Monument Valley

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Andy 2025

ANDY

veröffentlicht am
06. Juli 2022

Allgemeine Infos zur Reise

MONUMENT VALLEY

Das Monument Valley ist weit mehr als nur eine Ansammlung von Felsen – es ist eine faszinierende Natur- und Kulturlandschaft im amerikanischen Südwesten. Es liegt auf dem großen Colorado-Plateau direkt an der Staatsgrenze zwischen Arizona und Utah. Der Talboden befindet sich auf einer Höhe von rund 1.500 bis 1.800 Metern über dem Meeresspiegel.

Im Gegensatz zu vielen bekannten Canyons in den USA ist das Monument Valley kein offizieller US-Nationalpark. Es gehört zum 16 Millionen Acres großen Reservat der Navajo Nation und wird als souveräner Tribal Park (Monument Valley Navajo Tribal Park) von den Ureinwohnern selbst verwaltet und geschützt. Die Navajo (Diné) nennen ihre heilige Heimat auf Dinebizaad (ihrer Sprache) Tsé Biiʼ Ndzisgaii, was übersetzt so viel wie „Tal der Felsen“ bedeutet.

Geologie und Entstehung

Die Gesteinsschichten
Die Landschaft ist ein klassisches Beispiel für extreme Wüsten- und Erosionsgeografie. Die markanten, bis zu 300 Meter hohen Monolithen, Tafelberge (Mesas) und Zeugenberge (Buttes) bestehen im Wesentlichen aus drei aufeinanderfolgenden geologischen Schichten:

  1. Organ Rock Shale – die untere Schicht aus Schieferton
  2. De Chelly Sandstone – die massiven, leuchtend roten Sandsteinschichten in der Mitte
  3. Moenkopi Shale – die oberste, dunklere Schicht

Die rote Farbe
Der charakteristische, rostrote Farbton der Felsen stammt von Eisenoxid (Rost), das durch Verwitterung aus dem Gestein gelöst und freigesetzt wurde. Dunkelblaue bis schwarze Streifen an einigen Felswänden bestehen dagegen aus Manganoxid.

Entstehungsprozess
Vor rund 300 Millionen Jahren war das Gebiet ein tiefes Flachlandbecken, in dem sich Sand- und Schlammablagerungen sammelten. Vor etwa 70 Millionen Jahren hob sich das gesamte Gebiet tektonisch massiv an und bildete ein hohes Plateau. Über viele Millionen Jahre hinweg nagten Wind, Regen, Frost und fließendes Wasser an dem weicheren Gestein, während die härtesten Sandsteinschichten als steile, isolierte Türme zurückblieben.

Kultur- und Filmgeschichte

Frühe Kulturen und die Navajo
Die ersten bekannten menschlichen Bewohner waren die Angehörigen der Ancestral Puebloan-Kultur (Anasazi), die die Region zwischen dem 1. und 14. Jahrhundert besiedelten, bevor sie aus bis heute nicht vollständig geklärten Gründen abwanderten. Die Navajo ließen sich im 15. und 16. Jahrhundert im Südwesten nieder. Sie bauten eine traditionelle Weidewirtschaft auf und leben seither in tiefer spiritueller Verbindung mit der Natur des Tals.

Filmgeschichte
Das Monument Valley gilt weltweit als die Geburtsstätte des klassischen US-Westerns und prägte über Jahrzehnte das visuelle Bild des „Wilden Westens“ im Kino. Der legendäre Regisseur entdeckte das Tal für die Filmwelt und drehte dort ab 1939 den Klassiker Stagecoach (Ringo Kid) mit John Wayne. Weitere gemeinsame Meisterwerke wie The Searchers (Der schwarze Falke) folgten. Es gibt aber auch noch weitere bekannte Filme, die das Monument Valley als Set genutzt haben, wie zum Beispiel Forrest Gump (hier beendet die Hauptfigur ihren jahrelangen Dauerlauf – die genaue Stelle an der Straße U.S. Highway 163 wird heute scherzhaft als „Forrest Gump Point“ bezeichnet), Easy Rider oder Zurück in die Zukunft III.

Tourismus und Hinweise

Der Valley Drive vs. geführte Touren
Besucher können das Innere des Parks über eine etwa 27 Kilometer lange, unbefestigte Schotterpiste auf eigene Faust befahren (Self-Guided Tour). Wegen tiefer Sandstellen und grobem Gestein wird ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (SUV) dringend empfohlen; normale Limousinen oder Wohnmobile sind ungeeignet oder auf der Piste gar nicht erlaubt. Große Teile des Parks (wie das Mystery Valley oder tiefe Bereiche abseits der Hauptpiste) sind für Individualtouristen gesperrt und dürfen nur in Begleitung lizenzierter Navajo-Guides betreten werden. Die entsprechenden Touren werden in der Regel auch direkt am Visitor Center angeboten oder können alternative im Voraus gebucht werden.

Reisezeit und Wetter 
In der Hochwüste herrscht extremes Kontrastwetter. Im Sommer klettern die Temperaturen oft über 38 °C, während es in den Winternächten eisig kalt werden kann und gelegentlich Schnee fällt. Die idealen Reisezeiten sind daher der Frühling und der Herbst.

Forrest Gump Point

Der Forrest Gump Point ist einer der bekanntesten und am häufigsten fotografierten Aussichtspunkte im amerikanischen Südwesten. Berühmt wurde der Ort durch den Film Forrest Gump (1994) mit Tom Hanks. In dieser Szene beendet die Hauptfigur ihren mehr als drei Jahre langen, quer durch die USA führenden Dauerlauf, dreht sich plötzlich zu ihren Verfolgern um und verkündet schlicht, dass sie nun genug gelaufen sei und nach Hause gehen wolle.

Das es genau an diesem Punkt viele Touristen und Fotografen auf die Straße zieht, um das perfekte Foto der geraden Straße zu machen, sollte man beim Fahren tatsächlich etwas aufpassen. Hier noch die genaue Lage des Forrest Gump Points:

  • Der Aussichtspunkt liegt an der U.S. Route 163 (innerhalb der Navajo Nation Reservation)

  • Er befindet sich exakt bei Mile Marker 13, etwa 20 Kilometer (rund 13 Meilen) nördlich des offiziellen Eingangs zum Monument Valley Navajo Tribal Park und südlich der Ortschaft Mexican Hat.

  • GPS-Koordinaten: 37.101445, -109.990812

  • Von dort aus blickt man kerzengerade die asphaltierte Straße entlang nach Süden, während im Hintergrund die imposanten roten Sandstein-Monolithen des Monument Valleys aufragen.

Monument Valley Scenic Drive

Schwierigkeit

mittel

Routentyp

Rundfahrt

Distanz

27,0 Kilometer

Höhenmeter

54 Meter

Der Monument Valley Scenic Drive (auch Valley Drive genannt) ist das absolute Highlight für jeden Besucher des Navajo Tribal Parks. Er ermöglicht es, tief in die weltberühmte Kulisse des US-Südwestens einzutauchen und die gigantischen Sandstein-Monolithen aus nächster Nähe zu erleben.

Allgemeine Infos und Fakten

  • Streckenlänge: Die Route ist ein rund 27 Kilometer (17 Meilen) langer Rundkurs.

  • Art der Strecke: Es handelt sich um eine unbefestigte Schotter- und Sandpiste (Dirt Road) mit einigen Schlaglöchern und steilen Passagen.

  • Fahrzeugempfehlung: Für die Fahrt wird dringend ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (SUV) empfohlen. Normale tiefergelegte Autos oder Wohnmobile sollten die Piste meiden. Nach Regenfällen ist der Weg oft komplett gesperrt, da sich tiefer Schlamm bildet.

  • Dauer: Man sollte sich für die Fahrt etwa 2 bis 3 Stunden Zeit nehmen, da man häufig für Fotos oder an Aussichtspunkten stoppt.

  • Kosten: Die Fahrt ist im regulären Eintrittspreis des Parks bereits inbegriffen.

Die wichtigsten Stopps entlang der Strecke
Die Route beginnt am Besucherzentrum (Visitor Center) und führt über insgesamt elf Aussichtspunkte, von wo aus man die beste Aussicht auf die markantesten Felsen hat. Eine Übersicht inklusive Karte findet ihr über diesen Link. Zu den Highlights des Valley Drive zählen:

1. The Mittens and Merrick Butte:
Die ersten spektakulären Fotostopps zeigen die berühmten Zwillingsfelsen East und West Mitten Butte, die an Fausthandschuhe erinnern, sowie den benachbarten Merrick Butt

2. Elephant Butte:
Ein massiver, rotbrauner Felsbrocken, der mit etwas Fantasie und aus dem richtigen Blickwinkel an einen riesigen Elefanten mit Rüssel erinnert.

3. Three Sisters:
Eine Gruppe aus drei extrem schlanken, fast senkrecht in den Himmel ragenden Felssäulen, die an Nonnen in Gewändern erinnern.

4. John Ford’s Point:
Einer der berühmtesten Aussichtspunkte des Tals, benannt nach dem Regisseur John Ford. Hier trifft man oft auf Navajo, die auf Pferden für Fotos posieren. Zudem gibt es kleine Stände mit traditionellem Schmuck und Imbissen.

5. Camel Butte:
Ein markanter Tafelberg, der wegen seiner Form nach einem sitzenden Kamel benannt wurde. Ab hier verläuft ein Großteil der Strecke als Einbahnstraße weiter in den hinteren Teil des Parks.

6. The Hub & Rain God Mesa:
The Hub ist ein isolierter, spitz zulaufender Felsen, der wie die Radnabe eines Wagens aussieht. Die riesige Rain God Mesa im Hintergrund gilt traditionell als heiliger Ort, an dem um Regen gebetet wurde.

7. Totem Pole and Yei Bi Chei:
Hier sieht man eine Ansammlung von unglaublich dünnen, verwitterten Steinnadeln. Die Totem Pole ist eine weltberühmte Felssäule, die unter anderem im Film Wotan’s Überfall zu sehen war.

8. Artist’s Point:
Ein atemberaubender Panoramablick am Ende der Schleife. Von hier aus überblickt man das Tal in seiner gesamten Weite – ein Motiv, das schon unzählige Maler und Fotografen inspiriert hat.

9. North Window:
Ein letzter, fantastischer Blick durch eine natürliche Felslücke zurück in Richtung der Mittens, bevor es wieder bergauf zum Ausgang und dem Besucherzentrum geht.

Vlog

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