Bangkok

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Andy 2025

ANDY

veröffentlicht am
03. Dezember 2022

Allgemeine Infos zur Reise

BANGKOK

Seit 1782 ist Bangkok das Herz des Königreichs Thailand. Mit offiziell rund 10,5 Millionen Einwohnern (Stand 2022) ist sie die mit Abstand größte Stadt und das unangefochtene politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt fungiert als wichtigster Verkehrsknotenpunkt und beherbergt neben zahlreichen Universitäten und Palästen über 400 Wats – die prachtvollen buddhistischen Tempelanlagen und Klöster, die das Stadtbild prägen. Ihre Anziehungskraft ist ungebrochen: Seit 2016 belegt Bangkok mit regelmäßig über 20 Millionen internationalen Besuchern jährlich den Spitzenplatz der meistbesuchten Städte der Welt.

Man hört oft, dass man Bangkok entweder liebt oder hasst. Unsere Erfahrung war jedoch deutlich differenzierter. Ja, Bangkok ist laut, chaotisch und an vielen Ecken steigen einem gewöhnungsbedürftige Gerüche in die Nase. Auch die Tuk-Tuk-Fahrer können mit ihrer Hartnäckigkeit auf Dauer durchaus anstrengend sein. Andererseits ist die Metropole unglaublich lebendig und bietet eine schier endlose Auswahl an Entdeckungen – allen voran das legendäre Streetfood! Insgesamt waren wir sehr froh, diese gigantische Stadt erlebt zu haben. Gleichzeitig haben wir es aber auch genossen, dem Trubel nach sieben Tagen wieder zu entkommen.

KHAOSAN ROAD

Die Khao San Road ist eine etwa 400 Meter lange Straße im Stadtteil Bang Lam Phu, nur knapp einen Kilometer nordöstlich des Königspalastes gelegen. Ihren weltweiten Ruhm erlangte sie Mitte der 1980er Jahre, als sie zum Dreh- und Angelpunkt der internationalen Backpacker-Szene wurde. Heute ist die Straße ein bunter Mix aus Bars, Hostels, Streetfood-Ständen und Händlern, die von Kleidung bis zu Souvenirs alles anbieten.

Die Khao San Road ist eine extravagante Party-Straße, die jedoch einen ganz eigenen Vibe besitzt. Zwar spielt Alkohol eine zentrale Rolle, doch das Flair unterscheidet sich deutlich von typischen europäischen Party-Hotspots. Es geht hier weniger um das „Trinken bis zum Umfallen“, sondern eher um das schrille, chaotische Gesamterlebnis.

Das Bild wird geprägt von exotischen Snacks wie gegrillten Insekten und zahlreichen Händlern. Man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass die Straße sehr geschäftig ist: Überall werben Tuk-Tuk-Fahrer für Fahrten zu Shows oder Sehenswürdigkeiten, und die Musik aus den verschiedenen Bars konkurriert lautstark miteinander.

Wem der Trubel auf der Hauptstraße zu viel wird, sollte einen Blick in die parallel verlaufende Rambuttri Alley werfen. In dieser Nebenstraße ist die Atmosphäre deutlich entspannter. Dort finden sich viele charmante Restaurants und Bars mit einem höheren Niveau, in denen man das bunte Treiben etwas ruhiger genießen kann.

STREETFOOD

Kleine Streetfood-Stände gibt es in Bangkok eigentlich wie Sand am Meer – sie säumen die gesamte Khao San Road, verstecken sich in schmalen Nebenstraßen und prägen das gesamte Stadtbild. Für viele ist Bangkok die „Streetfood-Hauptstadt“ der Welt, und das aus gutem Grund: Die Qualität und Frische der Gerichte sind oft beeindruckend.

Von klassischem Pad Thai und würzigem Som Tam (Papayasalat) bis hin zu süßem Mango Sticky Rice findet man hier rund um die Uhr authentische thailändische Küche zu sehr fairen Preisen. Das Besondere ist die Unmittelbarkeit: Man sieht genau, wie die Zutaten im Wok über offener Flamme zubereitet werden. Für Reisende gehört der Besuch einer Garküche zum Pflichtprogramm, da man hier tief in den Alltag der Einheimischen eintaucht und Aromen entdeckt, die man in klassischen Restaurants oft vergeblich sucht.

Neben den klassischen Garküchen prägen die Night Markets das Nachtleben der Stadt. Diese sind oft sehr aufwendig gestaltet und bieten weit mehr als nur schnelle Snacks; hier wird Essen teilweise auf hohem Niveau und mit viel Liebe zum Detail präsentiert. Ein Highlight für uns war der Jodd Fairs Night Market. Er überzeugt nicht nur durch sein modernes, stilvolles Ambiente, sondern auch durch eine beeindruckende Vielfalt an kreativen Gerichten, die man so an normalen Straßenecken selten findet.

Nachtmärkte in Bangkok sind eine Mischung aus kulinarischer Entdeckungsreise und Lifestyle-Event. Zwischen den Essensständen finden sich oft kleine Boutiquen, Live-Musik und Bars, was die Märkte zum perfekten Ort für einen entspannten Abend macht. Während Orte wie die Khao San Road eher für ihr chaotisches Flair bekannt sind, bieten Märkte wie der Jodd Fairs ein etwas strukturierteres, aber dennoch pulsierendes Erlebnis, bei dem man sich wunderbar durch die neuesten Food-Trends probieren kann.

Eine weitere Anlaufstelle ist Chinatown. Auch dort gibt es viele kleine Stände und das Essen unterscheidet sich stellenweise doch nochmal vom restlichen Bangkok. Alles in allem gibt es aber immer wieder auch die Klassiker wie z.B. Pad Thai, Frühlingsrollen, Roti, gegrillte Spieße (Fleisch, Wurst, Fisch) etc.

Ein absolutes Muss für Food-Liebhaber ist Chinatown, lokal bekannt als Yaowarat. Sobald die Sonne untergeht, verwandelt sich die Hauptstraße in ein leuchtendes Meer aus Neonreklamen und unzähligen Garküchen. Das Kulinarik-Angebot unterscheidet sich hier stellenweise deutlich vom restlichen Bangkok, da viele Gerichte chinesische Einflüsse mit thailändischen Gewürzen kombinieren.

Besonders berühmt ist das Viertel für seine Meeresfrüchte-Restaurants und spezialisierte Köstlichkeiten wie gefüllte Toast-Brötchen oder herzhafte Suppen. Dennoch kommen Fans der Klassiker nicht zu kurz: An jeder Ecke finden sich auch hier die bewährten Favoriten wie Pad Thai, knusprige Frühlingsrollen, süße Rotis und eine riesige Auswahl an gegrillten Spießen – von mariniertem Fleisch über Würstchen bis hin zu Fisch. Das Gewusel und die Mischung aus historischen Gebäuden und modernem Streetfood-Hype machen Chinatown zu einem der intensivsten und faszinierendsten Erlebnisse in ganz Bangkok.

GROßer PALAST

Der Große Palast war vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die offizielle Residenz der Könige von Siam (dem heutigen Thailand). Die Ära des Palastes als ständiger Wohnsitz endete im Jahr 1946: Nach dem Tod von König Ananda Mahidol (Rama VIII.) beschloss sein Nachfolger, König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.), die Verlegung der königlichen Residenz in den Chitralada-Palast.

Die weitläufige Anlage ist in vier Hauptbereiche unterteilt: den Äußeren Hof, den Zentralen Hof, den Inneren Hof und den berühmten Tempelkomplex Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd-Buddha). Besonders der Zentrale Hof beeindruckt durch seine architektonische Pracht. Er gliedert sich wiederum in vier beeindruckende Gebäudegruppen:

  • Die historische Erste Gebäudegruppe,
  • den prunkvollen Chakri Maha Prasat-Komplex,
  • die klassische Dusit-Palastgruppe,
  • sowie die Borom Phiman-Halle.

Ein Besuch des Großen Palastes schlägt mit 500 Baht (ca. 13–14 Euro) zu Buche. Damit gehört er zu den teureren Sehenswürdigkeiten Bangkoks, ist sein Geld aber zweifellos wert. Sobald man das Gelände betritt, ist man von der Detailverliebtheit und dem Goldglanz fast überwältigt. Architektonisch gibt es so viel zu bestaunen, dass man problemlos mehrere Stunden in der Anlage verbringen kann, um die kunstvollen Mosaike und majestätischen Gebäude auf sich wirken zu lassen.

BANGKOK VON OBEN

Bangkok aus der Höhe zu betrachten, verleiht der Stadt einen ganz eigenen Charme. Während man unten im Trubel der Gassen versinkt, offenbart sich von oben die beeindruckende Weite und die futuristische Architektur der Metropole.

Wir hatten das große Glück, dass unser Hotel über einen eigenen Rooftop-Pool verfügte. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, nach einem langen Sightseeing-Tag im kühlen Nass zu entspannen, während einem die Skyline zu Füßen liegt. Falls euer Hotel keinen Pool auf dem Dach hat, gibt es in Bangkok unzählige Rooftop-Bars, die einen ähnlichen Ausblick bieten (allerdings oft zu stolzen Preisen).

Eine deutlich günstigere, aber ebenso lohnenswerte Möglichkeit für einen Panoramablick ist der Golden Mount Tempel (Wat Saket). Für einen fairen Eintrittspreis von 100 Baht (Stand 2024/2025, früher 50 Baht) führt ein von Pflanzen gesäumter Treppenweg hinauf zur goldenen Chedi.

  • Der Ausblick: Von oben hat man einen fantastischen 360-Grad-Blick über die Altstadt bis hin zu den modernen Wolkenkratzern im Geschäftsviertel.
  • Wichtiger Hinweis: Achtet unbedingt auf die Öffnungszeiten (meist bis 19:00 Uhr). Uns wurde das leider zum Verhängnis, da wir vor verschlossenen Toren standen – plant euren Besuch also lieber am späten Nachmittag ein, um eventuell auch den Sonnenuntergang mitzunehmen.

EINKAUFSZENTREN

Wer eine Pause von der Hitze braucht, findet in Bangkoks gigantischen Einkaufszentren die perfekte Abkühlung. Die Vielfalt ist dabei fast grenzenlos: Es gibt edle Malls wie das Siam Paragon oder das IconSiam, in denen alle großen Luxusmarken der Welt vertreten sind. Auf der anderen Seite locken Zentren wie das MBK Center, das für günstige Mode, Souvenirs und ganze Stockwerke voller Technik und Gadgets bekannt ist. Hier findet wirklich jeder das passende Mitbringsel.

Besonders faszinierend ist die Gegend rund um die großen Malls im Stadtteil Siam. Viele der Einkaufszentren sind über einen weitläufigen Skywalk miteinander verbunden. Auf diesem Hochweg für Fußgänger bewegt man sich völlig getrennt vom dichten Verkehr der Straßen unter einem.

Noch eine Ebene weiter oben rauscht der BTS Skytrain vorbei. Wenn es dunkel wird und die unzähligen bunten Leuchtreklamen die Straßenzüge in grelles Licht tauchen, entsteht eine fast unwirkliche Atmosphäre. Man kommt sich in diesem futuristischen Geflecht aus Beton, Zügen und Neonlicht unweigerlich vor wie in einer Kulisse von Cyberpunk oder Blade Runner.

VLOGS

Ihr wollt noch mehr von dieser Tour sehen? Auf unserem YouTube-Kanal findet ihr den dazugehörigen Vlog mit vielen weiteren Eindrücken und persönlichen Momenten unserer Reise. Wir freuen uns, wenn ihr uns auch dort begleitet!

Weltreise Vlog #040

BANGKOK

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