Red Canyon
ANDY
veröffentlicht am
06. Juli 2022
Allgemeine Infos zur Reise
- 16.05.2022 - 06.06.2022
- 22 Tage
- Mietwagen-Rundreise
RED CANYON
Auf unserem Weg zum Bryce Canyon Nationalpark planen, sind wir eher fast zufällig auf den nahe gelegenen Red Canyon gestoßen. Der Red Canyon liegt nur wenige Meilen westlich des Bryce Canyon Nationalparks, direkt am berühmten Scenic Byway 12 (Utah State Route 12). Er wird auf dem Weg zum Bryce Canyon oft übersehen, gilt jedoch als absoluter Geheimtipp und steht seinem berühmten Nachbarn in puncto Schönheit in nichts nach.
Landschaft und Geologie
Die Hoodoos:
Genau wie der Bryce Canyon ist der Red Canyon berühmt für seine faszinierenden Felssäulen, die sogenannten Hoodoos.Farbenpracht:
Der Name kommt von dem leuchtend roten und orangefarbenen Sandstein, der im Sonnenlicht intensiv strahlt. Das Eisenoxid im Gestein sorgt für diese kräftigen Farben.Kontraste:
Ein echtes Markenzeichen des Canyons ist der Kontrast zwischen den feuerroten Felsen und den sattgrünen Ponderosa-Kiefern, die im Dixie National Forest wachsen.
Kein Nationalpark, sondern National Forest
Der Dixie National Forest ist der größte Nationalforst im US-Bundesstaat Utah und umfasst eine Fläche von knapp zwei Millionen Hektar (ca. 8.000 Quadratkilometer). Er erstreckt sich über rund 170 Meilen (ca. 270 Kilometer) quer durch den Süden Utahs. Da der Red Canyon zum Dixie National Forest und nicht zu den Nationalparks gehört, gibt es einige entscheidende Vorteile:
- Keine Eintrittsgebühren: Der Zugang zum Gebiet ist komplett kostenlos
- Weniger Andrang: Hier geht es deutlich ruhiger zu als im oft überfüllten Bryce Canyon.
Highlights und Aktivitäten
Die Straßentunnels: Wenn du auf dem Highway 12 durch den Canyon fährst, passierst du zwei markante, in den roten Fels gesprengte Tunnel – ein toller Fotostopp.
Pink Ledges Trail: Ein kurzer, leichter Wanderweg direkt am Besucherzentrum, der dich nah an die roten Felsformationen und Hoodoos heranführt. (Tipp: Die Ponderosa-Kiefern in diesem Gebiet riechen dank ihrer Rinde oft überraschend nach Vanille oder Butterscotch!)
Arches Trail: Ein etwas anspruchsvollerer, kurzer Pfad, der zu mehreren kleineren Felsbögen (Arches) führt.
Thunder Mountain Trail: Ein legendärer Singletrack-Wander- und Mountainbikeweg, der sich spektakulär über die Kammlinien und durch die rote Felslandschaft schlängelt.
Der Red Canyon ist also nicht nur eine wunderschöne „Vorschau“ auf den Bryce Canyon, sondern absolut eigenständig einen Stopp wert, um die Natur abseits der großen Touristenströme zu genießen.



Unsere erste Station beim Besuch des Red Canyon war das Visitor Center, das gleich am Parkplatz liegt. Von dort aus wollte wir dann ein wenig die Gegend anschauen und sind auch wieder relativ zufällig auf den Pink Ledges Trail geraten.
Charakteristik: Es handelt sich um einen rund ca. 0,8 bis 1,6 km langen Rundweg, der oft als Lehrpfad (interpretive trail) angelegt ist.
Landschaft: Der Weg führt direkt durch die leuchtend rosa- und rotfarbenen Felshänge, vorbei an faszinierenden Hoodoos und kleinen Felsnischen (Alcoves).
Besonderheiten: Am Besucherzentrum erhält man oft eine kleine Broschüre, die zu nummerierten Pfosten entlang des Weges passt und spannende Infos zur Geologie und Natur liefert. Ein bekannter Stopp auf dem Weg führt an großen Ponderosa-Kiefern vorbei, deren Rinde an warmen Tagen intensiv nach Vanille oder Butterscotch duftet.
Kombination: Er lässt sich wunderbar mit anderen kurzen Wegen (wie dem Birdseye Trail oder dem Photo Trail) zu einer etwas längeren Schleife verbinden, bietet aber auch als kurzer Spaziergang einen fantastischen Einstieg in die rote Felslandschaft.




Nachdem wir uns im Red Canyon sattgesehen und die roten Felsen bewundert hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bryce Canyon. Die Fahrt war total kurz und super entspannt – gerade mal knapp 15 Meilen, also keine 20 Minuten im Auto.
Wir sind einfach auf dem Scenic Byway 12 (Utah State Route 12) nach Osten gestartet. Gleich zu Beginn sind wir durch diese coolen, in den roten Fels geschlagenen Tunnel gefahren, was direkt ein echtes Roadtrip-Feeling aufkommen ließ. Kurz darauf ging es auf der Straße leicht bergauf, während wir den Dixie National Forest hinter uns ließen und auf das Paunsaugunt-Plateau wechselten. Zum Schluss mussten wir nur noch kurz auf die Route 63 nach Süden abbiegen, und schon standen wir direkt am Eingang des Bryce Canyon National Parks.




Vlog
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