Death Valley
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ANDY
veröffentlicht am
06. Juli 2022
Allgemeine Infos zur Reise
- 09.09.2017 - 27.09.2017
- 21 Tage
- Camper-Rundreise
- 16.05.2022 - 06.06.2022
- 22 Tage
- Mietwagen-Rundreise
DEATH VALLEY NATIONALPARK
Der Death Valley Nationalpark im Westen der USA ist ein Ort der Superlative und zieht Reisende mit seiner unwirklichen, faszinierenden Schönheit in den Bann. Gelegen im Südosten Kaliforniens, mit kleineren Anteilen in Nevada, erstreckt sich der Park als das größte Nationalparkgebiet der kontinentalen Vereinigten Staaten. Trotz seines bedrohlichen Namens ist das Tal keineswegs leblos, sondern ein dynamisches Ökosystem voller Kontraste, das sich nahtlos an der Grenze zwischen der Mojave- und der Great-Basin-Wüste ausbreitet.
Geographie und klimatische Bedingungen
Die Geographie des Parks ist von extremen Höhenunterschieden geprägt, die weltweit ihresgleichen suchen. Während am tiefsten Punkt im Badwater Basin die weiße Salzkruste rund 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, ragen nur wenige Meilen entfernt die schneebedeckten Gipfel der Panamint Range, wie der Telescope Peak, über 3.300 Meter in die Höhe. Diese gewaltigen Bruchschollengebirge und Täler verdanken ihre Entstehung komplexen geologischen Prozessen, bei denen sich die Erdkruste im Laufe von Millionen Jahren gedehnt, abgesenkt und verschoben hat. Neben den glitzernden Salzpfannen bestimmen bunte Badlands, vulkanische Krater und die geschwungenen Sanddünen von Mesquite Flat das Bild, die je nach Lichteinfall und Tageszeit in surrealen Farben leuchten.
Geprägt wird die Region vor allem durch ihr extremes Wüstenklima, das Death Valley zum heißesten, trockensten und sonnigsten Ort Nordamerikas macht. Im Sommer steigen die Temperaturen im Schatten regelmäßig auf über 50 Grad Celsius, und auf dem ungeschützten Boden werden oft noch weit höhere Werte gemessen. Verantwortlich dafür ist die geografische Lage im Regenschatten der umliegenden Gebirge, die feuchte Pazifikwinde abhalten, sodass der jährliche Niederschlag verschwindend gering ausfällt. Dennoch haben sich bemerkenswerte Ökosysteme entwickelt: Pflanzen wie der widerstandsfähige Kreosotbusch oder die kurzzeitig aufblühenden Wüstenblumen nach seltenen Regenfällen trotzen der Hitze, während Tiere wie Dickhornschafe, Kojoten und winzige Wüstenfische in den oasenartigen Quellen ihre Nischen gefunden haben.
Beste Reisezeit
Wer eine Reise in dieses einzigartige Naturwunder plant, sollte unbedingt einige wichtige Verhaltensregeln und Vorbereitungen beachten. Aufgrund der lebensgefährlichen Hitze gilt die Zeit von späten Herbst bis zum frühen Frühling als die ideale und sichere Reisezeit, während Besuche in den Sommermonaten extreme Vorsichtsmaßnahmen erfordern. Da die Entfernungen im Park riesig sind, die Handynetze oft nicht funktionieren und Tankstellen weit auseinanderliegen, ist es ratsam, immer genügend Trinkwasser, einen vollen Tank sowie Ersatzvorräte im Fahrzeug mitzuführen, um dieses atemberaubende, aber erbarmungslose Naturparadies sicher zu erkunden.
Es gibt zwei Haupttäler innerhalb des Parks, das Death Valley und das Panamint Valley. Das Death Valley ist von mehreren Gebirgen umschlossen, die höchste Gebirgskette bildet die Panamint Range mit dem 3366 m hohen Telescope Peak. Innerhalb des Nationalparks gibt es einige sehenswerte Dinge, von denen uns insbesondere folgende in Erinnerung geblieben sind:
Badwater Basin
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Hin und zurück
Distanz
2,9 Kilometer
Höhenmeter
3 Meter
Der Badwater Basin im Death Valley Nationalpark ist eine der surrealsten und faszinierendsten Landschaften der Erde und hält einen ganz besonderen Rekord: Mit rund 86 Metern unter dem Meeresspiegel ist er der tiefste Punkt Nordamerikas. Das Becken besteht aus einer riesigen, schier endlosen Salzkruste, die sich über knapp 500 Quadratkilometer erstreckt. Diese surreal glitzernde weiße Fläche aus fast purem Natriumchlorid entstand durch das Verdunsten eines prähistorischen Sees, der einst das gesamte Tal ausfüllte. Im Laufe von Jahrtausenden verdampfte das Wasser vollständig und hinterließ meterdicke Salzablagerungen. Wenn nach seltenen Regenfällen doch einmal etwas Wasser auf der Salzebene steht, entsteht ein hauchdünner See, der eine atemberaubende, spiegelglatte Reflexion der umliegenden Berge erzeugt.




Der Name des Ortes geht auf eine historische Begebenheit zurück: Im 19. Jahrhundert versuchten Pioniere und Goldsucher auf ihrem Weg nach Kalifornien, das Tal zu durchqueren. Als sie die Quelle am Rande des Beckens erreichten, war das Wasser extrem salzig, ungenießbar und trübe. Einer der Siedler soll damals ausgerufen haben, das Wasser sei „bad water“ (schlechtes Wasser), wodurch die Quelle und später das gesamte Becken ihren heutigen Namen bekamen. Das Wasser hier ist ca. doppelt so salzig wie Meerwasser. Wasser gibt es bei Badwater nur sehr wenig, und das meist unter einer zentimeterdicken Salzkruste. Dennoch trocknet diese winzige Quelle auch in den Sommermonaten nicht aus. Er speist sich aus einer uralten unterirdischen Wasserschicht, die Schmelzwasser aus den mehrere hundert Meilen entfernten Bergen Zentralnevadas über den porösen Kalkstein langsam hierher leitet. An einer Bruchstelle im Death Valley tritt das Wassern durch eine stark salzhaltige Schicht an die Oberfläche. Trotz dieser Umstände leben sogar einige Insekten und urzeitliche Fische in dieser heißen Salzbrühe.
Badwater Basin liegt direkt an der Badwater Road und ist von den Hauptverkehrsstraßen des Parks aus sehr leicht zu erreichen. Ein kurzer, ebener Fußweg führt von der Parkplatzfläche hinaus direkt auf die Salzkruste. Besucher können hier auf den charakteristischen, wabenförmigen Salzkristallen spazieren und den Blick auf die steil aufragenden Hänge der Black Mountains richten, an deren Felswand ein Schild den echten Meeresspiegel in beachtlicher Höhe über den Köpfen der Wanderer markiert. Wegen der extremen Hitze im Sommer wird empfohlen, den Ort in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zu besuchen.
Mesquite Flat Sand Dunes
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Rundweg
Distanz
0,5 Kilometer
Höhenmeter
14 Meter
Die 4 km² großen Mesquite Flat Sand Dunes gehören zu den ikonischsten und fotogensten Landschaften der Wüste. Sie liegen im zentralen Teil des Tals nahe dem Ort Stovepipe Wells und bieten den klassischen Anblick weicher, sanft geschwungener Sanddünen, die sich spektakulär vor den schroffen Bergketten erheben. Die Dünen bestehen aus feinstem Quarzsand, der über Jahrtausende durch Winde aus den umliegenden Bergen herbeigeweht und an dieser Stelle abgelagert wurde. Da das Tal hier flach ist und der Wind aus verschiedenen Richtungen weht, haben sich drei verschiedene Arten von Dünen gebildet: sichelförmige (Barchanen), lineare und sternförmige Dünen. Einige dieser Sandberge ragen bis zu 30 Meter in die Höhe. Ihren Namen verdanken sie den zahlreichen Mesquitebäumen, die rund um die Dünen wachsen und mit ihren extrem tiefen Wurzeln an das spärliche Grundwasser gelangen.
Wegen ihrer leichten Erreichbarkeit und ihrer fotogenen Ästhetik sind die Mesquite Flat Sand Dunes ein beliebter Drehort für Hollywoodfilme gewesen. Unter anderem dienten sie bereits als Kulisse für Science-Fiction-Klassiker, darunter verschiedene Szenen aus dem Star Wars-Universum.
Im Gegensatz zu anderen Wüstengebieten gibt es hier keine festgelegten Wanderwege. Besucher können sich frei über den Sand bewegen, um die Dünen zu Fuß zu erkunden. Besonders beliebt ist der Ort bei Fotografen und Naturliebhabern kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang, wenn die tiefstehende Sonne ein faszinierendes Spiel aus Licht und langen Schatten auf den Sand zaubert. Da es im Sand keinen Schatten gibt und sich die Hitze tagsüber extrem staut, ist ein Besuch in den kühleren Morgenstunden oder im Winter dringend angeraten.



Zabriskie Point
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Hin und zurück
Distanz
0,6 Kilometer
Höhenmeter
16 Meter
Zabriskie Point liegt südöstlich der Furnace Creek Ranch am Highway 190. Der Aussichtspunkt bietet einen einzigartigen Blick auf das unterhalb liegende Badwater und ist umgeben von einer atemberaubenden Kulisse aus markanten erodierten Furchen und ockerfarbenen Schlammablagerungen. Die Landschaft am Zabriskie Point besteht aus den erodierten Sedimenten eines prähistorischen Sees, der vor rund fünf Millionen Jahren an diesem Ort existierte. Im Laufe der Zeit lagerten sich Schichten aus Schlamm, Kies, Vulkanasche und Salz ab. Durch tektonische Bewegungen wurde das Gebiet angehoben, und strömendes Wasser schnitt tiefe Schluchten in das weiche Gestein. Heute prägen gewellte, fast surreal wirkende Hügel und Grate die Szenerie, die dramatisch vor den dunklen, schroffen Bergen im Hintergrund aufragen.
Benannt wurde der Aussichtspunkt nach Christian Brevoort Zabriskie, einem Vizepräsidenten der Pacific Coast Borax Company, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Region Borax abbaute und transportierte. Weltweite Berühmtheit erlangte der Ort zudem durch den gleichnamigen Kultfilm Zabriskie Point des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1970. Der Aussichtspunkt liegt im östlichen Teil des Parks an der State Route 190 und ist von einem leicht zugänglichen Parkplatz aus über einen kurzen, asphaltierten und leicht ansteigenden Fußweg in wenigen Minuten zu erreichen. Besonders beliebt ist der Zabriskie Point bei Fotografen und Urlaubern zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. In diesen Momenten taucht das erste oder letzte Tageslicht die goldgelben Ton- und Schlammhügel in ein intensives, glühendes Farbspiel aus Licht und Schatten.
Dante's View
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Rundweg
Distanz
0,5 Kilometer
Höhenmeter
14 Meter
Oberhalb von Badwater befindet sich an der Ostseite des Tals in den Black Mountains der Amargosa Range der 1.669 Meter hohe Dantes Peak mit Dantes View. Dieser berühmte Aussichtspunkt bietet einen Blick auf das Death Valley in seiner gesamten Länge von Norden nach Süden und auf die gegenüberliegenden Panamint Mountains mit ihrer höchsten Erhebung, dem Telescope Peak mit 3.368 Metern Höhe. Bei ganz klarer Sicht kann man sogar den 4.418 Meter hohen Mount Whitney in der Ferne erkennen, wodurch man den höchsten und den niedrigsten Punkt der USA auf einmal sehen kann.
Der Name des Ortes geht auf die Pacific Coast Borax Company zurück, die in den 1920er Jahren nach einem Namen suchte, der die dramatische und gewaltige Natur des Aussichtspunkts unterstreicht – angelehnt an Dante Alighieris Epos Göttliche Komödie mit ihren Beschreibungen von Höhen und Tiefen. Auch in Hollywood hat der Ort Spuren hinterlassen; unter anderem diente er als Filmkulisse für Szenen in dem Star Wars-Film Die Rückkehr der Jedi-Ritter, wo er als Aussichtspunkt auf dem Wüstenplaneten Tatooine genutzt wurde.
Rund 19 Kilometer südlich von Furnace Creek geht die Dantes View Road südlich vom Highway 190 ab. Von der Abfahrt aus sind es noch 21 Kilometer bis zum Aussichtspunkt; eine lange, steile und kurvige Straße. Besonders das letzte Stück mit seinen Haarnadelkurven ist richtig anspruchsvoll und hat uns schon ein wenig ins Schwitzen gebracht. An Dantes View angekommen befindet man sich auf einem großen Parkplatz, von wo aus man die Gegend erkunden kann.
DEVILS GOlf COURSE
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Rundweg
Distanz
0,5 Kilometer
Höhenmeter
0 Meter
Der „Devil’s Golf Course“ ist kein Golfplatz, sondern eine große Salzpfanne in der Mojave-Wüste im Death Valley National Park nördlich von Badwater. Das Salz auf dem Boden des Devil’s Golf Course besteht aus den Mineralien, die im Wasser des vor etwa 150.000 Jahren hier befindlichen Lake Manly Sees gelöst und nach dessen Verdunstung hier verblieben sind. Kristallisierte Salze bilden die gezackten Formationen in der Salzpfanne. Mit dem Auto kommt man auf etwas holprigem Wege direkt dorthin.
Der Name geht auf einen alten Reiseführer des National Park Service zurück, in dem scherzhaft bemerkt wurde, dass auf diesem unebenen Gelände „nur der Teufel Golf spielen könnte“ – denn ein normaler Ball würde sofort auf den spitzen Kristallen zerspringen oder unvorhersehbar abspringen. Wer genau hinhört, kann an warmen Tagen sogar ein leises, knisterndes Geräusch wahrnehmen: Es entsteht, wenn sich Millionen winziger Salzkristalle durch die Hitze ausdehnen und zusammenziehen.
ARTISTS PALETTE
Schwierigkeit
einfach
Routentyp
Artists Drive
Distanz
15,6 Kilometer
Höhenmeter
145 Meter
Der Artist’s Drive und insbesondere die Artist’s Palette im Death Valley Nationalpark sind ein absolutes optisches Highlight und zählen zu den farbenprächtigsten Landschaften der gesamten Wüste.
Artist’s Palette
Die berühmte „Künstlerpalette“ ist ein sanft gewelltes Hanggebiet, dessen Gestein in den unterschiedlichsten, leuchtenden Pastelltönen strahlt – von zartem Rosa und leuchtendem Violett über Türkis bis hin zu intensivem Ocker und Grün. Diese spektakulären Farben sind das Ergebnis von chemischen Prozessen und vulkanischer Aktivität vor Millionen von Jahren. Als bei gewaltigen Vulkanausbrüchen reiche Schichten aus Asche, Lava und Metalloxiden abgelagert wurden, oxidierten die enthaltenen Mineralien (wie Eisen, Mangan und Kupfer) im Laufe der Zeit durch Hitze und Grundwasser auf ganz unterschiedliche Weise, was diese einzigartige Farbvielfalt entstehen ließ.
Der Artist’s Drive
Besucher können dieses Naturkunstwerk am besten über den Artist’s Drive erleben. Hierbei handelt es sich um eine knapp neun Kilometer lange, asphaltierte Einbahnstraße, die sich in einer spektakulären, kurvigen und oft steilen Berg- und Talfahrt durch die farbenfrohen Hügel schlängelt. Die Straße ist ein echtes kleines Abenteuer und vermittelt das Gefühl, mitten durch eine gigantische Malerei zu fahren.
Der Artist’s Drive zweigt von der südlich verlaufenden Badwater Road ab. Die Zufahrt ist aufgrund der engen Kurven und steilen Anstiege für größere Fahrzeuge, Wohnmobile und Busse gesperrt (es gilt eine Längenbeschränkung von maximal 25 Fuß). Direkt an der Artist’s Palette gibt es einen ausgewiesenen Parkplatz mit einem kurzen Fußweg, der den Blick direkt auf die farbintensiven Hänge freigibt. Besonders am späten Nachmittag, wenn die tiefstehende Sonne die Felsen anstrahlt, leuchten die Farben in ihrer vollen Pracht.
Vlog
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USA VLOG #05




















