ZION

ANDY

veröffentlicht am
06. Juli 2022

Allgemeine Infos zur Reise

ZION NATIONALPARK

Der Zion-Nationalpark liegt im Südwesten Utahs an der Grenze zu Arizona. Er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1128 m und 2660 m Höhe. Seit 1919 besitzt das Gebiet den Status eines Nationalparks. Der Park wurde 1937 um die Kolob Canyons erweitert. Zion ist ein altes hebräisches Wort und bedeutet so viel wie „Zufluchtsort“ oder „Heiligtum“, das oft von den mormonischen Siedlern in Utah benutzt wurde. 

Innerhalb des Parks befinden sich Schluchten und Canyons, von denen der Zion Canyon und der Kolob Canyon die bekanntesten sind. Die Canyons sind aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein entstanden. Der Park liegt an der Grenze zwischen dem Colorado-Plateau, dem Great Basin und der Mojave-Wüste.    

Zu beachten:
Um die ständig wachsenden Verkehrs- und Parkplatzprobleme innerhalb des Parks zu lösen und um der Umwelt einen Gefallen zu tun, wurde der Zion Shuttle Service eingeführt.

In der Stadt Springdale am Südeingang des Parks findet man über die Stadt verteilt 6 Busstopps. Der Shuttlebus auf der Springdale Shuttle Route bringt einen bis an den Parkeingang.
Dort muss man umsteigen. Hinter dem neu errichteten Visitor Center fängt die Linie der Zion Canyon Shuttle Route an. Der Bus hält im Zion Canyon an 8 Stopps, von wo aus man die Wanderungen beginnen kann, und kehrt auf demselben Weg wieder ans Visitor Center zurück.

Das Shuttle ist kostenlos, aber auch im Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Oktober verpflichtend, da der Zion Canyon in dieser Zeit für Privatfahrzeuge gesperrt ist. Die Busse fahren alle 7 Minuten.

Genauere Infos zum tagesaktuellen Fahrplan gibt es auf der Seite des National Park Service (-> klick hier)

Weeping Rock (auf unbestimmte Zeit gesperrt!)

Schwierigkeit

einfach

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

0,5 Kilometer

Höhenmeter

24 Meter

Weeping Rock ist eine Felsformation im Zion-Nationalpark im südwestlichen US-Bundesstaat Utah, an der eine Hangquelle austritt. Es handelt sich um eine schüsselförmige Nische am Temple of Sinawava, in der die untere Sandsteinschicht fortgewaschen wurde, so dass ein überhängender Felsen entstand. Regenwasser wird vom Navajo-Sandstein absorbiert und sickert durch das Gestein nach unten. Wenn es auf die härtere, wenig durchlässige Kayenta-Schicht trifft, sucht es sich einen anderen Weg und tropft aus dem Fels. So bildeten sich am Gestein die hängenden Gärten.

Zum Weeping Rock gibt es einen etwa 500 Meter langen, asphaltierten Wanderweg von 24 Meter Höhenunterschied. Er bietet in seinem Verlauf spektakuläre Blicke auf den Great White Throne und Teile des Zion Canyons. Der Trail endet auf einer Plattform unter dem überhängenden Felsen hinter einem Vorhang aus Wassertropfen. Der hängende Garten am Weeping Rock ist der einzige von mehreren dieser Art im Zion-Nationalpark, zu dem ein direkter Trail führt.

Emerald Pools

Schwierigkeit

einfach

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

5,8 Kilometer

Höhenmeter

61 Meter

Die Wanderung zu den Lower, Middle und Upper Emerald Pools ist ein Klassiker im Zion Nationalpark. Ein gut ausgebauter Weg führt am Bach entlang bis zu den grün schimmernden Wasserbecken. Diese entstehen durch Sickwasser, dass sich in dieser Gegend ganzjährig sammelt und dann in Wasserfällen wieder aus dem Gestein austritt. Die charakteristische, smaragdgrüne Farbe und auch ihren Namen verdanken die Pools speziellen Algen. Da die Wanderung direkt gegenüber der Zion Lodge startet und grundsätzlich nicht sehr schwierig ist, ist der Weg im Sommer meist überfüllt.

Zion Narrows

Schwierigkeit

moderat

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

2,9 Kilometer

Höhenmeter

63 Meter

Die Zion Narrows fallen schon fast unter die Kategorie Canyoning und gehören zu den Top Hikes in der Gegend.
Ausgangspunkt ist das Visitor Center. In gut 20-25 Minuten erreicht man die letzte Haltestelle des Shuttle Busses “Temple of Sinawava”. Rutschfestes Schuhwerk ist zwingend erforderlich. Vorsicht ist geboten, da gerade in engen Schluchten Gewitter und starker Regen einen harmlosen “Bach” schnell in einen gefährlichen, reißenden Fluss verwandeln können.

Beginnend am “Temple of Sinawava” kann man den ersten Teil zu den Narrows ganz entspannt angehen. Am Ende des Riverside Walks gibt es zwei Möglichkeiten: entweder umkehren, oder aber weiter durch den Fluss. Wer sich für letztere Variante entscheidet, für den geht es ab jetzt hauptsächlich durchs Wasser. 

Viele Besucher wandern oft nur eine halbe Stunde durch das meist knöchel- bis knietiefe Wasser. Denn schon nach einigen Minuten erreicht man die ersten Engstellen des Canyons. Nach gut einer halben Meile erreicht man die Mystery Falls. Teile der riesigen Felswände aus Sandstein sind durch leicht herabfließendes Wasser aus den Bergen nass und mit Moos bedeckt. Hierin spiegelt sich die Sonne und sorgt für einzigartige Farbkontraste. Knapp 1,5 Meilen nach dem “Gateway of the Narrows” erreicht man die so genannte “Wall Street”, den Beginn der engsten Passage des Canyons. Bis zur Abzweigung Orderville Canyon wagen sich nur noch wenige Besucher vor.

Angels Landing Trail (PERMIT ERFORDERLICH!)

Schwierigkeit

schwer

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

8,0 Kilometer

Höhenmeter

497 Meter

Zu beachten:
Um den Angels Landing Trail gehen zu können braucht man mittlerweile eine Genehmigung. Diese bekommt man über eine Art Lotterie in der man sich für den Trail bewerben kann. Am besten mal auf der offiziellen Seite des Nationalparks nachschauen!

Ausgangspunkt ist das Visitor Center im Zion National Park, da von dort die Shuttle Busse in den Zion Canyon fahren. In gut 15-20 Minuten geht es zur Haltestelle “The Grotto”.

Auf der linken Seite der Straße muss zuerst eine kleine Holzbrücke überquert werden. Nun folgt man dem sehr guten Weg nach rechts parallel zum Virgin River. Nach gut einer halben Stunde knickt der Weg nach Westen in den “Refrigerator Canyon” ab. Auch hier ist es im Prinzip noch ein einfacher Spaziergang. Der Canyon bildet mit den vielen grünen Bäumen, Sträuchern und schattigen Nischen eine angenehme Kühle.

Nach weiteren 15 Minuten erreicht man den wohl körperlich anstrengendsten Teil der Wanderung: Walter Wiggles. In 21 sehr steilen, engen Spitzkehren schlängelt sich der Weg die rechte Wand des Canyons nach oben. Oben angekommen kann man dann am Scout Overlook auf einer Höhe von 1631 Metern eine atemberaubende Aussicht genießen.

Für einen Teil der Wanderer ist der Hike auf dieser Plattform beendet. Vom Scout Overlook kann man den Weg auf dem sehr schmalen Felsrücken hinauf auf die Spitze von Angels Landing bestens erkennen.

Der Weg führt in südliche Richtung weiter und recht bald stößt man auf Eisenketten, die eine gute Hilfe sind, um einen Felsvorsprung auf der westlichen Seite des Grades zu überwinden. Nachdem man diese Stelle hinter sich gebracht hat kommt man auch schon an die engste Stelle des gesamten Weges.

Nachdem man einen kleinen Weg hinunter geklettert ist erreicht man einen Punkt, wo es an beiden Seiten 1500 ft. steil abfällt. Diese Stelle ist nur wenige Meter breit. Von nun folgt man einem sehr steilen Anstieg auf der Spitze des Bergkammes. Ketten sorgen wieder für den nötigen Halt bis man das Ziel erreicht hat.

Der Ausblick von oben (1765 Meter hoch) ist einfach nur atemberaubend. Im Süden ist der komplette Zion Canyon sichtbar, im Norden die legendären Zion Narrows. Schaut man in nordöstliche Richtung erblickt man noch ein ganzes Stück höher den Observation Point.

KAYENTA TRail

Schwierigkeit

einfach

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

1,9 Kilometer

Höhenmeter

29 Meter

Der Kayenta Trail schließt gleich an die Wanderung zu den Emerald Pools an und endet beim Shuttle Stop “The Grotto”. Von dort aus könnte man noch den Grotto Trail zurück zur Zion Lodge gehen. Insgesamt eine sehr leichte Wanderung mit wunderschönen Ausblicken auf das Tal.

Zion Canyon Overlook

Schwierigkeit

einfach

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

1,9 Kilometer

Höhenmeter

29 Meter

Der Canyon Overlook Trail befindet sich im östlichen Teil des Parks und gehört aufgrund der leichten Erreichbarkeit mit zu den beliebtesten Wanderungen.

Wichtig:
Es wird ein eigenes Fahrzeug benötigt, da die Shuttle Busse nicht bis zum Canyon-Overlook fahren. Vom Park aus führen einige enge Serpentinen steil hinauf bis zum Mount Carmel Tunnel. Am Tunnel muss man ggf. mit Wartezeiten rechnen, da der Durchgangsverkehr in Spitzenzeiten durch die Parkverwaltung reguliert wird. Nachdem man den Tunnel passiert hat, befindet sich unmittelbar dahinter auf der rechten Seite die Parkzone – weiter links kommen auch noch einige wenige Parkplätze.

Der Zion Canyon Overlook Trail ist eine kurze und abwechslungsreiche Wanderung, die am Ende des Trails mit gigantischen Aussichten belohnt wird.

Update 2022

Auf unserer Mietwagen Rundreise 2022 waren wir überrascht, dass doch relativ viele Trails im Zion gesperrt waren und zusätzlich auch noch Angels Landing nur mit permit zu begehen war. Der Shuttle Stop “Wheeping Rock” ist wegen eines Felssturzes auf unbestimmte Zeit geschlossen, weswegen Weeping Rock und Observation Point über diesen Weg nicht zugänglich sind.

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