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Andy 2025

ANDY

veröffentlicht am
15. Juni 2023

Allgemeine Infos zur Reise

Tokyo

Toyko, die Hauptstadt Japans, ist nicht nur das politische und wirtschaftliche Herz des Landes, sondern auch eines der bedeutendsten urbanen Zentren der Welt. Für Reisende bietet die Metropole einen einzigartigen Kontrast: Hier treffen futuristische Wolkenkratzer und neonbeleuchtete Straßen direkt auf jahrhundertealte Tempel und tief verwurzelte Traditionen.

KategorieDetails & Fakten für „Toyko“
StatusHauptstadt von Japan (seit 1868, ehemals Edo)
Einwohner (Präfektur)ca. 14,2 Millionen
Einwohner (Metropolregion)ca. 33 bis 37 Millionen („Greater Toyko“)
Flächeca. 2.194 km² (Präfektur Toyko)
Bevölkerungsdichteca. 6.400 Einwohner pro km²
WährungJapanischer Yen (JPY)

Globale und nationale Bedeutung
Toyko ist das unbestrittene Zentrum Japans. Im Jahr 1868 löste die Stadt (damals noch unter dem Namen Edo) Kyoto als kaiserlichen Regierungssitz ab. Heute fungiert die Stadt als globaler Knotenpunkt für Finanzen, Technologie und Kultur. Im internationalen Vergleich – etwa im bekannten Global Power City Index – belegt Toyko regelmäßig Spitzenplätze direkt hinter London und New York. Die Stadt beheimatet die renommiertesten Universitäten des Landes, internationale Großkonzerne und ist der Sitz der japanischen Regierung sowie des Kaisers.

Kultur: Das harmonische Paradoxon
Die Kultur Toykos lässt sich am besten als ein perfekt organisiertes Zusammenspiel aus Alt und Neu beschreiben.

Traditionelles Erbe
Trotz der extremen Modernisierung pflegt Toyko seine Geschichte. Mitten im hypermodernen Wolkenkratzerviertel Asakusa steht mit dem Senso-ji der älteste Tempel der Stadt (erbaut im 7. Jahrhundert). Ruhepole wie der Meiji-Schrein, eingebettet in einen dichten Wald, oder die kaiserlichen Gärten bieten einen starken Kontrast zum hektischen Alltag. Traditionelle Feste (Matsuri) und Teezeremonien haben im Leben der Toykoter nach wie vor einen festen Platz.

Moderne Kultur
Auf der anderen Seite steht Toyko für globale Trends und Subkulturen. Das Viertel Akihabara ist das weltweite Mecca für Anime-, Manga- und Gaming-Fans. In Harajuku (insbesondere in der Takeshita Street) lässt sich die exzentrische Modeszene beobachten, während Shibuya mit seiner weltberühmten Kreuzung den Puls der modernen Großstadt verkörpert.

Infrastruktur und Lebensqualität

  • Der Nahverkehr:
    Das U-Bahn- und Zugnetz Toykos gilt als das pünktlichste, sauberste und effizienteste der Welt. Trotz gigantischer Passagierzahlen läuft das System minutengenau.

  • Sicherheit und Sauberkeit:
    Toyko zählt konstant zu den sichersten Großstädten weltweit. Kriminalität ist extrem gering, und trotz des Mangels an öffentlichen Mülleimern sind die Straßen bemerkenswert sauber.

  • Kulinarik:
    Toyko ist eine weltweite Food-Metropole und besitzt mehr Michelin-Sterne als jede andere Stadt. Das Angebot reicht von günstigem, exzellentem Streetfood (wie Ramen oder Takoyaki) in den Izakayas (japonischen Kneipen) bis hin zu hochpreisigen Sushi-Restaurants der Extraklasse.

Rainbow Bridge

Die Rainbow Bridge ist eine der bekanntesten Hängebrücken über den Hafen von Toyko. Sie befindet sich im nördlichen Teil der Bucht von Toyko und verbindet den Shibaura-Kai mit der künstlichen Insel Odaiba im Stadtbezirk Minato. Die 1993 fertiggestellte Brücke hat eine Gesamtlänge von 798 Metern und ist eine logistische Meisterleistung: Der Verkehr wird auf zwei Ebenen befördert, auf denen Schnellstraßen, eine reguläre Autostraße und die fahrerlose Yurikamome-Bahnlinie verlaufen.

Für Fußgänger gibt es tagsüber die Möglichkeit, die Brücke kostenlos über zwei Promenaden (die Nord- und Südroute) zu überqueren, was einen spektakulären Panoramablick auf die Stadt garantiert. Wir sind mit dem LCB (Low Cost Bus) vom Flughafen Narita in Richtung Shibuya gefahren und hatten während der Fahrt eine fantastische Aussicht auf die imposante Brücke und die Skyline von Toyko. Ihren Namen verdankt die Brücke übrigens den solarbetriebenen LED-Leuchten, die sie nachts in verschiedenen Farben – und zu besonderen Anlässen in Regenbogenfarben – erstrahlen lassen.

SHIBUYA

Wer das energiegeladene, neonbeleuchtete Toyko sucht, findet es in Shibuya. Der zentrale Stadtbezirk ist das unbestrittene Zentrum für Mode, Trends und das Nachtleben der Metropole. Vor allem für junge Menschen und internationale Reisende ist Shibuya der erste Anlaufpunkt, um den ungestümen Puls der Megacity hautnah zu spüren.

  • Bedeutung: Eines der wichtigsten kommerziellen Zentren Toykos und ein globaler Knotenpunkt für Mode und Popkultur.

  • Der Bahnhof: Der Bahnhof Shibuya gehört mit täglich rund 2,4 Millionen Passagieren zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen der Welt.

  • Architektur: Geprägt von riesigen LED-Bildschirmen, Kaufhäusern (wie dem berühmten Shibuya 109) und futuristischen Wolkenkratzern.

Shibuya Kreuzung

Die Shibuya-Kreuzung ist der wohl berühmteste Fußgängerüberweg der Welt und liegt direkt vor dem Hachikō-Ausgang des geschäftigen Bahnhofs Shibuya. Das Besondere an dieser „Alle-Gehen-Kreuzung“ (Scramble Crossing): Schalten die Ampeln für Fußgänger auf Grün, stoppt der gesamte Fahrzeugverkehr aus allen Richtungen gleichzeitig. Zu Spitzenzeiten strömen so bis zu 3.000 Menschen auf einmal über den Asphalt – ein faszinierendes, aber perfekt organisiertes Chaos.

Mit ihren riesigen, leuchtenden digitalen Werbebildschirmen und der dichten Wolkenkratzer-Kulisse erinnert die Kreuzung stark an den Times Square in New York. Wegen ihrer ikonischen Atmosphäre ist sie regelmäßig in internationalen Filmen und Serien zu sehen, darunter „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“, „Alice in Borderland“ oder „Resident Evil: Afterlife“.

Ein großartiger Tipp für Reisende: Direkt an der Kreuzung befindet sich im Shibuya Tsutaya-Gebäude eine bekannte Starbucks-Filiale. Wer etwas Geduld mitbringt, kann sich im oberen Stockwerk einen der begehrten Fensterplätze ergattern und das geschäftige Treiben auf der Kreuzung bei einem Kaffee ganz entspannt von oben beobachten.

Yoyogi Park

Der Yoyogi-Park ist ein großer öffentlicher Park im Bezirk Shibuya. Das Gebiet des Yoyogi-Parks ist Teil eines größeren Geländes, das in der Bakufu-Zeit zunächst im Besitz des Daimyō Katō Kiyomasa, dann als Nebengelände im Besitz des Ii-Klan war. Nach der Meiji-Restauration fiel es an den Staat, der es als Übungsgelände für das Militär nutzte. Der Nordostteil wurde dann für die Errichtung des Meiji-Schreins genutzt. 1964 wurde das Gelände für die Olympischen Spiele genutzt und anschließend zu einem öffentlichen Park gemacht.

Der Yoyogi-Park ist eine der größten und beliebtesten grünen Oasen im Herzen des geschäftigen Stadtbezirks Shibuya. Das weitläufige Areal blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück: Während der Edo-Zeit (Bakufu-Zeit) befand sich das Gelände zunächst im Besitz des berühmten Daimyō (Fürsten) Katō Kiyomasa und ging später an den einflussreichen Ii-Klan über. Nach der Meiji-Restauration fiel das Land an den Staat, der es fortan als militärisches Übungsgelände nutzte.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der nordöstliche Teil des Gebiets für die Errichtung des prachtvollen Meiji-Schreins umgestaltet. Ein weiterer historischer Meilenstein folgte im Jahr 1964, als das verbleibende Gelände als Olympisches Dorf für die Olympischen Sommerspiele in Toyko diente. Erst im Anschluss an die Spiele wurde das Areal offiziell in den heutigen öffentlichen Park umgewandelt. Heute ist der Yoyogi-Park ein lebendiger Treffpunkt für Straßenkünstler, Musiker und Reisende, die eine Pause vom Großstadttrubel suchen.

Meiji-Schrein

Der berühmte Meiji-Schrein ist ein Shintō-Schrein im Bezirk Shibuya, der den Seelen des Meiji-Kaisers (Meiji-tennō) und seiner Gemahlin, der Kaiserin Shōken-kōtaigo, gewidmet ist. Nach dem Tod des Kaiserpaares (er verstarb 1912, sie 1914) begannen die Bauarbeiten für die weitläufige Anlage, die im traditionellen Nagare-zukuri-Baustil errichtet wurde. Die feierliche Einweihung fand am 1. November 1920 statt – ein Datum, das bis heute als Jahrestag des Schreins gilt und traditionell mit einem großen Herbstfest gefeiert wird. Finanziert wurde das damals rund 20 Millionen Yen teure Großprojekt größtenteils durch private Spenden aus der Bevölkerung.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Schrein bei amerikanischen Luftangriffen am 1. April 1945 fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau nach Kriegsende wurde zu einem echten Gemeinschaftsprojekt: Rund 110.000 Freiwillige aus ganz Japan halfen mit, sodass die heutigen Schreinbauten im Jahr 1958 fertiggestellt werden konnten.

Heute ist der Meiji-Schrein eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Toyko. Besonders beeindruckend für Reisende ist der Kontrast zwischen dem trubeligen Harajuku direkt vor den Toren und der absoluten Stille im Inneren des dichten, künstlich angelegten Waldes, der aus rund 100.000 Bäumen besteht, die damals aus ganz Japan gespendet wurden.

Ramen

Ramen ist weit mehr als nur eine Nudelsuppe – es ist das ultimative Comfort Food Japans und ein fester Bestandteil der Kultur. Das Gericht besteht traditionell aus vier Hauptkomponenten:

  • den handgemachten Weizennudeln (Ramen)
  • einer oft stundenlang gekochten Brühe
  • der geschmacksgebenden Würzung wie Shio (Salz), Shoyu (Sojasauce) oder Miso
  • den kunstvollen Toppings, darunter zartes Chashu-Schweinefleisch, Frühlingszwiebeln und das perfekt weichgekochte, marinierte Ei

In Toyko hat die Ramen-Kultur ihre ganz eigene Dimension erreicht. Die Stadt gilt als das absolute Epizentrum für Suppenliebhaber und beheimatet tausende Ramen-Ya (spezialisierte Suppenküchen) – von winzigen Stehlokalen in den U-Bahn-Stationen bis hin zu exklusiven Restaurants, die sogar mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Der typische Toyko-Stil basiert klassisch auf einer klaren Hühner- und Sojasaucen-Brühe (Shoyu Ramen). Doch man kann sich hier durch alle regionalen Stile des Landes probieren: Ob die cremige, schwere Tonkotsu-Brühe aus Kyushu oder die intensiven Tsukemen (Nudeln, die separat serviert und in eine konzentrierte Sauce gedippt werden) – in Toyko findet jeder seine perfekte Schüssel. Ein Besuch in einer der urigen Suppenküchen, bei denen man oft vorab am Ticketautomaten bestellt, gehört zu jedem authentischen Toyko-Trip einfach dazu.

Wir haben Ramen an verschiedenen Orten in Tokyo probiert. Wir sind aber immer wieder zum Hakata Tenjin Shibuya Minamiguchi zurückgekehrt, da sie uns dort am besten geschmeckt haben und es uns dort einfach gefallen hat!

SHINJUKU

Wenn man das Toyko aus den Hollywood-Filmen sucht – geprägt von endlosen Wolkenkratzern, gigantischen Leuchtreklamen und einem pulsierenden Nachtleben –, dann ist Shinjuku das absolute Paradebeispiel. Dieser Stadtbezirk schläft nie und vereint das wirtschaftliche Machtzentrum des Landes mit einigen der lebendigsten Unterhaltungsviertel der Welt.

  • Bedeutung:
    Das wichtigste Verwaltungs- und Geschäftszentrum Toykos sowie ein riesiges Knotenpunkt-Viertel für Shopping und Entertainment.

  • Der Bahnhof:
    Der Bahnhof Shinjuku hält den offiziellen Guinness-Weltrekord als der geschäftigste Bahnhof der Welt. Täglich nutzen ihn rund 3,5 Millionen Passagiere.

  • Architektur:
    Die Skyline wird dominiert von den massiven Zwillingstürmen des Tokyo Metropolitan Government Building und unzähligen modernen Wolkenkratzern.

Godzilla Road

Wer tiefer in das quirlige Amüsierviertel Kabukicho im Osten Shinjukus eintaucht, stößt unweigerlich auf die sogenannte Godzilla Road (offiziell Central Road). Diese lebhafte Fußgängerzone ist ein absolutes Highlight für Popkultur-Fans und führt direkt auf eines der skurrilsten und meistfotografierten Wahrzeichen der Stadt zu.

Am Ende der Straße ragt in rund 50 Metern Höhe ein lebensgroßer, 12 Meter hoher Godzilla-Kopf über der Dachterrasse des Shinjuku Toho Buildings (in dem sich auch das Hotel Gracery befindet) auf. Die imposante Skulptur wurde dem Aussehen des Riesenviehs aus dem Filmklassiker von 1992 nachempfunden.

Hanazono Schrein

Der Hanazono-Schrein ist eine friedliche, spirituelle Oase inmitten des geschäftigen und neonbeleuchteten Stadtbezirks Shinjuku. Der leuchtend zinnoberrote Shintō-Schrein wurde bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts während der Edo-Zeit errichtet und ist Inari gewidmet, der Gottheit für Fruchtbarkeit, Landwirtschaft und geschäftlichen Erfolg. Für Reisende bietet der Ort einen faszinierenden Gegensatz, da er nur wenige Schritte von den engen, quirligen Gassen des berühmten Golden Gai und der belebten Godzilla Road entfernt liegt. Sobald man das große Eingangstor (Torii) durchschreitet, taucht man in eine völlig andere, stille Welt voller Tradition ein.

Da der Schrein historisch eng mit der Entwicklung des japanischen Theaters verknüpft ist, kommen bis heute viele Schauspieler und Künstler hierher, um für Erfolg und kreative Inspiration zu beten. Ein besonderes Highlight im November ist das traditionelle Tori-no-Ichi-Festival, bei dem sich das Gelände in ein buntes Festgelände verwandelt und kunstvolle Bambusrechen als Glücksbringer verkauft werden. Zudem findet an vielen Sonntagen ein charmanter Antiquitätenflohmarkt auf dem Areal statt, der sich perfekt eignet, um nach einzigartigen und traditionellen Souvenirs in Toyko zu stöbern.

SHINJUKU GOLDEN GAI

Das Shinjuku Golden Gai ist ein weltberühmtes, historisches Viertel im Osten von Shinjuku, das für seine einzigartige Architektur und charmante Atmosphäre bekannt ist. Das Areal besteht aus sechs schmalen, miteinander verbundenen Gassen, in denen sich über 200 winzige, zweistöckige Gebäude aneinanderreihen. Die meisten der dort ansässigen Lokale sind so klein, dass gerade einmal vier bis acht Personen darin Platz finden. Das Viertel entstand in der Nachkriegszeit und hat sich bis heute seinen urigen, nostalgischen Charme bewahrt, der einen maximalen Kontrast zu den modernen Wolkenkratzern und riesigen Neonreklamen der Umgebung bildet.

Für Reisende ist das Golden Gai ein faszinierender Ort, um abends in die Kultur Toykos einzutauchen und die urbane Kultszene hautnah zu erleben. Historisch gesehen war das Viertel ein beliebter Treffpunkt für Musiker, Künstler, Regisseure und Schriftsteller, weshalb viele der kleinen Lokalitäten bis heute ganz individuell und themenbezogen dekoriert sind – von Jazz über Rockmusik bis hin zu alten Filmen. Da einige der Mini-Lokale ausschließlich Stammgästen vorbehalten sind, sollten Blog-Leser auf Schilder achten, die explizit englische Karten oder Willkommensgrüße für internationale Gäste anbieten, um unkompliziert mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

Chiyoda

Während Stadtteile wie Shibuya und Shinjuku für Neonlichter und Popkultur stehen, verkörpert Chiyoda das elegante, historische und politische Herz von Toyko. Der zentrale Stadtbezirk liegt geografisch inmitten der Megacity und beherbergt die wichtigsten staatlichen Institutionen des Landes. Für Reisende bietet Chiyoda eine faszinierende Mischung aus kaiserlicher Pracht, modernen Geschäftsvierteln und weltberühmten Kultur-Hotspots.

  • Bedeutung:
    Das unbestrittene politische und administrative Zentrum Japans sowie Sitz des Kaisers.

  • Der Bahnhof:
    Der Bahnhof Toyko befindet sich in Chiyoda. Er ist der wichtigste Knotenpunkt für die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge und beeindruckt mit seiner historischen, roten Backsteinfassade aus dem Jahr 1914.

  • Architektur:
    Ein markanter Mix aus weitläufigen Parkanlagen, historischen Regierungsgebäuden und den gläsernen Wolkenkratzern des Finanzviertels Marunouchi.

Kaiserpalast

Der Kaiserpalast (Kōkyo) ist die offizielle Residenz der japanischen kaiserlichen Familie und das grüne Herz von Toyko. Die weitläufige Anlage befindet sich im zentralen Stadtbezirk Chiyoda und wurde auf den Fundamenten der ehemaligen Burg Edo errichtet, die einst der Sitz der Shogune war. Umgeben von massiven Steinmauern und tiefen Wassergräben bietet der Palast einen beeindruckenden Kontrast zu den modernen Wolkenkratzern des angrenzenden Finanzviertels Marunouchi. Während die inneren Palastbereiche für die Öffentlichkeit meist verschlossen bleiben, sind die wunderschönen Ost-Gärten (Kōkyo Higashi-Gyoen) mit ihren historischen Burgüberresten frei zugänglich. Ein besonders beliebtes Fotomotiv für Reisende ist die elegante Nijubashi-Brücke, die den Haupteingang zum Palastgelände überspannt.

Chuo

Wer das elegante, stilvolle und geschichtsträchtige Toyko sucht, wird im zentralen Bezirk Chuo fündig. Chuo – was übersetzt schlicht „Zentrum“ bedeutet – war schon während der Edo-Zeit der wichtigste Handels- und Marktplatz der Stadt. Heute kombiniert das Viertel den glanzvollen Luxus der Gegenwart mit den kulinarischen Traditionen der Vergangenheit und ist ein absolutes Muss für Feinschmecker und Shopping-Begeisterte.

  • Bedeutung:
    Das historische Handelszentrum Toykos, heute Heimat der exklusivsten Einkaufsstraßen des Landes und bedeutender Finanzinstitutionen (wie der Bank von Japan).

  • Die Lage:
    Chuo grenzt direkt an die Bucht von Toyko und den Fluss Sumida, was dem Viertel trotz der dichten Bebauung ein maritimes Flair verleiht.

  • Architektur:
    Ein Kontrast aus prachtvollen, historischen Kaufhäusern im europäischen Stil des frühen 20. Jahrhunderts und modernen, architektonisch spektakulären Luxus-Boutiquen.

Tsukiji Outer Market

Der Tsukiji Outer Market (Tsukiji Jogai Shijo) im Stadtbezirk Chuo ist ein absolutes Paradies für Food-Liebhaber und eines der lebendigsten kulinarischen Zentren in Toyko. Obwohl der berühmte Großfischmarkt im Jahr 2018 nach Toyosu umgezogen ist, hat der traditionelle äußere Markt nichts von seinem einzigartigen Charme verloren. In den engen, geschäftigen Gassen reihen sich hunderte winzige Stände und traditionsreiche Restaurants aneinander. 

Besucher können hier bereits frühmorgens frischestes Sushi, Sashimi, gegrillte Meeresfrüchte-Spieße, Wagyu-Beef und die beliebten, süßlichen Eier-Omeletts (Tamagoyaki) direkt auf die Hand probieren. Neben kulinarischen Köstlichkeiten werden auch hochwertiges japanisches Küchenwerkzeug, feiner Grüntee und handgemachtes Geschirr verkauft, was den Markt zum perfekten Ort für einen authentischen Einblick in Toykos Streetfood-Kultur macht.

Sushi

Toyko gilt als die weltweite Hauptstadt des Sushis und ist der Geburtsort des Nigiri-Sushi, wie wir es heute kennen. Im 19. Jahrhundert wurde diese Variante – bei der frischer Fisch auf gesäuertem Reis gepresst wird – unter dem Namen Edomae-Sushi als schneller Snack an den Straßenständen der Stadt erfunden.

Heute bietet die Stadt eine gastronomische Vielfalt, die von erschwinglichen und unterhaltsamen Kaiten-Zushi-Lokalen (Fließband-Sushi) bis hin zu exklusiven, mit Michelin-Sternen ausgezeichneten High-End-Restaurants reicht, bei denen der Meister jeden Bissen individuell vor den Augen der Gäste zubereitet. Das Geheimnis der herausragenden Qualität liegt in der Nähe zu den Fischmärkten der Stadt, wie dem Tsukiji Outer Market oder dem Toyosu-Großmarkt, von denen die Restaurants täglich mit fangfrischem Fisch beliefert werden. Ein authentisches Sushi-Essen gehört zweifellos zu den kulinarischen Höhepunkten jeder Reise nach Toyko.

Wir waren für unser Sushi-Erlebnis im Restaurant „Sushi Katsura“ das in der Nähe des Tsukiji-Marktes liegt. Dort gibt es ein super Mittags-Angebot und qualitativ hochwertiges Sushi!

ASAKUSA

Während Stadtteile wie Shinjuku oder Shibuya die futuristische und moderne Seite der Megacity zeigen, ist Asakusa eine faszinierende Zeitkapsel. Der im Bezirk Taito gelegene Stadtteil versprüht bis heute den unverkennbaren Charme des alten Toykos (dem sogenannten Shitamachi) und ist das unbestrittene kulturelle und spirituelle Herz der Metropole. Hier wird die Geschichte der Edo-Zeit an jeder Straßenecke lebendig.

  • Bedeutung:
    Das wichtigste historische und touristische Zentrum Toykos für traditionelle Kultur, Handwerk und Religion.

  • Das Flair:
    Geprägt von niedrigen Gebäuden, engen Gassen, Rikschas und einer traditionellen Architektur, die einen maximalen Kontrast zu den Wolkenkratzern bildet.

  • Die Lage:
    Asakusa liegt direkt am Fluss Sumida, von wo aus auch viele der beliebten Ausflugsschiffe in Richtung der Bucht von Toyko starten.

Tokyo Skytree

Der Tokyo Skytree im Stadtbezirk Sumida ist mit einer Höhe von 634 Metern das höchste Bauwerk Japans und einer der höchsten Fernsehtürme der Welt. Der im Jahr 2012 eröffnete Turm ist ein architektonisches Meisterwerk, dessen Design traditionelle japanische Pagoden-Elemente mit futuristischer High-Tech-Bauweise verbindet. Für Reisende ist der Skytree ein absolutes Highlight, da seine beiden hochmodernen Aussichtsplattformen auf 350 und 450 Metern Höhe einen unvergleichlichen, barrierefreien 360-Grad-Panoramablick über das schier unendliche Häusermeer der Metropole bieten – an klaren Tagen reicht die Sicht sogar bis zum Mount Fuji. Am Fuße des Turms lädt zudem das riesige Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Tokyo Solamachi mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und einem Aquarium zum Verweilen ein.

Sensoji Tempel

Der Sensōji-Tempel, auch Asakusa-dera, ist ein buddhistischer Tempel. Sein formeller Tempelname ist Kinryūzan. Es ist Tokios ältester und bedeutendster Tempel. Der Tempel brannte 1642 ab, dann beim Kantō-Erdbeben und im Zweiten Weltkrieg, wurde aber immer wieder aufgebaut, zuletzt 1958 unter Verwendung von Stahlbeton.

Während der Sensō-ji früher zur Sekte Tendai-shū gehörte, dann zum Kan’ei-ji, ist er inzwischen Haupttempel einer eigenen Richtung, Shōkannon-shū. Er ist der 13. der 33 Tempel auf dem der Kannon gewidmeten Pilgerweg Bandō junrei in der Kantō-Gegend. Gleich neben der Haupthalle befindet sich ein Shintō-Schrein, der Asakusa-jinja.

Nakamise-Dori Street

Die Nakamise-Dori ist eine der ältesten und lebendigsten Einkaufsstraßen Japans. Sie erstreckt sich über rund 250 Meter im historischen Viertel Asakusa und führt vom berühmten Kaminarimon (Donnertor) direkt zum Senso-ji-Tempel. Schon seit der Edo-Zeit bieten Händler hier an knapp 90 traditionell gestalteten Ständen ihre Waren an. Für Reisende ist die Fußgängerzone der perfekte Ort, um nach Souvenirs zu stöbern. Ein absolutes Highlight sind die vielen lokalen Streetfood-Snacks, die hier frisch zubereitet werden: Besonders beliebt sind die süßen, mit roter Bohnenpaste gefüllten Kuchenfiguren (Ningyo-yaki) und knusprige Reiscracker (Senbei). Nach Ladenschluss lohnt sich ein Spaziergang hierher ebenfalls, denn auf den geschlossenen Rollläden der Geschäfte kommen wunderschöne, traditionelle Gemälde zur Geschichte des Viertels zum Vorschein.

Kaminarimon Gate

Das Kaminarimon (übersetzt „Donnertor“) ist das weltberühmte Eingangstor zum Senso-ji-Tempel im historischen Viertel Asakusa und eines der bekanntesten Wahrzeichen von Toyko. Das markante, leuchtend rote Tor fasziniert Besucher vor allem durch die gigantische Papierlaterne (Chochin), die im Tordurchgang hängt: Sie ist knapp vier Meter hoch, wiegt über 700 Kilogramm und wird traditionell alle paar Jahre in Handarbeit neu angefertigt. Flankiert wird der Eingang von zwei imposanten Statuen der Shintō-Götter Fujin (Gott des Windes) und Raijin (Gott des Donners), die dem Tor seinen Namen geben und die Tempelanlage vor Unheil schützen sollen. Für Reisende ist das Kaminarimon der perfekte Startpunkt für einen Ausflug in das traditionelle Toyko und ein absolut unverzichtbares Fotomotiv.

Vlogs

Ihr wollt noch mehr von dieser Tour sehen? Auf unserem YouTube-Kanal findet ihr den dazugehörigen Vlog mit vielen weiteren Eindrücken und persönlichen Momenten unserer Reise. Wir freuen uns, wenn ihr uns auch dort begleitet!

Weltreise Vlog #115

Tokyo - Shibuya, Shinjuku & Meiji Schrein

Weltreise Vlog #116

Tokyo - Observation deck & Imperial Palace

Weltreise Vlog #119

Tokyo - Asakusa & Tsukiji Market

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