WIEN
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ANDY
veröffentlicht am
08. April 2021
Allgemeine Infos zur Reise
- 10.04.2015 - 11.04.2015
- 12.08.2017 - 15.08.2017
- Städtereise
STÄDTEREISE NACH WIEN
Österreich hat noch viel mehr zu bieten als nur eine wunderschöne Natur. 2015 haben wir die Hauptstadt Wien das erste Mal besucht und da es uns dort so gut gefallen hat waren wir 2017 gleich nochmal dort. Wien gilt weltweit als Inbegriff europäischer Hochkultur, kaiserlicher Geschichte und architektonischer Pracht. Die Bundeshauptstadt Österreichs zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität aus und verbindet historisches Erbe nahtlos mit moderner Urbanität.
Allgemeine Daten
Wien erstreckt sich über eine Fläche von rund 414 km² und zählt etwas mehr als 2 Millionen Einwohner. Damit ist sie die bevölkerungsreichste Stadt Österreichs und die zweitgrößte deutschsprachige Stadt überhaupt. Als eigenes Bundesland ist Wien politisch in 23 Gemeindebezirke unterteilt. Ein praktisches Detail für die Orientierung: Der 1. Bezirk (Innere Stadt) bildet das historische Zentrum, um das herum die weiteren Bezirke spiralförmig im Uhrzeigersinn angeordnet und durchnummeriert sind.
Geographie und Klima
Geografisch liegt Wien im Osten Österreichs am Übergang zwischen den Ausläufern der Ostalpen und dem Wiener Becken, direkt durchflossen von der Donau. Die Landschaft ist im Westen geprägt vom Wienerwald und sanften Hügelketten mit Weinanbaugebieten. Das Klima ist gemäßigt mit kontinentalen und ozeanischen Einflüssen:
- Sommer: Die Monate Juni bis August bringen warme bis heiße Tage mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C bis 30 °C, wobei es im dicht bebauten Stadtzentrum spürbar aufheizen kann.
- Winter:
Die Winter sind mäßig kalt bei Temperaturen meist um den Gefrierpunkt, gelegentlichem Schneefall und kühlen Winden aus dem Osten.
Geschichtliche Entwicklung
Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Antike zurück, als die Römer an der Donau das Militärlager Vindobona errichteten. Im Mittelalter entwickelte sich Wien zu einer bedeutenden Handelsstadt und stieg schließlich zur Residenzstadt der Habsburger-Dynastie auf. Der große prägende Wendepunkt folgte in der Neuzeit. Über Jahrhunderte war Wien das politische und kulturelle Zentrum des Heiligen Römischen Reiches sowie ab 1804 des Kaisertums Österreich. Mit dem Abriss der alten Stadtmauern ab 1857 entstand die prachtvolle Ringstraße. In der Epoche des Fin de Siècle um 1900 wurde die Metropole zu einem weltweiten Zentrum für Kunst, Musik und Philosophie. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich die Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem neutralen Brückenkopf und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen.
Wirtschaftliche und kulturelle Aspekte
Wirtschaftlich zählt Wien zu den wohlhabendsten Regionen Europas mit einem starken Dienstleistungssektor, Forschungseinrichtungen und IT-Branche. Kulturell ist die Stadt als Welthauptstadt der klassischen Musik berühmt – geprägt durch das Wirken von Mozart, Beethoven und Strauss. Institutionen wie die Wiener Staatsoper, die Wiener Philharmoniker und das traditionelle Wiener Kaffeehaus, das zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört, bilden das Fundament der lokalen Identität.
Wichtige Informationen für Touristen
Für die Planung eines Aufenthalts bieten sich folgende Eckdaten an:
Beste Reisezeit:
Das Frühjahr (April bis Juni) sowie der Frühherbst (September bis Oktober) bieten ideal elanvolles Wetter für Sightseeing. Ein besonderes Highlight ist zudem die Adventszeit mit den traditionellen Christkindlmärkten.Infrastruktur:
Der Flughafen Wien-Schwechat (VIE) liegt knapp 18 Kilometer südöstlich des Zentrums und ist über den City Airport Train (CAT) sowie die S-Bahn hervorragend angebunden. Das öffentliche Nahverkehrsnetz (U-Bahn, Straßenbahn, Bus) gilt als eines der effizientesten und günstigsten weltweit.Kosten:
Während der Nahverkehr sehr erschwinglich ist, liegen die Preise in der Gastronomie, bei Museumsintritten und Hotelübernachtungen im gehobenen westeuropäischen Durchschnitt.
Sonstige interessante Fakten
- Wien wird in internationalen Rankings (wie der Mercer-Studie) regelmäßig als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität ausgezeichnet.
- Rund die Hälfte des Wiener Stadtgebiets besteht aus Grünflächen, Parkanlagen, Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
- Der Tiergarten Schönbrunn wurde 1752 gegründet und gilt als der älteste noch bestehende Zoo der Welt.
Im Folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über einige der Highlights geben, die uns von Wien in Erinnerung geblieben und aus unserer Sicht definitiv einen Besuch wert sind:
Schloss Schönbrunn & Schlosspark
Schloss Schönbrunn in Wien war die Sommerresidenz der österreichischen Habsburgermonarchen und zählt heute als UNESCO-Weltkulturerbe zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas. Die prunkvolle Anlage mit ihren 1.441 Räumen – von denen 45 besichtigt werden können – wurde im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia maßgeblich ausgebaut und geprägt. Das Schloss ist eng verbunden mit historischen Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Joseph, der hier geboren wurde und verstarb, sowie seiner Ehefrau Kaiserin Sisi. Neben der imposanten Architektur zieht vor allem der weitläufige Schlosspark Millionen Besucher an: Er beherbergt die Aussichtsplattform Gloriette, den historischen Irrgarten, das beeindruckende Palmenhaus und den Tiergarten Schönbrunn, den ältesten noch bestehenden Zoo der Welt.


Gloriette
Die Gloriette thront als imposanter Abschluss des Schlossparks auf dem Hügel hinter Schloss Schönbrunn. Erbaut im Jahr 1775 unter Kaiserin Maria Theresia und entworfen von Architekt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, dient das frühklassizistische Bogenbauwerk als Denkmal zur Verherrlichung der habsburgischen Macht und des „gerechten Krieges“. Der dreistöckige Pavillon mit seinen weiten Säulenarkaden beherbergt im Verglasten Mittelteil heute ein bekanntes Café, während die Dachplattform einen der spektakulärsten Panoramablicke über die gesamte Schlossanlage und die Wiener Innenstadt bietet.
Großes Palmenhaus
Das Große Palmenhaus im Schlosspark Schönbrunn ist das größte Glashaus auf dem europäischen Kontinent und wurde 1882 unter Kaiser Franz Joseph eröffnet. Entworfen vom Hofarchitekten Franz Xaver Segenschmid und erbaut von Ignaz Gridl, beeindruckt die 111 Meter lange Stahl-Glas-Konstruktion durch ihre imposante Architektur aus rund 45.000 Glasscheiben. Im Inneren beherbergt das Riesenglashaus mehrere tausend Pflanzenarten aus der ganzen Welt, verteilt auf drei unterschiedliche Klimazonen: ein Kalt-, ein Warm- und ein Tropenhaus. Neben botanischen Seltenheiten wie einer mehrere hundert Jahre alten Seychellen-Palme gilt das Denkmal der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts heute als grüne Oase und Wahrzeichen historischer Pflanzenkultur.
Römische Ruine
Die Römische Ruine im Schlosspark Schönbrunn ist ein Meisterwerk der romantischen Gartenarchitektur des 18. Jahrhunderts und – entgegen ihrem Namen – kein antikes Bauwerk, sondern eine künstlich geschaffene Scheinquine. Entworfen von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg und 1778 fertiggestellt, fügt sie sich perfekt in das Konzept des barocken Landschaftsgartens ein. Die Anlage zeigt ein eingestürztes antikes Gemäuer, das vom Verfall der mächtigen Weltreiche erzählen soll und zugleich die Kontinuität des Hauses Habsburg als Nachfolger des Römischen Reiches symbolisiert. Ein zentraler Bogen raumgreift eine Brunnenanlage mit Flussgöttern, während üppige Bepflanzung den Eindruck erweckt, als würde die Natur sich das historische Bauwerk langsam zurückholen.
Obeliskbrunnen
Der Obelisk-Brunnen im Schlosspark Schönbrunn steht am östlichen Ende der Hauptachse vor dem Meidlinger Tor und markiert einen imposanten Blickfang. Ebenfalls 1777 von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg entworfen, ruht der massiv wirkende Obelisk auf vier Schildkröten – einem Symbol für Ewigkeit und Standhaftigkeit. Die Hieroglyphen auf dem Obelisken sind keine echten altägyptischen Schriften, sondern frei erfundene Phantasiezeichen, da die Entzifferung zur Bauzeit noch nicht gelungen war. Die Anlage symbolisiert den Anspruch des Hauses Habsburg auf ein ewig währendes Herrschergeschlecht, während das Wasser aus einer künstlichen Grotte über kaskadenförmige Schalen in das große Becken fließt.
Neptunbrunnen
Der Neptunbrunnen liegt am südlichen Ende des Großen Parterres direkt am Fuß des Schönbrunner Hügels und bildet das imposante Zentrum der Sichtachse zwischen Schloss und Gloriette. Entworfen von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg und 1780 knapp vor dem Tod Maria Theresias fertiggestellt, stellt die monumentale Figurengruppe die Meeresgottheit Neptun dar, der auf einem Muschel-Triumphwagen thront und das Meer beherrscht. Zu seinen Füßen bitten die Meeresnymphe Thetis und Tritonen um die sichere Überfahrt für ihren Sohn Achill. Das meisterhafte Barockdenkmal symbolisiert die weise und schützende Herrschaft des Hauses Habsburg über das Land.
Hofburg
Die Wiener Hofburg war vom 13. Jahrhundert bis 1918 das machtpolitische Zentrum des Habsburgerreiches und diente den Kaisern – im Gegensatz zur Sommerresidenz Schönbrunn – als eigentliche Winterresidenz. Über die Jahrhunderte stetig erweitert, erstreckt sich der gewaltige Gebäudekomplex heute über 240.000 Quadratmeter mit 18 Trakten und 19 Höfen, was ihn zu einem architektonischen Mix aus Gotik, Renaissance, Barock und Historismus macht. Neben ihrer historischen Bedeutung als Wohn- und Regierungssitz von Persönlichkeiten wie Maria Theresia oder Kaiser Franz Joseph und Sisi erfüllt die Hofburg bis heute zentrale politische und kulturelle Aufgaben: Sie ist der offizielle Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten und beherbergt weltberühmte Institutionen wie die Sisi Museum, die Kaiserlichen Appartements, die Spanische Hofreitschule, die Österreichische Nationalbibliothek sowie die Kaiserliche Schatzkammer mit der Reichskrone des Heiligen Römischen Reiches.
Stephansdom & Stephansplatz
Der Stephansdom auf dem zentralen Stephansplatz ist das geografische und herzenzmäßige Wahrzeichen Wiens sowie das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs. Seine Wurzeln reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, wobei das heute prägende Erscheinungsbild mit der imposanten Spätgotik und dem farbenprächtig mit Wappen verzierten Ziegeldach im 14. und 15. Jahrhundert entstand. Der höchste Punkt, der markante Südturm – von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannt –, misst 136,4 Meter, während im kürzeren Nordturm die riesige Glocke „Pummerin“ hängt. Das Innere birgt bedeutende Kunstschätze wie den Wiener Neustädter Altar, die spätgotische Kanzel und weitläufige Katakomben.
Der umliegende Stephansplatz bildet den pulsierenden Mittelpunkt der Wiener Altstadt und verbindet historische Architektur mit modernem Stadtleben. Sein heutigen Charakter prägen das Zusammenspiel aus den historischen Fassaden, dem dunklen Pflastermuster, das den Grundriss eines ehemaligen Friedhofs andeutet, sowie dem direkt gegenüberstehenden gläsernen Haas-Haus von Hans Hollein, das in seinen Scheiben die Gotik des Doms spiegelt. Als autofreie Fußgängerzone ist der Platz ein zentraler Knotenpunkt für Touristen, Flaneure und die beiden großen Einkaufsstraßen Graben und Kärntner Straße.
WIENer Prater
Der Wiener Prater im 2. Gemeindebezirk ist eine weitläufige Park- und Freizeitanlage und gilt als eine der ältesten Vergnügungsstätten der Welt. Ursprünglich ein kaiserliches Jagdrevier, gab Kaiser Joseph II. das Areal 1766 für die Öffentlichkeit frei. Heute teilt sich der Prater in zwei prägende Bereiche: Den bekannten Wurstelprater mit seinen Attraktionen, Geisterbahnen und Fahrgeschäften sowie den Grünen Prater, ein rund sechs Quadratkilometer großes Naherholungsgebiet aus Auen, Wiesen und Alleen.
Das unangefochtene Wahrzeichen ist das Wiener Riesenrad, das 1897 zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph errichtet wurde und aus 64,7 Metern Höhe einen fantastischen Blick über die Stadt bietet. Neben Klassikern wie den Altwiener Hochschaubahnen, Traditionswirtschaften (wie dem Schweizerhaus) und modernen Achterbahnen zeichnet den Prater sein freier Zugang aus – Eintritt zahlt man nur für die einzelnen Attraktionen.
Hundertwasserhaus
Das Hundertwasserhaus im 3. Wiener Gemeindebezirk ist eines der prägendsten architektonischen Highlights und farbenfrohesten Wahrzeichen Wiens. Das zwischen 1983 und 1985 erbaute Wohnhaus der Stadt Wien wurde vom berühmten Künstler Friedensreich Hundertwasser gemeinsam mit dem Architekten Joseph Krawina gestaltet. Es setzt ein ausdrucksstarkes Zeichen gegen die funktionale, graue Architektur der Nachkriegszeit.
Natur und Architektur:
Gemäß Hundertwassers Philosophie „Gut ist, was ökologisch ist“ stehen die Natur und der Mensch im Mittelpunkt. Auf den Dächern und Balkonen wachsen über 200 Bäume und Sträucher.Organische Formen:
Im gesamten Gebäude gibt es keine geraden Linien oder rechten Winkel – selbst die Böden in den Fluren sind uneben gestaltet, um dem natürlichen Gehgefühl zu entsprechen.Bunte Fassade & Fensterrecht:
Jede Wohnung besitzt eine individuell gestaltete Fassade. Hundertwasser gestand den Mieterinnen und Mietern das sogenannte „Fensterrecht“ zu: Wer dort wohnt, darf die Fassade rund um die eigenen Fenster nach eigenem Geschmack bemalt oder verändert gestalten.
Da es sich um ein privat bewohntes Gemeindebau-Wohnhaus handelt, kann das Gebäude nur von außen besichtigt werden. Gleich gegenüber befindet sich jedoch das Hundertwasser Village, ein gestaltetes Einkaufszentrum im selben Stil, sowie wenige Gehminuten entfernt das Kunst Haus Wien, das ein Museum mit Werken von Hundertwasser beherbergt.
Wiener Rathaus
Das Wiener Rathaus auf dem Rathausplatz ist der Sitz des Bürgermeisters, des Stadtsenats und des Wiener Landtags sowie der Hauptsitz der Stadtverwaltung. Erbaut zwischen 1872 und 1883 von Friedrich von Schmidt im neugotischen Stil, orientiert sich die prunkvolle Fassade an der Tradition flämischer Tuchhallen und mittelalterlicher Kommunalbauten. Mit seinem 98 Meter hohen Hauptturm – gekrönt vom berühmten „Rathausmann“, einer 3,5 Meter hohen Figur in Rüstung als Wahrzeichen des Stadt-Schutzes – prägt der gewaltige Bau die Wiener Ringstraße. Der direkt vorgelagerte Rathausplatz bildet das ganze Jahr über das kulturelle und veranstalterische Herz der Stadt:
Wiener Eistraum: Im Winter verwandelt sich der Platz in eine der weltweit größten und schönsten Freiluft-Eislauflandschaften.
Christkindlmarkt: In der Adventszeit beherbergt er den traditionsreichen und größten Wiener Weihnachtsmarkt.
Filmfestival: Im Sommer zieht das Open-Air-Filmfestival mit Musikfilm-Übertragungen und kulinarischen Ständen Millionen Besucher an.
Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper an der Ringstraße ist eines der renommiertesten und international führenden Opernhäuser der Welt. Eröffnet im Jahr 1869 mit Mozarts Don Giovanni, wurde das Prachtbauwerk im Stil der Neorenaissance von den Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg gestaltet. Das Haus blickt auf eine eindrucksvolle Musikgeschichte zurück und wurde von herausragenden Persönlichkeiten wie Gustav Mahler, Richard Strauss und Herbert von Karajan als Direktoren geprägt. Das hauseigene Orchester setzt sich aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker zusammen, was die außergewöhnliche musikalische Qualität des Hauses unterstreicht.
Mit einem täglich wechselnden Spielplan bietet das Haus pro Saison rund 350 Vorstellungen von über 60 verschiedenen Opern- und Ballettwerken. Einmal im Jahr verwandelt sich der Zuschauerraum für den weltberühmten Opernball in den elegantesten Ballsaal des Landes, bei dem sich Prominenz aus Kultur, Wirtschaft und Politik trifft. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Treppenraum und der Zuschauerraum durch einen Bombenangriff zerstört und 1955 nach aufwendigem Wiederaufbau feierlich neu eröffnet.
Österreichische Nationalbibliothek
Die Österreichische Nationalbibliothek (historisch als Kaiserliche Hofbibliothek bekannt) ist die größte Bibliothek Österreichs und befindet sich direkt im Komplex der Wiener Hofburg. Ihr Herzstück und bekanntester Anziehungspunkt ist der barocke Prunksaal: Er gilt als einer der schönsten historischen Bibliotheksräume der Welt und beherbergt rund 200.000 historische Bücher, darunter die Bibliothek von Prinz Eugen von Savoyen, unter einer beeindruckenden Kuppelfreske von Daniel Gran. Insgesamt verwahrt die Nationalbibliothek über 12 Millionen Objekte, darunter wertvolle Papyrus- und Kartensammlungen sowie weltweite Unikate. Während der Prunksaal am Josefsplatz den historischen Glanz widerspiegelt, dienen modern gestaltete Lesesäle in der Neuen Burg am Heldenplatz als zentrales wissenschaftliches Forschungszentrum der Republik.
Für den Gaumen
Die Wiener Kulinarik ist weltberühmt für ihre gemütliche Kaffeesiederkultur und eine herzhafte, von Mitteleuropa geprägte Mehlspeisenküche. Neben Deftigem wie dem Wiener Schnitzel oder Tafelspitz schlägt das süße Herz der Stadt vor allem in den traditionellen Kaffeehäusern: Ein absoluter Klassiker sind die Wiener Palatschinken – hauchdünne, luftig ausgebackene Pfannkuchen, die klassischerweise mit feiner Marillenmarmelade eingerollt und leicht mit Staubzucker bestreut werden. Dicht gefolgt wird die süße Tradition von der weltberühmten Sachertorte: Die 1832 von Franz Sacher kreierte, schokoladige Schichtspeise besticht durch ihre saftige Teigbasis, eine feine Schicht Marillenmarmelade und eine knackige Schokoladenglasur – serviert traditionell mit einem Klecks ungesüßter Schlagsahne. Ob Torte oder Palatschinken: Zusammen mit einer Wiener Melange sind sie der Inbegriff gelebter Kaffeehauskultur.














