der Götter. Gleichzeitig bietet der Berg durch seine isolierte Lage mitten im Pazifik und die extrem klare Luft ideale Bedingungen für die Wissenschaft. Das Mauna-Kea-Observatorium beherbergt eine Flotte internationaler Teleskope und gilt als eine der bedeutendsten und größten astronomischen Forschungsstätten der Welt.

Tipps für den Besuch
Den Gipfel zu erreichen, ist ein Abenteuer für sich, bringt aber logistische Herausforderungen mit sich:

  • Die Auffahrt: Ab dem Visitor Information Station (auf ca. 2.800 Metern) ist die Straße unbefestigt und extrem steil. Ein Allrad-Fahrzeug (4WD) mit echter Untersetzung ist hier zwingend vorgeschrieben – herkömmliche Mietwagen (auch viele SUVs) dürfen diesen Abschnitt nicht befahren.
  • Geführte Touren: Alternativ bieten lokale Veranstalter Touren an, die einen sicher zum Sonnenuntergang nach oben bringen.
  • Unsere Erfahrung: Da sowohl die Miete eines speziellen Geländewagens als auch die geführten Touren preislich recht intensiv sind, haben wir uns aus Kostengründen gegen die Fahrt zum Gipfel entschieden.

Tipp: Auch ohne den absoluten Gipfel zu stürmen, lohnt sich die Fahrt bis zum Besucherzentrum. Von dort aus kann man bereits spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten und nachts einen der klarsten Sternenhimmel erleben, die man jemals sehen wird – ganz ohne Allrad-Zwang!

STRÄNDE

Wer an Hawaii denkt, hat sofort endlose Strände vor Augen – und Big Island enttäuscht hier garantiert nicht. Die Insel ist ein wahres Paradies für Küstenliebhaber, wobei die Auswahl fast schon überwältigend ist. Das Besondere hier: Die Strände sind so vielfältig wie die Insel selbst. Von klassischem, weißem Korallensand über dramatische, tiefschwarze Lavastrände bis hin zu versteckten Buchten, die man nur nach einer kleinen Wanderung erreicht, ist alles dabei.

Da man sich bei der riesigen Auswahl kaum entscheiden kann, haben wir für euch vorgefühlt. Während unserer Zeit auf der Insel haben wir einige der schönsten Beach Parks und versteckten Küstenabschnitte besucht. Hier sind unsere persönlichen Favoriten, die ihr bei eurem Trip auf keinen Fall verpassen solltet:

KAIMU BLACK SAND BEACH

Im Osten der Insel, unweit von Hilo, liegt der Kaimū Black Sand Beach – ein Ort, der wie kaum ein anderer die rohe, schöpferische Kraft Hawaiis zeigt. Die Anfahrt von Hilo aus ist unkompliziert, und schon der Weg zum Wasser ist ein Erlebnis für sich: Eine etwa 10- bis 15-minütige Wanderung führt dich über ein weites Feld aus erstarrter Lava.

Das Besondere an Kaimū ist seine Entstehung. Das ursprüngliche Dorf und der alte Strand wurden 1990 komplett von Lavaströmen verschluckt. Heute läufst du über das „neue“ Land direkt auf den tiefschwarzen Sandstrand zu, der von tausenden jungen Kokospalmen gesäumt wird, die die Einheimischen hier als Symbol der Hoffnung gepflanzt haben.

Obwohl Kaimū für uns zu den schönsten und beeindruckendsten Stränden Hawaiis zählt, ist er kein typischer Badestrand:

  • Schwimmen: Aufgrund der extrem starken Brandung und der gefährlichen Strömungen ist das Schwimmen hier lebensgefährlich und nicht ratsam.

  • Ausstattung: Da es sich um ein sehr naturbelassenes Gebiet handelt, gibt es vor Ort keinerlei Einrichtungen wie Duschen oder WCs.

Trotz (oder gerade wegen) dieser Ursprünglichkeit ist die Atmosphäre hier magisch. Das tiefe Schwarz des Sandes im Kontrast zum weißen Gischt des Pazifiks ist ein unvergesslicher Anblick, den man am besten bei einem Picknick genießt.

KEHENA BLACK SAND BEACH

Nur wenige Minuten Fahrt vom Kaimū Beach entfernt erwartet dich ein völlig anderes Erlebnis: der Kehena Black Sand Beach. Er ist einer der wenigen Strände auf Big Island, der fast ausschließlich von Einheimischen und Aussteigern besucht wird und für seine herrlich unangepasste Atmosphäre bekannt ist.

Schon die Ankunft ist besonders: Da es keinen offiziellen Parkplatz gibt, stellt man sein Auto einfach am Straßenrand ab. Von dort führt ein kurzer, aber steiler und etwas felsiger Pfad die Klippen hinunter in die geschützte Bucht. Unten angekommen, steht man auf feinem, tiefschwarzem Sand, der von hohen Felswänden eingerahmt wird.

Als wir dort waren, fühlte es sich eher nach einem kleinen Festival als nach einem klassischen Badestrand an. Es gab Hippie-lastige Live-Musik, Trommelgruppen und eine herrlich entspannte, alternative Stimmung. Man spürt sofort den „Spirit“ der Puna-Region – unbeschwert, bunt und absolut authentisch. Für uns war dieser Ort einer der coolsten und außergewöhnlichsten Stopps der Reise!

PUNALU'U BLACK SAND BEACH

Dieser berühmte Strand im Südosten der Insel bietet alle Annehmlichkeiten eines gut ausgestatteten Beach Parks. Durch die gute Erreichbarkeit und die vorhandene Infrastruktur – inklusive Duschen, WCs und Picknickplätzen – geht es hier zwar deutlich touristischer zu, doch der Besuch lohnt sich allemal.

Das absolute Herzstück von Punaluʻu sind die Honus (Hawaiianische Grüne Meeresschildkröten), die diesen Ort als ihren Stammplatz auserkoren haben. Damit die Tiere in Ruhe rasten können, wurden am Strand spezielle Bereiche markiert. Mit ein wenig Glück kannst du hier beobachten, wie die majestätischen Tiere direkt aus der Brandung gleiten, um sich auf dem warmen, schwarzen Sand die Sonne auf den Panzer scheinen zu lassen.

Gut zu wissen

  • Respektvoller Abstand: Bitte achte unbedingt darauf, die Absperrungen einzuhalten und den Schildkröten nicht zu nahe zu kommen. Das Berühren der Tiere ist streng verboten und wird empfindlich bestraft.

  • Kontrastprogramm: Der tiefschwarze Sand im Kontrast zu den Palmen und dem oft stürmischen Pazifik bietet eine erstklassige Kulisse für Fotos – auch wenn man sich den Platz hier mit ein paar mehr Menschen teilen muss als an den versteckten Buchten.

TWO STEP BEACH

Direkt neben dem historischen Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park im Süden von Kona liegt eine der spektakulärsten Unterwasserwelten der Insel: Two Step. Seinen Namen verdankt der Spot den flachen Lavastufen, über die man bequem ins tiefblaue Wasser steigen kann (fast wie auf einer Treppe).

Wer zum Schnorcheln hierherkommt, wird nicht enttäuscht. Das Wasser ist meist kristallklar und die Korallenriffe sind lebendig und bunt. Wir fanden: Two Step ist weniger ein klassischer Badestrand zum Entspannen, sondern vielmehr ein reiner Schnorchel-Spot.

  • Unterwasserwelt: Man trifft hier auf eine riesige Vielfalt an tropischen Fischen und oft auch auf Meeresschildkröten.

  • Besuch von Delfinen: Mit etwas Glück ziehen am frühen Morgen sogar wilde Spinner-Delfine in der Bucht ihre Kreise.

Wichtige Tipps für den Besuch
Da der Spot extrem beliebt ist, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Parken: Die Parkmöglichkeiten direkt an der Bucht sind sehr begrenzt. Es lohnt sich, früh am Morgen (vor 9:00 Uhr) anzukommen, um einen Platz am Straßenrand zu ergattern.

  • Liegefläche: Es gibt hier keinen Sandstrand, sondern lediglich glattes Lavagestein. Wer sich ausruhen möchte, muss sich auf dem harten Fels niederlassen – gemütliches „Strand-Feeling“ kommt dabei eher weniger auf.

  • Infrastruktur: Es gibt chemische Toiletten vor Ort, aber keine Duschen oder Verpflegungsmöglichkeiten.

Waikoloa BEACH

Der Waikōloa Beach an der sonnigen Kohala-Küste ist ein Ort von herber Schönheit und landschaftlicher Besonderheit. Er grenzt direkt an die Waikōloa Anchialine Pond Preservation Area – ein geschütztes Areal mit faszinierenden Brackwassertümpeln. Diese seltenen Pools entstehen in tiefen Lavaspalten oder eingestürzten Lavaröhren und werden unterirdisch sowohl mit Süßwasser als auch mit salzigem Meerwasser gespeist. Ein Spaziergang durch dieses geschützte Ökosystem ist absolut empfehlenswert.

Was den Waikōloa Beach so besonders macht, ist das dramatische Farbspiel: Das tiefschwarze, raue Lavagestein vermischt sich hier mit strahlend weißen Korallen-Bruchstücken. Dieser Kontrast ist unglaublich fotogen und macht den Küstenabschnitt ideal für ausgedehnte Erkundungstouren zu Fuß.

Wenn du nach der Bewegung die Seele baumeln lassen möchtest, musst du nur ein Stück weitergehen. Dort öffnet sich ein wunderschöner, sandiger Strandabschnitt (oft auch als ʻA-Bay bekannt), der perfekte Liegemöglichkeiten bietet. Mit seinen schattenspendenden Palmen und dem meist ruhigen Wasser ist dieser Bereich der ideale Spot für einen rundum entspannten Tag am Strand – inklusive herrlicher Sonnenuntergänge.

MAUNA KEA BEACH (KAUNA'Oa)

Der Mauna Kea Beach, offiziell als Kaunaʻoa Bay bekannt, ist für viele einer der schönsten Strände der gesamten USA. Er liegt versteckt hinter der Zufahrt zum exklusiven Mauna Kea Beach Hotel. Doch lass dich von der Hotelpforte nicht abschrecken: Der Strand ist öffentlich zugänglich!

Tipps für den Zugang
Da der Strand so beliebt ist, wird der Zugang zum kostenlosen, öffentlichen Parkbereich streng kontrolliert:

  • Frühaufsteher-Bonus: Es gibt nur etwa 40 öffentliche Parkplätze. Sobald diese belegt sind, wird kein Auto mehr durchgelassen. Es lohnt sich also, spätestens um 9:00 Uhr morgens am Kassenhäuschen zu sein.

  • Der Weg: Nach dem Check-in an der Hotelpforte (wo du einen Parkausweis erhältst) führt ein kurzer, malerischer Fußweg direkt zum Strand.

Warum sich die Mühe lohnt
Der Strand selbst ist ein absoluter Traum aus feinstem, hellem Sand und türkisblauem, ruhigem Wasser. Die Bucht ist perfekt geschützt, was sie ideal zum Schwimmen und Schnorcheln macht. Abends wird der Bereich vor dem Hotel oft beleuchtet, um Mantarochen anzulocken – ein magischer Anblick, den man sogar vom Ufer aus genießen kann. Für uns war dieser Strand definitiv jede Mühe wert!

SPENCER BEACH PARK

Im Nordwesten von Big Island gelegen, ist der Spencer Beach Park ein echter Favorit für alle, die einen unkomplizierten und entspannten Tag am Meer suchen. Im Gegensatz zu vielen wilden Küstenabschnitten der Insel punktet dieser Park mit einer hervorragenden Infrastruktur und sanften Bedingungen.

Der Park bietet wirklich alles, was man für einen perfekten Strandtag braucht:

  • Ausstattung: Saubere Duschen, WCs und großzügige, schattige Picknick-Bereiche machen den Aufenthalt extrem komfortabel.

  • Badespaß: Das Wasser fällt hier sehr flach ab, was den Strand besonders sicher und angenehm zum Schwimmen macht – ideal auch für Familien mit Kindern.

  • Erreichbarkeit: Ein großer Pluspunkt ist die Parkplatzsituation; man kann unweit des Sandes parken, sodass mühsame Schlepperei von Kühlboxen und Strandequipment entfällt.

Durch die schützenden Riffe ist das Wasser meist ruhig und klar, was den Spencer Beach zu einem der „einfachsten“ und zugleich schönsten Strände für einen Tag voller Entspannung macht. Einfach perfekt!

VLOGS

Ihr wollt noch mehr von dieser Tour sehen? Auf unserem YouTube-Kanal findet ihr den dazugehörigen Vlog mit vielen weiteren Eindrücken und persönlichen Momenten unserer Reise. Wir freuen uns, wenn ihr uns auch dort begleitet!

Weltreise Vlog #029

Anreise nach hawaii

Weltreise Vlog #030

Hilo & Wasserfälle

Weltreise Vlog #031

volcanoes Nationalpark

Weltreise Vlog #032

die schönsten Strände 1

Weltreise Vlog #033

die schönsten strände 2