Vietnam Süden
Unsere Erlebnisse im
Der Süden Vietnams umfasst das riesige Mekong-Delta sowie die umliegenden Provinzen und erstreckt sich über eine Fläche von rund 40.000 km2. Die Region ist dicht besiedelt und beheimatet das wirtschaftliche Herz des Landes: die pulsierende Megacity Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) mit rund 9,4 Millionen Einwohnern. Die offizielle Währung ist der Vietnamesische Dong (VND). Geografisch ist die Region extrem flach und von einem dichten Netz aus Flussarmen, Kanälen und unendlichen Reisfeldern geprägt, während der südlichste Zipfel durch tropische Inseln wie Phu Quoc und dichte Mangrovenwälder begrenzt wird.
Das Klima im Süden ist rein tropisch und teilt sich im Wesentlichen in zwei Jahreszeiten. Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit von Dezember bis April, wenn angenehme, teils heiße Temperaturen herrschen und die Luftfeuchtigkeit moderat ist. Von Mai bis November dominiert der Südwestmonsun das Geschehen, der fast täglich am Nachmittag für kurze, aber heftige Regenschauer und tropische Schwüle sorgt, was dem Reisanbau im Delta jedoch seine enorme Fruchtbarkeit verleiht.
Geschichtlich blickt der Süden auf eine ganz andere Entwicklung zurück als der Norden des Landes. Ursprünglich lange Zeit unter dem kulturellen Einfluss des hinduistisch geprägten Khmer-Reiches, wurde die Region erst im 17. und 18. Jahrhundert von den vietnamesischen Nguyen-Kaisern erschlossen. Im 19. Jahrhundert machten die französischen Kolonialherren Saigon zum administrativen Zentrum von „Cochinchina“, was bis heute an Kolonialbauten wie der Kathedrale Notre-Dame oder dem Hauptpostamt sichtbar ist. Das 20. Jahrhundert war stark durch den Vietnamkrieg geprägt, in dem Saigon als Hauptstadt Südvietnams im Fokus der Weltöffentlichkeit stand. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1976 hat sich die Region rasant zu einem modernen, zukunftsorientierten Zentrum entwickelt, das dennoch seine Traditionen der schwimmenden Märkte und der ländlichen Delta-Kultur pflegt.
