HOI AN
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Hoi AN
ANDY
veröffentlicht am
27.05.2024
Allgemeine Infos zur Reise
- 09.07.23 - 17.07.23
- 9 Tage
- Weltreise
HOI AN
Die vietnamesische Stadt Hội An, gelegen in der zentralen Provinz Quảng Nam, ist ein bedeutendes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region. Bekannt für ihre gut erhaltene historische Altstadt, die seit 1999 als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz steht, zieht die Küstenstadt jährlich zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an.
Hội An erstreckt sich über eine Fläche von rund 60 Quadratkilometern (km²) und beheimatet etwa 150.000 Einwohner. Geografisch liegt die Stadt in der Provinz Quảng Nam, direkt an der Mündung des geschichtsträchtigen Thu-Bồn-Flusses in das Südchinesische Meer, nur rund 30 Kilometer südlich der Metropole Đà Nẵng. Das Klima in Hội An ist tropisch-feucht und wird stark vom Monsun geprägt, was das Jahr in zwei markante Jahreszeiten teilt:
Die Trockenzeit (Februar bis August):
Die Temperaturen steigen im Sommer oft auf heiße 30 bis 35 Grad Celsius an. Das Wetter ist sonnig und trocken.Die Regenzeit (September bis Januar):
Diese Periode bringt häufig heftige Niederschläge und kühlere Temperaturen mit sich. Aufgrund der flachen geografischen Lage am Flusslauf kommt es in den Herbstmonaten (besonders im Oktober und November) in der historischen Altstadt regelmäßig zu Überschwemmungen.
Geschichte und Entwicklung: Vom Welthafen zum Welterbe
Die Ursprünge Hội Ans reichen bis in das 4. Jahrhundert zurück, als die Region unter der Herrschaft des Champa-Königreichs stand. Seine größte Blütezeit erlebte der Ort jedoch vom 16. bis zum späten 18. Jahrhundert unter den Nguyễn-Fürsten. Als einer der bedeutendsten Handelshäfen Südostasiens lag Hội An strategisch günstig an der maritimen Seidenstraße. Kaufleute aus China, Japan, den Niederlanden und Portugal ließen sich hier nieder, errichteten eigene Viertel und prägten das Stadtbild nachhaltig.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlor der Hafen durch die zunehmende Versandung der Flussmündung des Thu Bồn drastisch an Bedeutung. Der internationale Schiffsverkehr verlagerte sich ins nahegelegene Đà Nẵng. Da moderne Bauprojekte in der Folgezeit ausblieben und die Stadt im Vietnamkrieg fast unversehrt blieb, blieb der historische Stadtkern im Originalzustand des 17. und 18. Jahrhunderts erhalten. 1999 würdigte die UNESCO diesen außergewöhnlichen Erhaltungszustand und erklärte die Altstadt zum Weltkulturerbe.
Wirtschaft: Das Erbe des Handels im modernen Gewand
War Hội An früher von internationalem Warenhandel und Fischerei geprägt, so ist die heutige Wirtschaft untrennbar mit dem Tourismus verbunden. Die Stadt hat sich als eines der wichtigsten Reiseziele Vietnams etabliert. Neben dem klassischen Dienstleistungssektor floriert vor allem das traditionelle Handwerk, das direkt an die historische Rolle der Stadt als Handelsplatz anknüpft:
Textil- und Schneiderhandwerk:
Hội An ist weltweit für seine hohe Dichte an Schneidereien bekannt. Diese fertigen für Reisende Maßkleidung oft innerhalb von 24 Stunden an.Manufakturen:
Die Herstellung von Seide, Holzschnitzereien, Keramik sowie den typischen bunten Seidenlaternen sichert zahlreichen Familienbetrieben ein stabiles Einkommen.
Kultur: Ein lebendiges Mosaik der Einflüsse
Kulturell ist Hội An ein faszinierender Schmelztiegel. Die Architektur der Altstadt spiegelt die Harmonie verschiedener asiatischer Baustile wider. Das berühmteste Wahrzeichen ist die Japanische Brücke (Chùa Cầu), eine überdachte Holzbrücke aus dem 16. Jahrhundert, die einst das japanische mit dem chinesischen Viertel verband. Neben detailreichen chinesischen Versammlungshäusern prägen traditionelle vietnamesische Holzhäuser und französische Kolonialbauten das Bild.
Ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens ist das monatliche Laternenfest. An jedem 14. Tag des Mondkalenders schaltet die Altstadt am Abend die elektrischen Lichter aus. Die Gassen werden dann ausschließlich vom warmen Schein tausender bunter Seidenlaternen erleuchtet, während auf dem Fluss kleine Papierlaternen mit Kerzen zu Wasser gelassen werden.
Auch kulinarisch hat die Stadt eine ganz eigene Identität entwickelt. Gerichte wie Cao Lầu (dicke Nudeln mit Schweinefleisch und frischen Kräutern) oder White Rose Dumplings spiegeln die jahrhundertealten Einflüsse der verschiedenen Händlerkulturen wider.
Hoi AN NightMARKET
Der Hoi An Nightmarket (Nachtmarkt) in Vietnam ist einer der charmantesten und lebendigsten Märkte in Südostasien. Er befindet sich auf der Insel An Hoi, direkt gegenüber der historischen Altstadt, und öffnet täglich am Abend seine Pforten. Hier sind die wichtigsten Highlights, die den Markt so besonders machen:
Das Lichtermeer:
Das absolute Markenzeichen sind die hunderten von bunten, traditionellen vietnamesischen Seidenlaternen, die die Stände und Straßen in ein warmes, magisches Licht tauchen. Sie sind ein extrem beliebtes Fotomotiv.
Kulinarische Entdeckungen:
Der Markt ist ein Paradies für Street-Food-Liebhaber. Hier kann man lokale Spezialitäten wie Cao Lau (einzigartige Nudelgerichte aus Hoi An), Banh Mi (vietnamesische Sandwiches), gegrillte Spieße, Bananen-Pfannkuchen und frische Meeresfrüchte probieren



Souvenirs und Handwerk:
An den rund 150 Ständen findet man eine riesige Auswahl an handgemachten Souvenirs, Kleidung, Schmuck, Holzschnitzereien und natürlich Laternen, die man oft auch zusammenfalten und im Koffer mit nach Hause nehmen kann.
Die Atmosphäre:
Neben dem Shopping bietet der Markt eine tolle Kulisse direkt am Thu-Bon-Fluss. Viele Besucher verbinden den Bummel mit einer kurzen Bootsfahrt, bei der man kleine, brennende Papierlaternen mit Wünschen auf dem Wasser schwimmen lässt.
Thu Bon RIVER
Der Thu Bon River ist die Lebensader von Hoi An und prägt das Gesicht der Stadt wie kaum ein anderes Element. Als historischer Handelsweg zog der Fluss im 16. und 17. Jahrhundert Schiffe aus aller Welt an und machte die Stadt zu einem der bedeutendsten Häfen Südostasiens, dessen kulturelles Erbe man noch heute in der Altstadt spüren kann. Am Tag lädt das Flussufer zu Spaziergängen oder Bootsausflügen in die umliegenden Handwerksdörfer ein, während man in den Cafés am Ufer das alltägliche Treiben beobachten kann. Seine wahre Magie entfaltet der Fluss jedoch nach Sonnenuntergang. Dann spiegeln sich unzählige bunte Laternen im Wasser, und traditionelle Holzboote gleiten lautlos über die Strömung. Ein besonderes Erlebnis ist es, eine kleine, brennende Papierlaterne auf das Wasser zu setzen, was nach lokalem Brauch Glück und Gesundheit bringen soll und den Thu Bon in ein funkelndes Lichtermeer verwandelt.
Chua Cau Brücke
Die Chua Cau Brücke, auch bekannt als die Japanische Brücke, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Hoi An und wurde im frühen 17. Jahrhundert von der japanischen Handelsgemeinschaft erbaut. Sie verbindet das japanische Viertel mit dem chinesischen Viertel der Stadt. Sie ist aus Holz und Stein gebaut und überdacht, um Schutz vor Sonne und Regen zu bieten. In der Mitte der Brücke befindet sich ein kleiner Schrein, der dem nordischen Gott Tran Vo Bac De gewidmet ist, der nach dem Glauben der Bewohner die Brücke und die Menschen vor Unglück und Naturkatastrophen schützt. Als wir Hoi An besuchten, war die Brücke mittlerweile „abgesperrt“ und hätte Eintritt gekostet, weswegen wir sie uns nicht näher angeschaut haben.
TAILOR
Vietnam und speziell Hoi An ist weltberühmt für seine Schneider und maßgeschneiderten Kleidungsstücke. Die Stadt bietet eine Fülle von Schneidereien, die für ihre Qualität, Geschwindigkeit und erschwinglichen Preise bekannt sind. Hoi An hat eine lange Tradition der Textil- und Schneiderkunst, die auf die Zeit zurückgeht, als die Stadt ein bedeutender Handelshafen war. Es gibt Hunderte von Schneidereien in der Stadt, die eine breite Palette von Stoffen und Stilen anbieten. Wer also ein neues Hemd, Anzug oder ein Kleid braucht, sollte mal vorbeischauen.
Lo Gach Cu Cau Tre
Dieser Ort ist relativ gut über Google Maps zu finden und besteht mehr oder weniger aus einem Turm, der inmitten von Reisfeldern liegt. Zugang zum erhält man über ein Café, das einen kleinen Eintrittspreis für den Bambussteg verlangt, über den man zum Turm gelangt. Kauft man sich dort auch etwas zu trinken, wird der Eintrittspreis verrechnet. Für einen kurzen Rollerausflug ist die Location unserer Meinung nach bestens geeignet.
Cam Thanh / CAm Kim
Cam Thanh liegt etwa 5 km südöstlich von Hoi An, in der Nähe des Thu Bon Flusses. Das Dorf ist leicht mit dem Fahrrad, Roller oder Taxi von Hoi An aus zu erreichen. Viele Touren und Ausflüge bieten Transporte und geführte Touren an. Cam Thanh ist berühmt für seine dichten Kokosnusspalmenwälder, die eine malerische und ruhige Landschaft bieten. Diese Wälder erstrecken sich über mehrere Kilometer entlang der Flussufer.
Die Cam Kim Reisfelder befinden sich auf der Cam Kim Insel, die durch den Thu Bon Fluss von Hoi An getrennt ist. Von Hoi An aus kann man die Insel leicht mit dem Boot oder über eine Brücke erreichen. Viele Besucher mieten Fahrräder oder Roller, um die Insel zu erkunden. Die Cam Kim Reisfelder sind bekannt für ihre weiten, grünen Flächen. Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, die kleinen Dörfer um Hoi An mit dem Roller zu erkunden.
An Bang Beach
An Bang Beach liegt etwa 4 km nordöstlich von Hoi An und ist leicht mit dem Fahrrad, Roller oder Taxi zu erreichen. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und bietet reichlich Platz zum Schwimmen, Sonnenbaden und Entspannen. Entlang des Strandes gibt es viele Strandbars und Restaurants, die frische Meeresfrüchte, vietnamesische Küche und internationale Gerichte servieren. Diese bieten oft auch Liegestühle und Sonnenschirme zur Miete an.
Vlogs
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Weltreise Vlog #133
Hoi An - Altstadt & Night Market
Weltreise Vlog #134
















