Cusco

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veröffentlicht am
28. August 2022

Allgemeine Infos zur Reise

Cusco

Cusco (oft auch Cuzco geschrieben) ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Machu Picchu. Die Stadt im Südosten Perus verbindet eine Jahrtausende alte Geschichte mit lebendiger südamerikanischer Gegenwart und gehört zu den faszinierenden Metropolen des Kontinents.

Allgemeine Daten und Geographie
Eingebettet in ein Tal der peruanischen Anden, bildet Cusco das urbane Zentrum des südlichen Hochlandes. Die Provinz umfasst eine Fläche von knapp 620 Quadratkilometern im Stadtgebiet, während die gesamte Region ein weitläufiges gebirgiges Terrain einnimmt. In der Stadt selbst leben etwa 430.000 Menschen, im gesamten Ballungsraum sogar über eine Million.

  • Höhenlage:
    ca. 3.400 Meter (Sauerstoffarme Luft erfordert Akklimatisierung)

  • Einwohnerzahl:
    ca. 430.000 (Kernstadt) / > 1 Million (Ballungsraum)

  • Fläche (Stadtgebiet):
    ca. 617 Quadratkilometer

Klima
Das Klima in Cusco ist durch die Höhenlage stark geprägt und wird im Wesentlichen von zwei Jahreszeiten bestimmt: Der trocken-kühle Winter und der regenreiche Sommer.

  • Trockenzeit (Mai bis September):
    Tagsüber strahlt oft die Sonne bei angenehmen Temperaturen um die 18 bis 20 Grad. Nachts kann es jedoch stark abkühlen, gelegentlich sogar bis unter den Gefrierpunkt.

  • Regenzeit (November bis März):
    In diesen Monaten muss fast täglich mit heftigen Regenschauern gerechnet werden, wobei die Temperaturen milder ausfallen.

Geschichtliche Entwicklung
Cusco gilt als die älteste kontinuierlich bewohnte Stadt des amerikanischen Doppelkontinents. Einer Legende nach im 11. oder 12. Jahrhundert von Manco Cápac gegründet, stieg die Stadt zur glanzvollen Hauptstadt des Inka-Reiches (Tawantinsuyu) auf. Die Inkas gestalteten den Grundriss der Stadt im Entwurf eines Pumas. Im Jahr 1533 nahmen die spanischen Conquistadores unter Francisco Pizarro die Stadt ein und plünderten die Reichtümer. Die Spanier errichteten ihre Kolonialbauten direkt auf den massiven, erdbebensicheren Inka-Fundamenten, die bis heute das Stadtbild prägen. 1983 ernannte die UNESCO Cusco aufgrund dieser einzigartigen architektonischen Synthese zum Weltkulturerbe.

Kultur und Wirtschaft
Cusco ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist indigener Abstammung (vor allem Quechua), und die traditionelle Kultur ist im Alltag durch Sprache, Kleidung, Märkte und Feste stark präsent. Wirtschaftlich stützt sich die Stadt heute zu großen Teilen auf den Tourismus, der Zehntausende Arbeitsplätze sichert. Ergänzt wird die lokale Wirtschaft durch den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten aus den umliegenden Tälern sowie traditionelles Kunsthandwerk, Webereien und die Gastronomie, die sich zu einem echten Aushängeschild entwickelt hat.

Wichtige Infos für Touristen

  • Höhenkrankheit (Soroche):
    Wegen der 3.400 Meter Höhe sollten Reisende es in den ersten Tagen ruhig angehen lassen, viel Wasser trinken und eventuell den lokalen Kokabl Tee probieren, um Kopfschmerzen und Schwindel vorzubeugen.

  • Beste Reisezeit:
    Die Monate von Mai bis September gelten aufgrund des stabilen Wetters als ideal für Trekking und Sightseeing.

  • Sehenswürdigkeiten:
    Neben der Altstadt (Plaza de Armas) und der Kathedrale sind vor allem die nahegelegenen Inka-Ruinen von Sacsayhuamán beeindruckend. Zudem dient Cusco als unverzichtbarer Ausgangspunkt für Reisen ins Heilige Tal und nach Machu Picchu.

Plaza de Armas

Der Plaza de Armas in Cusco ist das historische, kulturelle und gesellschaftliche Herz der alten Inka-Hauptstadt. Ursprünglich trug der Platz den Namen Huacaypata (Kriegerplatz) und war während des Inkareichs ein bedeutender Ort für Zeremonien und Versammlungen. Nach der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert wurde er im kolonialen Stil umgestaltet, wobei die beeindruckenden Inka-Fundamente oft als Basis für die neuen Gebäude dienten.

Heute wird der Platz von prägenden kolonialen Bauwerken eingerahmt, darunter die majestätische Kathedrale von Cusco und die Kirche La Compañía de Jesús, die beide für ihre kunstvolle Architektur und reiche Geschichte bekannt sind. Umgeben von Arkadengängen voller Restaurants, Cafés und Geschäfte ist der Platz der ideale Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden, das bunte Treiben zu beobachten und die einzigartige Mischung aus Inka- und spanischer Kolonialgeschichte hautnah zu erleben.

la catedral santo domingo

Die Hauptkathedrale von Cusco, die offiziell Kathedrale von Cusco (oft auch als Kathedrale von Santo Domingo oder Catedral Basílica de la Virgen de la Asunción bezeichnet) liegt an der Nordostseite des Plaza de Armas und zählt mit acht Altären und zwei Nebenkirchen zu den größten Kirchen des amerikanischen Kontinents. Zusammen mit kompletten Stadt Cusco wurde sie 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Wir haben uns die Kathedrale nur von außen angeschaut, sie kann aber auch von innen besichtigt werden.

  • Geschichte & Bau:
    Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1556 und zogen sich über fast ein Jahrhundert hinweg, bis sie 1654 weitgehend abgeschlossen wurden. Die Spanier nutzten für den Bau teilweise Steine, die von der Inka-Festung Sacsayhuamán stammten.

  • Architektur:
    Das Gebäude vereint eindrucksvoll die wuchtige Renaissance-Architektur mit prächtigen barocken Elementen. Die Kathedrale besteht eigentlich aus drei aneinandergrenzenden Kirchen (neben der Hauptkathedrale noch die Iglesia del Triunfo und die Sagrada Familia).

  • Kunstschätze:
    Im Inneren beherbergt sie eine der wertvollsten Sammlungen kolonialer Kunst, darunter berühmte Gemälde der Cusco-Malschule – wie das berühmte Bild des Letzten Abendmahls, auf dem ein Meerschweinchen (Cuy) als Hauptgericht serviert wird.

Iglesia La Compañia

Die zweite große Kirche am Plaza de Armas ist die Iglesia La Compañia de Jesus. Es handelt sich dabei um eine Jesuiten-Kirche, deren Bau 12 Jahre nach der Fertigstellung der Kathedrale von Cusco begonnen wurde. Die Kirche hat zwei hohe Glockentürme. Wir selbst waren zwar nicht in der Iglesia La Compañia, aber angeblich kann der linke Glockenturm bestiegen werden und bietet eine gute Aussicht über den Plaza de Armas.

  • Historischer Boden:
    Die Jesuiten erbauten die Kirche ab 1571 auf den Fundamenten des Amarucancha, dem ehemaligen Palast des Inka-Herrschers Huayna Cápac. Damit demonstrierten sie einst demonstrativ ihren Machtanspruch über die alte Inka-Hauptstadt.

  • Architektur & Fassade:
    Die prächtige, steinerne Fassade gilt wegen ihrer detailreichen Ornamentik, den kunstvollen Säulen und den beiden Glockentürmen als eine der schönsten und am häufigsten fotografierten des Kontinents. Nach einem schweren Erdbeben im Jahr 1650 wurde sie im darauffolgenden Jahrzehnt wieder aufgebaut.

  • Das Innere:
    Im Inneren beeindruckt die Kirche durch einen riesigen, komplett mit Blattgold überzogenen Hochaltar, eine majestätische Kuppel sowie wertvolle Gemälde und Holzschnitzereien der berühmten Cusco-Malschule.

Zusammen mit der Kathedrale prägt sie das unverwechselbare Panorama des Hauptplatzes von Cusco.

san blas

Das malerische Viertel San Blas (oft auch als das Künstlerviertel von Cusco bezeichnet) liegt nur wenige Gehminuten nordöstlich des Plaza de Armas an einem steilen Hang.

  • Charakter & Atmosphäre:
    Mit seinen engen, verwinkelten und kopfsteingepflasterten Gassen, den weiß getünchten Häusern, blauen Holzbalkonen und bunten Blumentöpfen strahlt San Blas einen ganz besonderen, bohemischen Charme aus. Autos fahren hier kaum, weshalb man das Viertel wunderbar zu Fuß erkunden kann.

  • Künstler- und Handwerkszentrum:
    San Blas ist seit Generationen die Heimat von lokalen Künstlern, Bildhauern und Handwerkern. Überall in den Gassen findet man kleine Werkstätten, Galerien und Geschäfte, die traditionelle Keramik, Gemälde und Schmuck anbieten. Berühmt ist beispielsweise die Künstlerfamilie Mendívil, deren traditionelle Figuren mit den charakteristischen langen Hälsen weltbekannt sind.

  • Sehenswürdigkeiten:
    Das Herz des Viertels ist die kleine
    Plaza de San Blas mit der gleichnamigen Kirche. Die Kirche selbst beherbergt eine legendäre, kunstvoll geschnitzte Kanzel aus Zedernholz, die als Meisterwerk kolonialer Holzschnitzkunst gilt.

  • Aussicht:
    Weil das Viertel am Berg liegt, gibt es mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man einen fantastischen, paniniartigen Blick über die roten Dächer des historischen Zentrums von Cusco genießen kann.

In diesem Viertel hatten wir unser Hostel und waren von der Gegend wirklich begeistert. Überall gibt es kleine Gassen, viele interessantes Bars und Restaurants sowie kleine Boutiquen und Shops. Vom Plaza de Armas aus muss man sich zwar etwas nach oben kämpfen, die tolle Altstadt und der Ausblick entschädigen aber vollkommen.

mercado central de san pedro

Der Zentralmarkt von San Pedro, Mercado Central de San Pedro (meist einfach Mercado de San Pedro genannt) ist der wichtigste und älteste Lebensmittelmarkt in der Stadt Cusco und befindet sich in seinem historischen Zentrum vor der Plazoleta San Pedro und der Santa-Clara-Straße. Neben Brot, Fleisch, Obst, Gemüse und Kleidung gibt es dort auch relativ viele Souvenirstände für Touristen und kleine Stände mit Essen. Wir haben dort das erste Mal das klassisch peruanische Ceviche probiert. Für uns ist der Markt auf jeden Fall einen Besuch wert.

  • Geschichte & Architektur:
    Die Markthalle wurde im Jahr 1925 eröffnet. Eine architektonische Besonderheit ist die tragende Stahlkonstruktion der Halle, die vom berühmten französischen Ingenieur Gustave Eiffel (dem Erbauer des Eiffelturms in Paris) entworfen wurde.

  • Angebot & Vielfalt: Auf dem Markt gibt es nahezu alles zu kaufen. Es ist in verschiedene Sektionen unterteilt:

    • Frischwaren: Riesige Stapel von Anden-Kartoffeln (es gibt Dutzende verschiedene Sorten in Peru), exotisches Obst, Gemüse und bunte Blumen.

    • Traditionelle Küche (Picanterías): An einfachen Garküchen kann man lokale Spezialitäten wie frische Hühnersuppe, Lomo Saltado oder frisch gepresste Säfte probieren.

    • Handwerk & Souvenirs: In den äußeren Gängen finden sich Stände mit Alpakapullovern, Textilien, Taschen, Schmuck und Anden-Amuletten.

  • Atmosphäre:
    Der Markt ist laut, farbenfroh, manchmal etwas chaotisch, aber absolut faszinierend. Es ist ein Ort der Düfte, Farben und Geräusche, bei dem man den Puls der Stadt hautnah spürt.

Vlog

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Weltreise Vlog #011

CUSCO

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