Thailand Norden
Unsere Erlebnisse im
Der Norden Thailands unterscheidet sich geografisch und kulturell stark vom palmengesäumten Süden des Landes. Die drei eng miteinander verbundenen Destinationen liegen in den Provinzen Chiang Mai und Mae Hong Son, wobei Chiang Mai mit einer urbanen Bevölkerung von rund 130.000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der gesamten Region bildet. Das kleinere Chiang Rai liegt weiter nordöstlich nahe dem Grenzgebiet, während das idyllische Dorf Pai mit nur wenigen Tausend Einwohnern tief in den Bergen versteckt liegt. Gezahlt wird mit dem Thailändischen Baht (THB). Geografisch ist die Region durch die Ausläufer des Himalaya geprägt: Sie besteht aus dichten, nebelverhangenen Dschungelbergen, fruchtbaren Flusstälern und dem höchsten Berg des Landes, dem Doi Inthanon.
Das Klima im Norden ist dreigeteilt und aufgrund der Höhenlage spürbar kühler als im Rest des Landes. Die beste Reisezeit liegt in den Monaten November bis Februar, wenn ein angenehm trockenes und mildes Klima herrscht, bei dem es nachts in den Bergen empfindlich kalt werden kann. Ab März beginnt die heiße Phase, die oft von der landwirtschaftlichen Brandrodung („Burning Season“) geprägt ist, bevor von Juni bis Oktober der Südwestmonsun kräftige Regenfälle und eine erblühende, tiefgrüne Natur bringt.
Geschichtlich blickt der Norden auf eine völlig eigenständige Identität zurück, da die Region über Jahrhunderte das unabhängige Königreich Lanna (das „Reich der Millionen Reisfelder“) bildete, welches erst im späten 19. Jahrhundert vollständig in das damalige Siam integriert wurde. Chiang Mai wurde bereits 1296 als dessen Hauptstadt gegründet. Diese Epoche prägte den einzigartigen Lanna-Architekturstil der unzähligen Tempelanlagen, wie dem berühmten Wat Phra That Doi Suthep in Chiang Mai oder dem modernen, kunstvollen Weißen Tempel (Wat Rong Khun) in Chiang Rai. Die isolierte Bergregion um Pai und die Grenzgebiete sind zudem seit Generationen die Heimat verschiedener ethnischer Minderheiten (Bergvölker wie die Karen, Hmong und Lahu), die bis heute ihre eigenen Sprachen, Trachten und Traditionen pflegen.
