Washington, D.C.
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ANDY
veröffentlicht am
12. März 2021
Allgemeine Infos zur Reise
- 02. - 03.09.2013
- 1,5 Tage
- Rundreise
Washington, d.c.
Washington, D.C. gilt weltweit als das politische Nervenzentrum der Vereinigten Staaten von Amerika. Als eigens geschaffener Bundesdistrikt unterscheidet sich die US-Hauptstadt grundlegend von den hochhausgeprägten Finanzmetropolen des Landes und besticht durch klassizistische Architektur, weitläufige Parkanlagen und monumentale Gedenkstätten.
Allgemeine Daten
Washington, D.C. (District of Columbia) erstreckt sich über eine Fläche von knapp 177 km² (wovon rund 10 % Wasserflächen sind) und zählt etwa 670.000 Einwohner. Die gesamte Metropolregion (Washington Metropolitan Area), die auch Teile der angrenzenden Bundesstaaten Maryland und Virginia umfasst, beheimatet jedoch mehr als 6,3 Millionen Menschen. Das Stadtgebiet ist politisch in acht Bezirke (Wards) unterteilt und städtebaulich in vier Quadranten gegliedert: Northwest (NW), Northeast (NE), Southeast (SE) und Southwest (SW). Als Zentrum dient dabei das Kapitol – alle Straßennamen richten sich nach ihrer Lage zu diesem Gebäude.
Geographie und Klima
Geografisch liegt Washington an der Ostküste der USA am Potomac River, direkt an der Grenze zwischen Maryland und Virginia. Das Stadtbild ist geprägt von sanften Hügelketten und ausgedehnten Parkanlagen wie dem Rock Creek Park. Das Klima ist humid-subtropisch mit ausgeprägten Jahreszeiten:
Sommer: Die Monate Juni bis August bringen oft heiße, sehr feuchte Tage mit Temperaturen über 30 °C und häufigen schwülen Wärmegewittern.
Winter: Die Winter sind mäßig kalt mit Tagestemperaturen um 0 °C bis 8 °C, wobei es regelmäßig zu leichten bis moderaten Schneefällen (Blizzards) kommen kann.
Geschichtliche Entwicklung
Die Stadt wurde 1790 per Beschluss des US-Kongresses als dauerhafte Hauptstadt der USA gegründet und nach dem ersten US-Präsidenten George Washington benannt (der Zusatz District of Columbia nimmt Bezug auf Christoph Kolumbus). Der französische Ingenieur Pierre Charles L’Enfant entwarf den städtebaulichen Grundriss mit breiten Boulevards und grandiosen Sichtachsen. Der historische Verlauf zeichnet die Entwicklung der Nation nach.
1814 wurde die Stadt im Britisch-Amerikanischen Krieg teilweise niedergebrannt, darunter das Weiße Haus und das Kapitol. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs dienten die Befestigungsanlagen der Stadt als nördliches Hauptquartier der Unionstruppen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Washington zum Schauplatz historischer Bürgerrechtsbewegungen – wie dem berühmten March on Washington 1963, bei dem Martin Luther King seine Rede „I Have a Dream“ vor dem Lincoln Memorial hielt.
Wirtschaftliche und kulturelle Aspekte
Wirtschaftlich ist Washington primär durch den öffentlichen Sektor, nationale und internationale Behörden, Diplomatische Vertretungen (über 170 Botschaften) sowie Thinktanks und Nichtregierungsorganisationen geprägt. Ein weiterer großer Faktor ist der Bildungs- und Forschungssektor mit renommierten Universitäten wie der Georgetown University. Kulturell bietet die Stadt eine einzigartige Museumslandschaft: Die Smithsonian Institution, der weltweit größte Komplex aus Museen und Forschungseinrichtungen, prägt das kulturelle Leben maßgeblich. Zudem beheimatet die Stadt berühmte Institutionen wie die Library of Congress und das John F. Kennedy Center for the Performing Arts.
Wichtige Informationen für Touristen
Für die Planung eines Aufenthalts bieten sich folgende Eckdaten an:
Beste Reisezeit: Das Frühjahr (März bis Mai) zur weltberühmten Kirschblüte (National Cherry Blossom Festival) sowie der Herbst (September bis November) bieten das angenehmste Wetter für Sightseeing.
Infrastruktur: Die Region wird durch drei Großflughäfen bedient (Dulles International, Reagan National und Baltimore/Washington International). Das öffentliche Nahverkehrssystem (Washington Metro) gehört zu den saubersten und effizientesten der USA.
Kosten: Ein großer Vorteil für Touristen: Alle Museen der Smithsonian Institution sowie die meisten Monumente und Gedenkstätten an der National Mall sind kostenlos zugänglich. Das Preisniveau für Hotels und Gastronomie liegt jedoch im oberen US-amerikanischen Bereich.
Sonstige interessante Fakten
Ein Gesetz aus dem Jahr 1899 (Height of Buildings Act) beschränkt die Höhe von Gebäuden in Washington. Entgegen einem weit verbreiteten Mythos darf kein Gebäude höher sein als das Kapitol, sondern die maximale Höhe richtet sich strikt nach der Breite der angrenzenden Straße.
Die Stadt beherbergt die Library of Congress, die gemessen am Medienbestand als die größte Bibliothek der Welt gilt.
Die berühmten Kirschbäume rund um das Tidal Basin waren 1912 ein Geschenk des Bürgermeisters von Tokio an die Stadt Washington als Zeichen der Freundschaft zwischen den USA und Japan.
Kapitol
Das Kapitol (United States Capitol) in Washington, D.C. ist der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten und bildet das geografische wie symbolische Zentrum der amerikanischen Demokratie. Auf einem Hügel am östlichen Ende der National Mall gelegen, beherbergt das neoklassizistische Bauwerk den Senat und das Repräsentantenhaus. Der Entwurf geht auf den Architekten William Thornton zurück; der Grundstein wurde 1793 von George Washington persönlich gelegt.
Das auffälligste Merkmal des Kapitols ist seine riesige, strahlend weiße Gusseisenkuppel, die von der Statue der Freiheit (Statue of Freedom) gekrönt wird. Im Inneren beeindruckt die zentrale Rotunde mit ihren monumentalen historischen Wandgemälden und dem Deckenfresko Apotheose von George Washington. Neben seiner Funktion als aktiver Tagungsort der Gesetzgeber dient das Kapitol als Ort nationaler Staatsakte, in dem unter anderem die feierlichen Amtseinführungen der US-Präsidenten auf den westlichen Stufen stattfinden.


Weißes Haus
Das Weiße Haus (The White House) an der Pennsylvania Avenue 1600 in Washington, D.C. ist der offizielle Amts- und Wohnsitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Das im neoklassizistischen Stil aus sandfarbenem, weiß gestrichenem Sandstein errichtete Gebäude wurde zwischen 1792 und 1800 nach den Plänen des irischen Architekten James Hoban erbaut. Mit Ausnahme von George Washington hat jeder US-Präsident während seiner Amtszeit hier gewohnt und regiert.
Das Gebäude gliedert sich in das historische Hauptgebäude (Executive Residence) sowie den Ost- und Westflügel. Im berühmten Oval Office im West Wing befindet sich der traditionelle Schreibtisch des Präsidenten, von dem aus richtungsweisende politische Entscheidungen getroffen werden. Ergänzt wird die weitläufige Anlage durch den weltbekannten Rose Garden, der häufig für Pressekonferenzen und feierliche Anlässe genutzt wird. Das Weiße Haus steht nicht nur als Machtzentrum der US-Regierung, sondern gilt weltweit als eines der bekanntesten Symbole für die amerikanische Präsidentschaft.
Lincoln Memorial
Das Lincoln Memorial am westlichen Ende der National Mall in Washington, D.C. ist eines der bekanntesten und imposantesten Denkmäler der Vereinigten Staaten. Es wurde zu Ehren des 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln erbaut und im Jahr 1922 feierlich eingeweiht. Der Entwurf des Architekten Henry Bacon orientiert sich an der Form eines griechischen Dorischen Tempels. Die 36 äußeen Marmorsäulen symbolisieren die 36 US-Bundesstaaten, die zum Zeitpunkt von Lincolns Tod die Union bildeten.
Im Zentrum der monumentalen Halle thront die fast sechs Meter hohe, aus weißem Marmor gemeißelte Statue eines sitzenden Abraham Lincoln, die von dem Bildhauer Daniel Chester French geschaffen wurde. An den Innenwänden sind zwei seiner bedeutendsten Reden eingemeißelt: die Gettysburg Address und seine Zweite Antrittsrede. Von den Stufen des Denkmals bietet sich ein berühmter Blick über das vorgelagerte Reflexionsbecken (Lincoln Memorial Reflecting Pool) hin zum Washington Monument. Historisch erlangte der Ort zudem weltweite Bedeutung als Schauplatz historischer Reden der Bürgerrechtsbewegung, allen voran Martin Luther Kings Rede „I Have a Dream“ im Jahr 1963.
Washington Monument
Das Washington Monument ist ein unverkennbares Orientierungssymbol im Zentrum der National Mall in Washington, D.C., das zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington, errichtet wurde. Der imposante Obelisk aus weißem Marmor, Granit und Sandstein ragt rund 169 Meter in den Himmel empor und gilt als eines der höchsten freistehenden Bauwerke aus Naturstein weltweit.
Der Entwurf geht auf den Architekten Robert Mills zurück. Die Bauarbeiten begannen 1848, mussten jedoch aufgrund von Finanzierungsproblemen und des Amerikanischen Bürgerkriegs für über zwei Jahrzehnte unterbrochen werden. Dieser lange Baustopp ist bis heute optisch erkennbar: In etwa einem Drittel der Höhe unterscheidet sich die Farbe des Marmors leicht, da nach der Wiederaufnahme der Arbeiten im Jahr 1876 Steine aus einem anderen Steinbruch verwendet wurden. Das 1884 fertiggestellte Monument verfügt im Inneren über einen Aufzug, der Besucher zu einer Aussichtsplattform an der Spitze bringt, die einen weiten Panoramablick über die gesamte Bundeshauptstadt bietet.



Korean War Veterans Memorial
Das Korean War Veterans Memorial liegt südöstlich des Lincoln Memorials auf der National Mall in Washington, D.C. und ist den Millionen amerikanischen Soldaten sowie ihren Verbündeten gewidmet, die im Koreakrieg (1950–1953) dienten. Die 1995 eingeweihte Gedenkstätte gehört zu den ergreifendsten Freiluftdenkmälern der US-Hauptstadt und symbolisiert das Opfer der Streitkräfte in einem Konflikt, der oft als „Vergessener Krieg“ bezeichnet wird.
Das markanteste Element der Anlage ist das Field of Service: Hier stehen 19 lebensgroße, aus Edelstahl gefertigte Statuen, die eine Patrouille von US-Soldaten darstellen. Die detailreichen Figuren – darunter Angehörige von Army, Marines, Navy und Air Force – tragen schwere Ponchos und bewegen sich vorsichtig durch ein symbolisches Wacholderfeld. Neben dem Statuenfeld erstreckt sich eine 50 Meter lange Wand aus schwarzem polierten Granit, in die mittels Laser Tausende Fotografien von realen Unterstützten, Pflegern und Truppenteilen graviert wurden. Den Abschluss bildet der Pool of Remembrance, ein kreisrundes Wasserbecken, umgeben von Bäumen, das zur stillen Einkehr einlädt.
National Museum of Natural History
Das National Museum of Natural History liegt an der National Mall in Washington, D.C. und gehört als Teil der Smithsonian Institution zu den meistbesuchten Naturkundemuseen der Welt. Das 1910 eröffnete Hauptgebäude besticht durch seine neoklassizistische Architektur mit einer imposanten grünen Kuppel und einer zentralen Rotunde, in der Besucher von „Henry“, einem lebensgroßen Präparat eines afrikanischen Elefanten, empfangen werden.
Die Sammlungen des Museums umfassen weit über 140 Millionen Objekte aus den Bereichen Botanik, Zoologie, Paläontologie, Anthropologie und Geologie. Zu den bekanntesten Exponaten zählt der legendäre Hope-Diamant in der Halle für Edelsteine und Mineralien sowie der riesige David H. Koch Hall of Fossils, in dem die Entwicklungsgeschichte des Lebens anhand spektakulärer Dinosaurierskelette nachgezeichnet wird. Als aktives Forschungszentrum dient das Museum nicht nur der öffentlichen Bildung, sondern auch der weltweiten wissenschaftlichen Arbeit an drängenden Fragen der Geowissenschaften und Biodiversität.









