QUITO

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veröffentlicht am
20. September 2022

Allgemeine Infos zur Reise

QUITO

Quito gilt als eine der faszinierendsten Hauptstädte Südamerikas und ist weltweit bekannt für ihre spektakuläre Höhenlage im Herz der Anden, ihr besterhaltenes kolonialer Altstadtkern sowie ihre unmittelbare Nähe zur Äquatorlinie. Als zweithöchstgelegene Hauptstadt der Erde verbindet die chilenisch-andine Metropole reiches historisches Erbe mit einer imposanten Bergkulisse.

Allgemeine Daten
Quito (San Francisco de Quito) erstreckt sich über eine Fläche von rund 372 km² im unmittelbar besiedelten Stadtgebiet und zählt etwa 1,8 Millionen Einwohner (in der gesamten Metropolregion rund 2,7 Millionen). Damit ist sie nach Guayaquil die zweitbevölkerungsreichste Stadt Ecuadors und der politische sowie kulturelle Sitz der Regierung. Administrative Besonderheit: Das Stadtgebiet bildet den Distrito Metropolitano de Quito. Städtebaulich erstreckt sich Quito über eine Länge von mehr als 40 Kilometern, ist jedoch an manchen Stellen nur wenige Kilometer breit. Die Stadt gliedert sich im Wesentlichen in die historische Altstadt (Centro Histórico), das moderne Geschäftsviertel im Norden (La Mariscal und González Suárez) sowie die Wohn- und Industriegebiete im Süden.

Geographie und Klima
Geografisch liegt Quito im Norden Ecuadors in einem Hochtal des Anden-Hauptkamms auf einer durchschnittlichen Höhe von etwa 2.850 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt schmiegt sich an die östlichen Hänge des aktiven Vulkans Pichincha. Wegen der Lage nahe dem Äquator herrscht ein ganzjährig gleichbleibendes, gemäßigtes Hochlandklima (Klima des ewigen Frühlings):

  • Tagesverlauf:
    Die Tagestemperaturen liegen ganzjährig konstant bei angenehmen 18 °C bis 21 °C, kühlen aber nach Sonnenuntergang auf etwa 8 °C bis 10 °C ab.

  • Niederschlag:
    Die Monate Juni bis August gelten als trockenste und sonnigste Zeit des Jahres, während zwischen Oktober und Mai mit regelmäßigen Nachmittagsregenfällen zu rechnen ist.

Geschichtliche Entwicklung
Vor der Ankunft der Europäer war die Region ein bedeutendes Handels- und Machtzentrum der Kitu-Kultur und wurde im 15. Jahrhundert von den Inka erobert, die Quito zu einem nördlichen Hauptsitz ihres Reiches ausbauten. Am 6. Dezember 1534 wurde die Stadt vom spanischen Konquistador Sebastián de Belalcázar unter dem Namen San Francisco de Quito neu gegründet. Während der Kolonialzeit entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der religiösen Kunst und Architektur (Escuela Quiteña). 1822 errang die Stadt in der berühmten Schlacht am Pichincha unter General Antonio José de Sucre die Unabhängigkeit von Spanien und wurde Teil von Großkolumbien, bevor Ecuador 1830 eine eigenständige Republik wurde. Im Jahr 1978 wurde das historische Zentrum von Quito – zusammen mit Krakau – als eine der ersten beiden Städte überhaupt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Wirtschaftliche und kulturelle Aspekte
Wirtschaftlich ist Quito das administrative, finanzielle und Dienstleistungszentrum Ecuadors. Neben dem öffentlichen Sektor prägen der Textil-, Nahrungsmittel- und Erdölsektor sowie der internationale Tourismus die lokale Wirtschaft. Kulturell besticht die Stadt durch ihre barocke Architektur mit kunstvoll verzierten Kirchen, darunter die goldbedeckte Iglesia de la Compañía de Jesús und die imposante Basílica del Voto Nacional. Kulinarisch stehen andine Spezialitäten wie Locro de Papa (Kartoffelsuppe mit Käse und Avocado) und frische Tropenfrüchte im Mittelpunkt.

Wichtige Informationen für Touristen
Für die Planung eines Aufenthalts bieten sich folgende Eckdaten an:

  • Beste Reisezeit:
    Die Sommermonate (Juni bis September) bieten das sonnigste Wetter für Erkundungen und Ausflüge in die Anden.

  • Infrastruktur:
    Der moderne internationale Flughafen Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre (UIO) liegt etwa 18 Kilometer östlich der Stadt im Tababela-Tal. Für den Nahverkehr steht neben den Bus-Schnellsystemen (Trolleybús und Metrobus) die neu erbaute Metro de Quito zur Verfügung – das erste U-Bahn-System Ecuadors.

  • Höhenanpassung & Kosten:
    Wegen der Höhe von 2.850 Metern sollten Reisende die ersten Tage ruhig angehen lassen, um Symptomen der Höhenkrankheit (Soroche) vorzubeugen. Die offizielle Landeswährung ist der US-Dollar; das Preisniveau für Unterkunft und Verpflegung liegt spürbar unter westeuropäischem Standard.

Auf unserer Weltreise sind wir in Quito gelandet und von dort aus ins Cuyabeno Reserve weitergefahren. Anschließend haben wir einige Tage in der Stadt verbracht, bevor es von dort aus per Inlandsflug auf die Galapagosinseln ging. Die Weiterreise nach Hawaii ging schließlich auch wieder über Quito. 

Insgesamt haben wir also schon ein paar Tage dort verbracht, auch wenn wir doch oft mit Organisatorischem beschäftigt waren. Dennoch haben wir einen guten Einblick in die Stadt bekommen. Die für uns interessantesten Sehenswürdigkeiten waren:

Basílica del Voto Nacional

Die Basílica del Voto Nacional ist ein monumental ausgebildetes Gotteshaus in der historischen Altstadt von Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Sie thront auf einer Anhöhe im Norden des kolonialen Zentrums und gilt als der größte neugotische Kirchenbau auf dem südamerikanischen Kontinent.

Die Entstehung der Basilika geht auf ein nationales Gelübde aus dem Jahr 1873 zurück, mit dem das Land dem Herzen Jesu geweiht wurde. Der Entwurf stammt von dem französischen Architekten Émile Tarlier, der sich stark von der Kathedrale von Bourges inspirieren ließ. Die Bauarbeiten begannen im Juli 1892 unter Präsident Luis Cordero Crespo und wurden über Jahrzehnte hinweg durch nationale Spenden, Sondersteuern und staatliche Mittel finanziert. Zwar segnete Papst Johannes Paul II. das Bauwerk bei seinem Besuch im Jahr 1985 ab und die Kirche wurde 1988 offiziell eingeweiht, doch gilt das Bauwerk im Volksmund bis heute als technisch unvollendet – eine lokale Legende besagt gar, dass das Ende der Welt bevorstehe, sollte die Basilika jemals komplett fertiggestellt werden.

Architektonisch beeindruckt das Bauwerk durch seine gewaltigen Dimensionen: Die Basilika erstreckt sich über eine Länge von 140 Metern und eine Breite von 35 Metern, während das Hauptschiff eine Höhe von 30 Metern erreicht. Die beiden markanten Fassadentürme ragen 115 Meter in den Himmel über Quito empor und prägen die Silhouette der Stadt maßgeblich.

Einzigartig an der neugotischen Gestaltung der Basílica del Voto Nacional ist die Anpassung der klassischen europäischen Formensprache an die ecuadorianische Fauna und Flora. Anstelle der traditionellen Wasserspeier, Dämonen oder Fabelwesen europäischer Gotik zieren einheimische Tiere Ecuadors die Außenfassade:

  • Galápagos-Schildkröten: Steinernes Kunsthandwerk entlang der Wandabschnitte.

  • Pumas und Kondore: Plastische Wasserspeier an den Obergaden und Strebepfeilern.

  • Leguane, Gürteltiere und Krokodile: Detailreiche Figuren, die als architektonische Wächter der Fassade dienen.

Im Inneren des dreischiffigen Raumes dominieren farbenprächtige Glasfenster, welche die Leidensgeschichte Christi sowie die Wappen der ecuadorianischen Provinzen darstellen. Besucher können über steile Metalltreppen und Holzstiege im Dachstuhl bis in die Spitzen der Aussichtstürme gelangen, von wo aus sich ein ununterbrochener Rundumblick über die Andenmetropole und die umliegenden Vulkane eröffnet.

Die Basilika ist 140 Meter lang und 35 Meter breit. Das Querschiff erreicht eine Höhe von 74 Metern, die beiden Türme ragen 115 Meter hoch. Die Basilika ist damit die zweithöchste Kirche Lateinamerikas nach der Kathedrale von Maringá. Die Türme der Kirche sind für Touristen zugänglich, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Stadt hat.

Basílica San Francisco & Plaza San Francisco

Die Iglesia y Convento de San Francisco bildet zusammen mit der direkt vorgelagerten Plaza de San Francisco das imposante Herzstück der historischen Altstadt von Quito. Der im 16. Jahrhundert gegründete Gebäudekomplex erstreckt sich über fast zwei Hektar und gilt als das größte zusammenhängende architektonische Ensemble in ganz Lateinamerika, weshalb die Anlage häufig auch als „Das Escorial der Neuen Welt“ bezeichnet wird. Die Entstehung des Ensembles reicht in das Jahr 1535 zurück, nur wenige Wochen nach der offiziellen Gründung der Stadt Quito durch die spanischen Konquistadoren. Auf dem Areal standen zuvor Paläste und militärische Anlagen des Inka-Herrschers Atahualpa, die vor dem Einmarsch der Spanier niedergebrannt worden waren. Unter der Leitung des flämischen Franziskanermönchs Jodoco Ricke begann der Bau der Kirche und des Klosters. Das über Jahrzehnte hinweg gewachsene Bauwerk vereint Elemente der Renaissance, des Manierismus und des Barock.

Ein markantes Kennzeichen der Fassade ist der Treppenaufgang zur Terrasse des Atriums, der in einer eleganten Doppel-Semicircular-Form angelegt ist und Entwürfen italienischer Meister wie Bernini ähnelt. Über dem Portal ragen zwei symmetrische Glockentürme empor, deren obere Stockwerke nach schweren Erdbeben im 19. Jahrhundert in vereinfachter Form wiederaufgebaut wurden. Das Innere der dreischiffigen Kirche zeichnet sich durch seinen enormen Reichtum an Kunstschätzen aus, die der berühmten Kunstschule von Quito (Escuela Quitena) entstammen. Goldverzierte Altarretabel, geschnitzte Chorgestühle und eine Mudejar-Kassettendecke prägen das Hauptschiff. Am Hauptaltar thront die weltberühmte Virgen de Quito, eine von dem Bildhauer Bernardo de Legarda im 18. Jahrhundert geschaffene geflügelte Holzskulptur der Maria.

Die weitläufige, leicht geneigte Plaza de San Francisco bildet das städtische Fundament vor der Basilika. Der gepflasterte Platz diente über Jahrhunderte hinweg als zentraler Handelsmarkt, Treffpunkt und Wasserversorgungsstelle der Stadt. Heute ist der Platz ein geschätzter Veranstaltungsort für religiöse Prozessionen, kulturelle Feste und das tägliche öffentliche Leben der ecuadorianischen Hauptstadt.

VLOG

In Quito haben wir weniger bestimmte Sehenswürdigkeiten angeschaut, sondern die Stadt eher beim Durchschlendern auf uns wirken lassen. In unserem Vlog haben wir noch ein paar Eindrücke der Stadt festgehalten. 

Weltreise Vlog #018

Quito

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