BRYCE CANYON

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Andy 2025

ANDY

veröffentlicht am
06. Juli 2022

Allgemeine Infos zur Reise

BRYCE CANYON NATIONALPARK

Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten von Utah und gehört zu den faszinierendsten Landschaften der USA. Berühmt ist der Park für seine weltweit einmalige Konzentration an farbigen Felspyramiden, den sogenannten Hoodoos. Diese filigranen Felsnadeln, die durch die Kräfte von Wind, Wasser und Eis geformt wurden, erreichen Höhen von bis zu 60 Metern und leuchten in den intensivsten Rot-, Orange- und Weißtönen.

Kein echter Canyon, sondern riesige Amphitheater 
Geologisch gesehen ist der Bryce Canyon kein Canyon im eigentlichen Sinne – wie etwa der durch den Colorado River tief eingegrabene Grand Canyon –, da er nicht durch einen Fluss entstanden ist. Das Schutzgebiet ist stattdessen Teil des hochgelegenen Paunsaugunt-Plateaus. An dessen östlicher Kante haben sich durch Erosion riesige, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau hineingefressen.

Diese gigantischen Amphitheater erstrecken sich über eine Gesamtlänge von mehr als 30 Kilometern. Das größte und beeindruckendste von ihnen ist das namensgebende Bryce Amphitheater. Es ist knapp 5 Kilometer breit, rund 19 Kilometer lang und fällt gegenüber der Plateau-Kante über 240 Meter tief ab.

Wichtige Fakten & Reisetipps

  • Extreme Höhenlage: 
    Der Nationalpark liegt überraschend hoch. Die Kante des Plateaus (Rim) befindet sich auf einer Höhe von 2.400 bis 2.700 Metern über dem Meeresspiegel. Das bedeutet, dass es hier selbst im Sommer angenehm kühl ist und im Winter tiefer Schnee liegen kann.

  • Namensgebung: 
    Der Park wurde nach dem schottischen Einwanderer Ebenezer Bryce benannt, der sich um 1875 als einer der ersten Siedler direkt am Fuße des Canyons niederließ.

  • Sternenhimmel: 
    Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage und der extrem sauberen Luft gilt der Bryce-Canyon-Nationalpark als einer der dunkelsten Orte der USA (zertifizierter International Dark Sky Park). Nachts kann man hier mit bloßem Auge die Milchstraße und Tausende von Sternen sehen.

Sunset point to sunrise point

Schwierigkeit

einfach

Routentyp

Hin und zurück

Distanz

1,8 Kilometer

Höhenmeter

25 Meter

Der Sunset Point gehört zu den beliebtesten und am leichtesten zugänglichen Aussichtspunkten im Bryce-Canyon-Nationalpark. Die Aussichtsplattform ragt markant in das Bryce Amphitheater hinein und teilt das Panorama für den Betrachter optisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Der Name des Punktes birgt jedoch ein kleines Paradoxon: Obwohl er Sunset Point heißt, ist der Aussichtspunkt nach Osten ausgerichtet – man blickt also genau in die entgegengesetzte Richtung des eigentlichen Sonnenuntergangs. Dennoch ist der Name absolut passend, denn wenn die Sonne im Westen hinter dem Plateau versinkt, werden die gegenüberliegenden Hoodoos und Felsnadeln im Osten von den letzten Sonnenstrahlen angestrahlt. Dadurch entsteht ein spektakuläres Farbenspiel, bei dem das Gestein in tiefen Rot- und Goldtönen regelrecht zu glühen scheint.

An keiner anderen Stelle des Bryce Canyons kommen die Farben des rötlichen Gesteins mehr zur Geltung als hier. Die Felsen gehören der Claron Formation an, einer Kalksteinzusammensetzung, die weltweit nur an dieser Stelle zu bewundern ist. Sie entstand vor etwa 50 Millionen Jahren in einem zu dieser Zeit hier befindlichen Süßwassersee, dem Lake Claron. Dabei bildeten Eisenoxid- Mineralien die markanten Rot-, Orange- und Gelbtöne der unteren Klippenhälfte. Manganoxide ergänzten die Farbpalette mit Pink und Rosa.

Navajo Loop & Queens Garden Trail

Schwierigkeit

moderat

Routentyp

Rundweg

Distanz

4,2 Kilometer

Höhenmeter

190 Meter

Bryce Canyon ist ein National Park, der unzählige großartige Ausblicke bietet, doch die ganze Schönheit der Natur erlebt man nur auf einem Trail, der auch in den vermeintlichen Canyon hinab führt. Auch wenn es zahlreiche Wanderwege gibt, bietet der Queens Garden / Navajo Loop vermutlich den besten Mittelweg zwischen Zeitaufwand, Anstrengung und Sehenswertem.

Die Kombination der beiden Trails kann entweder am Sunrise Point mit dem Queens Garden Trail oder am Sunset Point mit dem Navajo Loop gestartet bzw. beendet werden. Die ersten paar hundert Meter des Navajo Loop verlaufen über Serpentinen mit Steigungen von bis zu 30%. Es ist also zu überlegen in welche Richtung man den Rundweg gehen möchte. Startet man am Sunset Point, so darf man sich am Anfang mit einem 30%-Gefälle auseinandersetzen. Startet man am Sunrise Point, dann muss man eine 30%-Steigung am Ende des Rundweges absolvieren. Wir selbst sind am Sunrise Point gestartet und die Serpentinen des Navajo Loop nach oben gegangen. Es war zwar anstrengend, aber die tolle Aussicht lenkt schon ziemlich gut ab.

Entlang des Weges finden sich viele bekannte Gesteinsformationen wie die „Wall Street“, zwei hohen Felswände, „Thor’s Hammer“ oder „Queen Victoria“. Aber egal ob mit Namen versehen oder nicht, eigentlich sind alle Hoodoos absolut sehenswert.

Für mich ist der Bryce Canyon Nationalpark ein absolutes Highlight und wäre allein für einen kurzen Blick auf das Amphitheater immer wieder einen Abstecher wert. Man kommt sich dort vor wie in einer ganz anderen Welt, wenn die Sonne alles in rotes Licht taucht.

VLOG

Auch auf unserer Mietwagen Rundreise 2022 haben wir den Bryce Canyon wieder besucht und es ist wirklich jedes Mal wieder unglaublich beeindruckend den Ausblick auf den Canyon genießen zu dürfen! 

Möchtet ihr unsere Reiseerlebnisse hautnah miterleben? Auf unserem YouTube-Kanal findet ihr ergänzend zu diesem Blogbeitrag unsere Vlogs. Dort bieten wir euch visuelle Einblicke, nützliche Tipps und eine noch intensivere Perspektive auf unsere Ziele. Wir freuen uns, wenn ihr vorbeischaut:

USA VLOG #07

Black, Red & Bryce Canyon

WEITERE BEITRÄGE zur WestKüste der USA

Yosemite

San Francisco

Capitol Reef

Goblin Valley

Dead Horse Point

Red Canyon

Horseshoe Bend

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